Archiv für Mai 2013

„local heroes“ Bayern 2013: Die Musikini nominiert ihre TOP 15!


Da geht noch was! Mit Hyrax aus Nürnberg hat die Musikini Hammelburg ihren „local heroes“-Einstand gegegeben. Jetzt will der Verein noch eine Schippe obendrauf legen. Foto: RE ON TOUR

Von Funk über Electro-Pop bis Irish Folk ist alles dabei



„Neues Spiel, neues Glück!“, heißt es bereits seit Herbst 2012 für die Musikinitiative Hammelburg e.V. Nach der erfolgreichen Landesfinal-Premiere von „local heroes“-Bayern im vergangenen September, haben die Organisatoren schon wenige Tage später erneut die Fühler ausgestreckt. Im gesamten Freistaat waren zahlreiche Nominatoren aufgefordert, ihre drei besten Nachwuchsbands ins Rennen zu schicken. Aus der bunten Auswahl hat die Vorstandschaft der Musikini nun ihre Top 15 auserkoren.


„Auch im zweiten Jahr haben uns die Zusendungen absolut überzeugt“, lautet zu Wochenbeginn das Fazit aus dem Organisationsbüro der „local heroes“-Bayern Crew. Bis zum 27. April hatten sie in allen bayerischen Landkreisen Nominatoren aufgerufen, ihre Favoriten für das Landesfinale 2013 zu übermitteln. Von Ansbach bis Aschaffenburg, von München über Coburg bis Würzburg reichten die Wortmeldungen, die im Musikini-Postfach für ordentlich musikalische Vielfalt sorgten. 



„local heroes“ Bayern: Ein Wettbewerb mit Nachhaltigkeit

„Noch sind wir in der Aufbauphase“, fasst die Vorstandschaft die Zahl der Rückmeldungen, die durchaus „ordentlich“ gewesen sei, zusammen. Zwar hätten sich in diesem Jahr schon frühzeitig einige Bands von sich aus in Hammelburg gemeldet. Doch auch im zweiten Wettbewerbsanlauf galt es, viel Informations- und Aufklärungsarbeit über Deutschlands renommiertesten nicht-kommerziellen Nachwuchswettbewerb zu leisten und vor allem das nachhaltige Konzept, das gerade in Hammelburg gepflegt wird, darzulegen.

„Die Kandidaten aus dem ersten Jahrgang halten untereinander Kontakt, supporten sich gegenseitig und sogar Folge-Konzerte wurden organisiert“, erläutern die Organisatoren die Bande, die sich seither entwickelt haben und zuletzt unter anderem in einen „Indie-Clash“ im Wasserhaus mündeten. Doch nicht nur untereinander funktioniere die Kommunikation mehr als gut. Auch der Kontakt zu erfahrenen Branchenfachleuten, die etwa als Jury während des ersten Landesfinales mitgewirkt hätten, sei bestehen geblieben. Auch diese Verbindungen hätten bereits wunderbare Konzerte sogar vor „namhaften Acts“ zur Folge gehabt.

Bis Ende Mai müssen die sechs Landesfinal-Teilnehmer stehen



Bevor es am 31. August mit sechs Landesfinalisten im Wasserhaus wieder ordentlich zur Sache geht, hat sich nun jedoch die Vorstandschaft an die potentiellen Kandidaten des Jahrgangs 2013 gemacht. Aus allen Einsendungen der vergangenen Monate wurden die hauseigenen Top 15 gewählt, die jetzt – wie schon 2012 – in die vertrauensvollen Hände einer Fachjury übergeben werden. Die Experten aus der Musik- und Medienbranche, die vor und hinter den Kulissen mit sämtlichen „Tonarten“ zu tun haben, erhalten ab sofort bis zum 29. Mai Zeit, sich für ihre sechs Favoriten zu entscheiden. „Leicht wird das auch in diesem Jahr nicht“, freut sich das „local heroes“-Team auf eine spannende Zeit. 

Denn die Qual der Wahl hat die Fachrunde in den kommenden zweieinhalb Wochen zwischen zarten Singer-Songwriter-Klängen, Post oder auch Indie Rock, anspruchsvollem Indie Pop, Irish Folk, Electro Rock, Funk und vielem mehr. Ein Zwischenfazit sei allerdings schon jetzt erlaubt: Langweiliger musikalischer Einheitsbrei? In Bayern gibt es den ganz sicher nicht!



HIER gibt’s die TOP 15 im Überblick! (KLICK)

Text: Nicole Oppelt

Elektronische Musik in der Musikakademie

In der „Klangwerkstatt für Elektronische Musik“ bauen sich die Teilnehmer ihren eigenen Synthie und vertonen damit Computerspiele!


Foto: Tubbe (RE ON TOUR)

Bereits zum zweiten Mal finden sich DJs und Musiker auf Einladung von MainPop in Hammelburg zusammen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. An vier Tagen und drei Nächten, vom 30.5. bis 2.6., wird dann wieder in den idyllischen Räumen der Musikakademie bis in die frühen Morgenstunden geschraubt, geknörzt und gefrickelt. Das Kursprogramm könnte abwechslungsreicher nicht sein und bietet maximal-kreative Anreize für minimale Kursgebühr – inklusive Verpflegung und Unterkunft.

Komplettes Neuland werden viele Teilnehmer beim Bau ihres eigenen kleinen Synthesizers betreten: Mit Lötkolben und Bausätzen bewaffnet dringen die Teilnehmer in die Entstehung elektronischer Klänge vor und lernen sie dadurch besser zu verstehen. Natürlich kann der selbstgebaute Synthie im weiteren Kursprogramm gleich eingesetzt werden. Sei es bei der Vertonung eines Computerspiels oder das für viele Teilnehmer auf Grund ihrer DJ-Herkunft interessante Thema: „Tanzflächentrack“.

Für nur 125 € pro Teilnehmer werden die insgesamt 20 Musikbegeisterten mit vielerlei Informationen und Workshops von professionellen Dozenten versorgt. So gibt es neben den theoretischen Teilen wie Musikvertrieb, Nutzungs-und Urheberrechte oder GEMA vor allem einen großen Teil an praktischen Elementen, in denen die Teilnehmer ihren Horizont für elektronische Musik aufsprengen sollen.

Anmeldung und Details unter: (http://www.mainpop.de/aktuelles). Alle Informationen zum Workshop finden Sie auch noch einmal gebündelt im Tonquadrat Forum unter: http://www.tonquadrat.de/forum/viewtopic.php?f=12&t=2170

Der Workshop ist ein Angebot von MainPop, der Popularmusikförderung des Bezirk Unterfranken.

Text: mainpop

DANGER – die „Bambägga“ melden sich mit neuem Video!


(Foto: Screenshot/YouTube)

Der Countdown läuft! Am 31. Mai stellen die „Bambägga“ ihr viertes Album „Laib & Seele“ im Bamberger Morphclub vor. Doch schon jetzt versüßen uns die oberfränkischen Burschen die Tage mit ordentlichem Videomaterial.

HIER IST:
DANGER feat. Simple One (Beat: Quendolin Fender)!!! Das erste von insgesamt VIER Videos zum neuen Album!

Apropos: Dieses kann man unter bambaegga@web.de ganz einfach vorbestellen.

„Komplett-Spülung für alle Motoren“: Die „Bambägga“ bringen ihr viertes Album an den Start

Mit „Laib & Seele“ vereint die oberfränkische Combo gleich eine ganze Musiker-Armada

Bereits zum vierten Mal haben sich Jonas und Cony MC zusammengesetzt, um an ihrer ganz besonderen „Backmischung“ zu feilen. Unter der bewährten Regie des Produzenten Scratch Dee ist nun ein Album entstanden, das nicht nur ausgemachten Fans ihrer „Backwaren“ ganz sicher munden wird, sondern auch neue Musik-Gourmets überzeugen soll. Denn: Erstmals vereinen die beiden Rapper nicht nur mehrere Künstler auf einer Scheibe, sondern schlagen den Bogen auch noch besonders weit – bis Russland!


Studium beendet, endlich erwachsen? Für die „Bambägga“ gilt das nur zum Teil. Sie sind Hip-Hopper mit Leib und Seele und da gibt es vor allem eins: „Immer wieder voll auf die Zwölf!“. Foto: Philmfilm

„Druckvolle Tracks mit Message treffen auf gereifte Songs, die zum abgehen, schweben und nachdenken einladen“, heißt es da, wenn man sich derzeit nach einer prägnanten Beschreibung des vierten „Bambägga“-Albums umschaut. Am 31. Mai feiern Jonas und Cony MC gemeinsam mit ihrer bewährten „Bambägga“-Liveband und mightymike im Bamberger Morphclub Releaseparty. Das neue HipHop-Werk aus der Backstube des Produzenten Scratch Dee soll es in sich haben. Gleich eine Vielzahl an Wegbegleitern wurde geladen, um die Rezeptur noch einmal zu verfeinern und zu einem runden Gesamtergebnis werden zu lassen.

Denn es gilt, sich neu im musikalischen Handwerk zu beweisen. Die Messlatte liegt hoch: Nach acht Jahren Bandgeschichte samt den drei Alben „…der Bägga hat gerufen” , „Zwieback” sowie „Alarmstufe brot“ hat sich die Rap Combo weit über die Grenzen der Weltkulturerbestadt hinaus einen Namen gemacht. Ihre ganz eigene „Brotzeit“ lieferten sie seither schon vor so manch bekanntem Act ab. Talib Kweli, die Fantastischen 4, Spax, Moop Mama, Herr von Grau, DJ Sepalot, Nico Suave, Fiva MC oder die Creme Fresh Crew gehören zum Reigen, den die „Bambägga“ im Laufe ihrer unzähligen Konzerte bereits supportet haben. Jetzt drehen die beiden den Spieß einfach um und holen Quendolin Fender, die Snowgoons, Beat Maker Beat, Beatinyo, Sickbird sowie Acut einfach zu sich ins Studio. Entstanden sind dabei seit Ende 2012 ganze 13 Tracks, die nicht nur das Mehr an Lebenserfahrung der beiden Ende 20-Jährigen widerspiegeln, sondern auch deren bislang größten Coup miteinbeziehen. Denn bereits im April 2012 hieß es für die jungen Leute Koffer packen und mit dem Goethe-Institut ab auf ganz große Russland-Tour.

Professioneller, noch tiefer – und dabei immer noch leicht!

Dementsprechend sinnschwanger kommt auch der neue Titel daher. Klar, so Jonas, sei dieser relativ schnell gewesen. Doch „Laib & Seele“ steht nicht nur in der alten „Titel-Bäckertradition“. Es steht auch für eine kleine Zäsur. „Es ist diesmal mehr ein Rapper-Album“, bringt der Diplom-Pädagoge eines der wesentlichsten Merkmale auf den Punkt. Daneben stehe es natürlich auch für die eigene, innere Ambivalenz. So fände sich auf dem neuen Album selbstverständlich etwas für den Kopf, aber auch für das Herz. Abgehen und Nachdenken – kaum eine andere Mischung kann die „Bambägga“ seit jeher treffender beschreiben. Mittlerweile bewegt sich diese Mixtur, nicht zuletzt Dank der spannenden Bekanntschaften in den letzten Jahren, jedoch auf einem zusehends professionellen Level.

Der musikalische Anspruch, das wird im Gespräch schnell deutlich, ist merklich gestiegen. Die Texte, die Jonas mit seinem Kumpan, dem Sportökonomen Cony, schreibt, haben an Tiefgang gewonnen. Nach wie vor seien sie sich ihrer Verantwortung als Musiker bewusst, verstehen ihr Schaffen durchaus auch als Auftrag. Ohne Botschaft geht es hier nicht. „easy listening“ – Fehlanzeige. „Kopfnicker“-Songs mit meditativer Wirkung, nennt Jonas das Konzept. Während des Hörens werden die Zeilen abgespeichert – und das hoffentlich nachhaltig. Nichtsdestotrotz bleibt die Selbstironie nicht auf der Strecke. Es sind Titel wie „27“, in denen sie ihr eigenes Alter aufs Korn nehmen und mit der eigenen zunehmenden „Spießigkeit“ spielen. Noch stärker als früher beziehen die „Bambägga“ allerdings Stellung, etwa zu politischen Themen. „Es ist uns wichtig, dass die Kids, die unsere Musik hören, nicht einfach irgendeinen Mist vorgelegt bekommen, sondern auch mal eine klare Meinung.“


Das Gefühl, das sie während ihrer Russland-Tour in sich aufgesogen haben, findet sich jetzt auch auf „Laib & Seele“ wieder. Foto: privat

Russischer Perfektionismus: Das „unglaubliche Gespür fürs Detail“

Ein erstes Zwischenfazit: Es gibt viel Neues. Ein Bruch mit dem gewohnten Style? Keineswegs! „Wir haben nichts von der Leichtigkeit früherer Alben verloren“, ist sich Jonas sicher. Ganz im Gegenteil: „Das Ganze ist nach vorne heraus. Direkt von der Seele auf den Leib. Es ist eine gute Verbindung der beiden Elemente.“ Insgesamt, und das sagt er nicht ohne schmunzeln, sei jedoch eindeutig mehr „Druck“ dahinter. Ein Umstand, für den nicht zuletzt Scratch Dee maßgeblich verantwortlich zeichnet. Seit drei Alben arbeite man nun schon mit dem erfahrenen Mann an den Reglern zusammen. Denn auch, wenn das Ganze ein Hobby sei, „Hand und Fuß“ müsse es schon haben. Zwei Jahre seien die Schritte zu „Laib & Seele“ akribisch geplant und intensiv vorbereitet worden. Das Ergebnis: Alle Songs hätten unheimlich viel Power und Energie. „Das ist eine richtige Komplett-Spülung für alle Motoren.“

Neben ihrem Produzenten sei es vor allem der in Berlin lebende Produzent Quendolin Fender, der mit seinen Beats den größten Einfluss auf die neue Scheibe habe. Aber auch der Russe Beat Maker Beat spiele eine besondere Rolle. Mit ihm sei man vergangenes Frühjahr in dessen Heimat auf Tour gewesen. Vieles sei da quasi „on the road“ im Zug mitten im Riesenland entstanden. Auf dem neuen „Bambägga“-Album würde der gemeinsame Song ganz besonders hervorstechen. „Diese Art von Sound und Geräuschen, wie der Beat klingt, das habe ich in Kombination mit deutschem HipHop noch nicht gehört“, erklärt Jonas den besonderen Dreh und das „unglaubliche Gespür fürs Detail“, das den russischen Beatmakern innewohne und sich nun auch auf dem „Laib & Seele“-Track „Was ist Erfolg?“ verewigt finde.

Jazz, Funk und Soul – alter Stoff neu interpretiert

Alles in Allem: Die Ankündigung zur Veröffentlichung des dritten Albums im Jahr 2010 wurde wahr gemacht. „Alarmstufe brot“ sollte der Ausgangspunkt für neue musikalische Wege abseits des typischen HipHop-Sounds werden. Die neue „Sound-Collage“ scheint perfekt. „Altbewährte, gut funktionierende Dinge wurden beibehalten. Es ist immer noch straighter HipHop, so wie wir ihn mögen“, so der umtriebige Rapper. „Aber wir haben natürlich auch ganz neue Einflüsse.“ Vieles, was der HipHop zur Verfügung stellt, wurde noch einmal unter die Lupe genommen und neu überdacht. Unheimlich viel Musik hätten sie sich in den vergangenen drei Jahren angehört und immer wieder hinterfragt: Wie kann man etwa mit Samples arbeiten? Was geht mit alten Soul-Platten oder Funk- bzw. Jazz-Sachen? Das Rad neu erfunden hätten sie am Ende zwar nicht. Doch dieses zumindest neu interpretiert.

„Bambägga“ auf großer Fahrt – So gut lief’s in Russland:

Text: Nicole Oppelt

local heroes Bayern 2013 – es ist ANGEZÄHLT!


Hyrax, die Sieger im letzten Jahr beim Landesfinale 2012 im Wasserhaus. Foto: RE ON TOUR

Frohe Kunde aus Hammelburg. Die Spannung steigt. Am 27. April schlossen sich die virtuellen Türen für die local-heroes-Nominierungsphase 2013. Nach dem ersten und äußerst erfolgreichen „local heroes“-Landesfinale Bayern im vergangenen Jahr ist die Musikinitiative Hammelburg e.V. mächtig gespannt, welche musikalischen Perlen die Nominatoren nun ausgegraben haben und für Deutschlands traditionsreichsten nonkommerziellen Nachwuchswettbewerb empfehlen. „Es wird bunt und sogar ein bisschen exotisch“, ist schon jetzt aus dem Orga-Büro der Musikini zu vernehmen.

Erneut wurden die Fühler im gesamten Freistaat ausgestreckt und verschiedenste Institutionen in allen Landkreisen um ihre drei Favoriten gebeten. Und diese ließen sich nicht lumpen: Bereits kurz nach der Premiere im Spätsommer 2012 trudelten die ersten Vorschläge ein. Nicht wenige Bands bewiesen zudem Eigeninitiative und meldeten sich auf eigene Faust bei der Musikini.

Welche vielversprechenden jungen Leute am Ende in die Vorauswahl und schließlich am 31. August 2013 auf der Bühne des Wasserhauses um den begehrten Titel kämpfen werden, das erfahrt ihr natürlich HIER und auf der Facebook-Seite von local heroes Bayern. Also, regelmäßig reinschauen!

So sah die Bundesfinal-Premiere der Musikini mit Hyrax aus Nürnberg in Salzwedel aus:

Text: Nicole Oppelt