Archiv für April 2014

Die Musikini feiert zehn Jahre Wasserhaus

Der „Tanz in den Mai 2014“ am 30. April wird zum rauschenden Geburtstagsfest


Die hessische Truppe „Mighty Vibez“ sind in Hammelburg immer wieder gern gesehene Gäste. (Foto: Musikini)

Fast wäre das Wasserhaus-Jubiläum im geschäftigen Treiben der ehrenamtlichen Helfer untergegangen. Monat für Monat gilt es, ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen und „fast nebenher“ große Events wie das „local heroes“-Landesfinale zu organisieren. Doch abermals hat sich das „Viele-Augen-Prinzip“ innerhalb des Vereins bewährt. Dem kleinen Wink folgte die intensive Suche nach einem passenden „Geburtstagsgeschenk“: Mit Erfolg. Die Fuldaer Band „Mighy Vibez“ und DJ „nixdisco“ sind genau die Richtigen, wenn es um fröhliche Partylaune geht. Nun bleibt den Organisatoren nur noch eines: Sie freuen sich auf schöne Stunden mit vielen Erinnerungen und auch Anregungen für die Zukunft.

Das große Open Air zum 25-jährigen Bestehen der Musikini ist vielen sicherlich noch allzu gut im Gedächtnis. Mit Szenegrößen wie „Bakkushan“, „Timid Tiger“, „Pyro & Mellow Mark, „Spaceman Spiff“ und vielen mehr feierte die Musikinitiative Hammelburg e.V. im Sommer 2011 auf der Schlossbühne unweit von Schloss Saaleck zweieinhalb Dekaden intensives Engagement für die hiesige Musiklandschaft. Zum zehnjährigen Geburtstag ihres Vereinsheimes wollten es die Verantwortlichen nun zwar etwas bescheidener, aber nicht minder ausgelassen angehen. Und das aus gutem Grund.

Nicht nur die Location, auch die Terminwahl für das große Fest wurden nahezu perfekt getroffen: Denn am 24. April 2004 konnte die Musikini nach vielen Stunden schweißtreibender Bauarbeiten endlich ihr Vereinsbetrieb im Wasserhaus aufnehmen. Gefeiert wurde auch damals mit einer Eröffnungsparty, die die Räumlichkeiten fast aus allen Nähten platzen ließ. Es folgten ein DJ Workshop und zahlreiche Konzerte wie die „Ruhestörung“, „Bands on Tour“ , „Frantic Stack“, „Schoppehauer“, „Andre & Radek“ und natürlich die obligatorischen Jahresabschluss-Events „Heilig DJ-Abend“ und die „X-Mas Party“. „Das, was damals geleistet wurde, ist noch heute phänomenal“, so die aktuelle Vorstandschaft über den unermüdlichen Einsatz ihrer Vorgänger. „Mit viel Liebe zum Detail, Kreativität, Durchhaltevermögen und vor allem handfester Muskelkraft wurde ein Refugium für die Künstler der Umgebung geschaffen, das heute bundesweit bekannt ist und immer wieder mit viel Lob überschüttet wird.“

Das Wasserhaus ist ein generationenübergreifender Treffpunkt

Das Wasserhaus, davon sind sie überzeugt, ist im Laufe der Jahre zu einem wesentlichen Bestandteil des Kulturlebens der Stadt geworden. Nicht ohne Grund erhielt die Musikini beim Neujahrsempfang der Stadt Hammelburg in diesem Jahr die Stadtplakette für ihre engagierte Kulturarbeit. Wie vielfältig das Vereinsleben ist, zeigte sich zuletzt am vergangenen Freitag. Abermals zog es die Musikfreunde der Region anlässlich der Neuauflage von „Punkrock’s Back in Town“ in den weithin sichtbaren rot-blauen Bau an der Ausfahrt Hammelburg-Ost. Zu den Klängen der heimischen Bands „The Poor Devils“ und „Absturzgefährdet“, „Schmutzi“ aus Stuttgart und den französischen Gästen „Burning Lady“ traf sich erneut ein generationenübergreifendes Publikum. Für die aus dem Baden-Württembergischen angereisten „Schmutzkis“ war der Abend in der Weinstadt eine echte Premiere. Der gute Eindruck, den die Wasserhaus-Crew in den vergangenen Jahren hinterlassen hat, wurde auch von ihnen bestätigt. Das Trio, das im November 2013 den Gesamtsieg des größten deutschen Nachwuchswettbewerbs „local heroes“ einheimste, fühlte sich auf Anhieb wohl. Zur Belohnung gab es für das Publikum nicht nur die besten Stücke der letzten zwei Jahre, sondern auch eine waschechte fränkische Songpremiere.


Von nun an sind wir alle „Schmutzki“. Die local heroes Bundesfinalisten 2013 überzeugten mit einer beeindruckenden und sehr unterhaltsamen Show. (Foto: Musikini)

Ein sprichwörtliches Lied davon singen können übrigens auch die diesjährigen Geburtstagsgäste „Mighty Vibez“. Regelmäßigen Konzertgängern im Landkreis ist das „mittlere Orchester“ rund um Sänger Misha längst ein Begriff. Bereits anlässlich des fünfjährigen Wasserhaus-Jubiläums sowie bei „Hammelburg Moves“ sorgte die Truppe schon für Furore. Auch im befreundeten Jugend- und Kulturzentrum von Bad Kissingen (JuKuZ) gaben sie sich mit „Mellow Mark“ die Ehre. 2013 hat die Combo mit „Live Love Laugh“ nun ein sattes 14 Songs starkes, neues Album auf den Markt gebracht, das sie jetzt auch ihren Hammelburger Zuhörern präsentieren möchten. Einmal mehr bewegen sich die jungen Musiker dabei konsequent zwischen Reggae und Hiphop, Dancehall und Ska, gehen aber auch auf Tuchfühlung mit Dub und Rock. „Langweilig wird es mit ihnen ganz sicher nicht“, freut sich der Verein auf ein Wiedersehen. Wer sie kenne, der sei sich bewusst: „Diese Herrschaften sind stets dazu bereit, die berühmten musikalischen Schubladen zu öffnen und gegen die Wand zu donnern.“ Ihre Vorgehensweise verspricht definitiv ein spannendes Konzerterlebnis: Überraschungen, inklusive eingängiger Gesangsmelodien, treibende Rap-Parts, eine drückende Hornsection und eine eingespielte Rhythmusgruppe – das ist ihr Rezept, um die Hüften der Nation zum Schwingen zu bringen.

„Zehn Jahre Wasserhaus“ als Stimmungsbarometer

Die unbeschwerten Stunden dürfen, wenn es nach der Musikini geht, auch noch lange nachhallen. Derzeit laufen nämlich nicht nur die Vorbereitungen für die in den kommenden Monaten anstehenden Konzerte, sondern auch für die dritte Auflage von „local heroes Bayern“ im Wasserhaus auf Hochtouren. Bis zum 11. Mai haben Bands aus dem gesamten Freistaat Gelegenheit, sich für den renommiertesten und ältesten deutschen Nachwuchswettbewerb zu empfehlen. „Als Landesveranstalter wollen wie die musikalische Vielfalt und vor allem das hohe Niveau abbilden, auf dem sich Teile des bayerischen Nachwuchses derzeit bewegen“, so das „local heroes“-Orga-Team. Die vielen positiven Rückmeldungen und Einsendungen seien überdies immer wieder Bestätigung dafür, dass man auch mit der Arbeit der Musikini nach wie vor auf dem richtigen Weg sei. Denn handgemachte Musik sei auch bei vielen jungen Leuten alles andere als out.


Alle Infos zur Bewerbung HIER: www.musikini.de/local-heroes

„Never change a running system“ gilt bei der Vorstandschaft allerdings nicht. Sie wollen „Zehn Jahre Wasserhaus“ auch als Stimmungsbarometer nutzen: Was gefällt den Gästen im Wasserhaus? Welche Wünsche und Anregungen gibt es? Die Verantwortlichen freuen sich auf viele persönliche Gespräche.

Los geht’s am Mittwoch ab 21.00 Uhr

Mehr unter: www.musikini.de

Mighty Vibez (Reggae / HipHop / Dancehall aus Fulda)
www.mighty-vibez.de
www.facebook.com/MightyVibez

official videos:
www.youtube.com/watch?v=mIwk1gzdzpo
www.youtube.com/watch?v=cvke9VOywBw

live video:
www.youtube.com/watch?v=lnDagjXBRyQ

„Lutzi-Wildcard-Battle Vol. 2“: Elektro, Rock und fliegende Füße

Der zweite Nachwuchs-Contest von JuKuZ und „… und ab geht die Lutzi“ war ein voller Erfolg


„Ronzn und die Zauberschnecken“ wissen, wie man Feste feiert. Unter ihrer Ägide verwandelte sich der Zuschauerraum in einen kochenden Kessel. (Foto: RE ON TOUR)

Bereits zum zweiten Mal suchten am vergangenen Samstag das Jugend- und Kulturzentrum Bad Kissingen (JuKuZ) und das Team des Rottershäuser Festivals „… und ab geht die Lutzi“ eine würdige Nachwuchsband, die den zweiten Tag des Großevents am 14. Juni eröffnen darf. Insgesamt fünf Formationen aus dem weiteren Umkreis hatten sich nach einer internen Vorauswahl durchsetzen können. Am Ende entschied das Publikum über ihre Wunschband auf dem „… und ab geht die Lutzi! 2014“. Die Überraschung auf dem Siegertreppchen war groß.


„Exploding Head Syndrome“ waren die krachenden Opener des Abends. Das Duo peitschte das Publikum nicht nur mit ihren elektronischen Klängen in Stimmung, sondern setzte mit dem „Bakkushan“-Cover „Böse Mädchen feiern besser“ ein eindeutiges Signal. (Foto: RE ON TOUR)

Für „Exploding Head Syndrome“ aus Bamberg, „Basement 99“ aus Steinach, „50m Freistil“ aus Kitzingen, „Royal Flush“ aus Schweinfurt und schließlich „Ronzn und die Zauberschnecken“ aus Kronach hätte der vergangene Samstagabend nicht besser laufen können. Akribisch hatten sie sich auf die Teilnahme des zweiten „Lutzi-Wildcard-Battle“ vorbereitet. Gemeinsam schmiedeten die jungen Leute hinter den Kulissen Pläne für einen perfekten Ablauf, brachten ihre Sets noch einmal auf Vordermann und überlegten sich genau, mit welchem Song sie die Cover-Aufgabe des Wettbewerbs meistern wollten. Am Ende entschied das Publikum mit dem bereits bei der Premiere bewährten Punktesystem, welche drei Bands auf dem Siegertreppchen landen und welche Truppe am 14. Juni in Rottershausen die Festival-Besucher willkommen heißt.

Einfach war die Wahl für das zahlreich erschienene Publikum nicht. Mit einer Skala von eins bis fünf hatten sie die Möglichkeit, alle auftretenden Bands zu bewerten. Nach fünf Bands, jeweils gut 30 Minuten Spielzeit und einem sichtlich versüßten Warten durch die bekannte Schweinfurter Formation „Scallwags“, war es endlich soweit, die Sieger wurden verkündet: Der Jubel war groß, als die Kronacher von „Ronzn und die Zauberschnecken“ ihren dritten Preis in Empfang nahmen. Das Quintett hatte wohl die lauteste Fangemeinde im Gepäck. Mit einem großen Reisebus vorgefahren, sorgte diese für eine ausgelassene Atmosphäre, in der nicht nur einmal Hände und Füße durch die Lüfte des JuKuZ wirbelten. Frei nach dem Motto, es darf getanzt werden, eröffneten sie ihren Auftritt mit „Bakkushan“ und einem Cover des Hits „Baby, Du siehst gut aus“. Für ihren „Vollgas-Auftritt“ mit eindrucksvollen Fan-Chören sahnten sie einen zweckgebundenen 100-Euro-Gutschein von Bizkuit-Merchandise ab sowie ein ansehnliches Getränke-Paket von „Das Fränkische Energy“.


Sehr souverän präsentieren sich „50m Freistil“ dem JuKuZ-Publikum. Ihr abwechslungsreiches Set mit sinnschwangeren Titeln wie „Überflieger“ lud zu Gedankenspielen ein. (Foto: RE ON TOUR)

Strahlende Gesichter waren auch bei „50m Freistil“ angesagt. Sebastian, Markus, Simon, Felix und Dominik setzten bei ihrem Auftritt ebenfalls auf „Bakkushan“ und deren Nummer „Nur die Nacht“. Im Indie, Pop und Rock fühlen sie sich so richtig zuhause, dazu ein paar elektronische Elemente und die Sache ist perfekt. Ihr Funke sprang schnell auf das Publikum über. So sehr, dass es für sie am Ende des Abends ebenfalls für das Siegertreppchen reichte. Ihr zweiter Platz wurde mit einem zweckgebundenen 200-Euro-Gutschein aus dem Hause Bizkuit-Merchandise honoriert. Obendrein gab es für sie ebenso jede Menge des neuen regionalen Szenegetränks.

Platz eins für Stimmgewalt und Cover mit Gänsehaut-Feeling

Frei nach dem Motto, die Letzten werden die Ersten sein, verlief das „Lutzi-Wildcard-Battle“ hingegen für „Royal Flush“. Die einzige Formation mit einer Dame am Mikro betrat als fünfte Band die Bühne im gut gefüllten JuKuz, um mit Rockmusik mit deutschen Texten zu überzeugen. Nicht zuletzt die Stimmgewalt der Sängerin, die sich am eindrucksvollsten beim Cover des zauberhaften und ausgesprochen ruhigen „Emil Bulls“-Stückes „I Don‘t Belong Here“ zeigte, dürfte nicht wenige in den Zuschauerreihen vom Talent der seit Sommer 2012 bestehenden Truppe überzeugt haben. Denn: Gut zwei Stunden später war klar: Die Freunde, die sich einst in der Schweinfurter Musikszene gefunden haben, räumten nun tatsächlich den Hauptgewinn ab. Neben einem zweckgebundenen 300-Euro-Gutschein von Bizkuit-Merchandise und einem „Rundum-Sorglos-Paket“ von „Das Fränkische Energy“ winkt ihnen nun der große Auftritt beim „… und ab geht die Lutzi! 2014“.


Bei „Royal Flush“ bekommt Deutschrock eine neue Note: Elektronische Elemente kehren Wohlbekanntes in eine frische Richtung. (Foto: RE ON TOUR)

„Das ist Wahnsinn. Eine totale Überraschung“, so die erste Reaktion der jungen Leute auf ihren Sieg. „Nachdem wir die anderen Bands alle gesehen hatten, haben wir wirklich nicht damit gerechnet.“ Sarah, Tobi, Jonas, Sammy und Tim waren mit einigen Freunden nach Bad Kissingen gekommen, die sie während des Wettbewerbs unterstützten. Die Idee, ausgerechnet jenes Stück der „Lutzi“-Headliner „Emil Bulls“ einzuüben, hatte das Quintett ihrem Gitarristen Tobi zu verdanken. Eigentlich hatten auch sie sich zunächst für eine Nummer des Co-Headliners „Bakkushan“ entschieden. Doch nachdem das Organisations-Team von „… und ab geht die Lutzi!“ dann auch den Namen der Münchner verkündet hatte, war klar, hier greifen sie zu, um aus dem Feld herausstechen zu können. Mit „Emil Bulls“ bestens vertraut, gelang das Vorhaben schließlich mit Bravour. Nun betreten sie, zumindest zum Teil, Neuland. Denn nur noch wenige Wochen, dann steht ihre Premiere in Rottershausen an.


„Basement 99“ auf Startposition zwei lieferten mit Rock und Pop eine eindrucksvolle Zäsur zu ihren Vorgängern. Ihre Cover-Wahl konnte sich hören lassen, viel sie doch auf „The Jaws Of Oblivion“. (Foto: RE ON TOUR)

„Alle Teilnehmer waren wirklich gut!“

Sehr zufrieden zeigten sich auch die Organisatoren am Ende eines musikalisch abwechslungsreichen Abends. „Es war eine gelungene Veranstaltung. Obwohl die Bands von weiter her anreisten, war sehr viel los“, freute sich Christian Stahl von „… und ab geht die Lutzi!“. Im Vorfeld gab es für ihn und seine Mitstreiter keinen eindeutigen Favoriten. Bewusst wurde die Entscheidung abermals in die Hände des Publikums gelegt. „Alle Teilnehmer waren wirklich gut und alle hätten einen Auftritt als Festival-Opener des zweiten Tages um 17.30 Uhr verdient.“ Dieses Konzept, so signalisierte Stahl, wolle das Festival in Kooperation mit dem JuKuZ auf jeden Fall beibehalten. Immerhin: Der Wettbewerb sei dabei, sich zu etablieren, so der Eindruck der Szene-Kenner.


Eigentlich waren alle fünf Teilnehmer-Bands strahlende Sieger. Selten herrschte vor und hinter den Kulissen so viel Harmonie. (Foto: RE ON TOUR)

Das bestätigte auch JuKuZ-Leiter Christoph Stürmer, der sich ebenfalls über eine Fortsetzung im kommenden Jahr freuen würde. Er schloss sich dem Lob seines Vorredners an. Besonders hervor stach für den mittlerweile sehr erfahrenen Konzert-Organisator in diesem Jahr die durchwegs hohe Qualität der Teilnehmer, das breite Genre-Spektrum sowie die weite Altersspanne der mitwirkenden Bands. Doch dem nicht genug: „Ohne, dass es hier eines Außenstehenden bedurfte, haben sie miteinander ihre Backline organisiert. Sie haben super miteinander funktioniert“, lobte Stürmer die außerordentliche Teamfähigkeit hinter den Kulissen. Doch auch davor hätte es nicht besser laufen können: „Es ist immer schön zu sehen, dass im JuKuz bei Konzerten gut was los sein kann.“ Gleichwohl fand er es schade, dass sich die Nachwuchskünstler aus dem direkten Kreis Bad Kissingen und dem nahen Hammelburg offenbar nicht angesprochen fühlten. Stürmers Appell fiel entsprechend aus: „Man versucht ein musikalisches Podium zu bieten und das ist hier vor rund 200 Zuschauern in so einer tollen Location auch nicht ohne. Für jede Band ist das eine wunderbare Gelegenheit, sich zu präsentieren und so auf sich aufmerksam zu machen. Hier können sie zeigen: Es gibt auch noch etwas anderes, als lokale Tanzbuden.“

Die Gewinner:


PLATZ 1: Royal Flush (Foto: RE ON TOUR)


PLATZ 2: 50 m Freistil (Foto: RE ON TOUR)


PLATZ 3: Ronzn und die Zauberschnecken (Foto: RE ON TOUR)

Buhlen um die Gunst des Publikums

Am 5. April öffnet das JuKuZ Bad Kissingen seine Pforten zum zweiten „Lutzi-Wildcard-Battle“


Taste of Affinity, die Gewinner vom letzten Jahr auf der großen Lutzi-Bühne. (Foto: RE ON TOUR)

Ein Auftritt beim „… und ab geht die Lutzi!“-Festival in Rottershausen ist mittlerweile heiß begehrt. Jahr für Jahr zieht die Veranstaltung Tausende Besucher auf das Sportgelände des FCE Rottershausen. Die perfekte Gelegenheit für den musikalischen Nachwuchs, sich einem großen Publikum zu präsentieren. Zum zweiten Mal tragen die Organisatoren des Festivals deshalb nun gemeinsam mit dem Bad Kissinger Jugend- und Kulturzentrum (JuKuZ) einen entsprechenden Wettbewerb aus. Am kommenden Samstag wird es für fünf Formationen ernst. Sie treten an, um ihre Chance bestmöglich zu nutzen.

„Ohne Fleiß, kein Preis“, normalerweise kommen derart altkluge Weisheiten bei der jungen Generation so gar nicht an. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn es um das Festival „… und ab geht die Lutzi!“ geht, machen die Nachwuchsmusiker der Region diese definitiv. Seit Jahresanfang waren sie bereits zum zweiten Mal aufgerufen, sich für das so genannte „Lutzi-Wildcard-Battle“ zu bewerben. Nun buhlen die besten Fünf live, um einen der umkämpften Slots während der Veranstaltung am 14. Juni.

Die Vorbereitungsphase war denkbar knapp: Bis zum 16. Februar hatten die Talente Zeit, um bei der Jury, bestehend aus Vertretern des JuKuZ und des Festival-Teams, einen überzeugenden Eindruck zu hinterlassen. Zahlreich und „stilistisch wunderbar bunt“, wie es heißt, landeten die Demo-Unterlagen auf dem Schreibtisch der Verantwortlichen. In einem internen Vorentscheid galt es anschließend, die vielversprechendsten Formationen auszuwählen. „Eine Aufgabe, die auch in diesem Jahr alles andere als leicht zu bewältigen war. Das Niveau war hoch, die Kreativität der jungen Leute beeindruckend“, so der Eindruck hinter den Kulissen. Nun geht der „musikalische Kampf“ jedoch in seine entscheidende Phase.

Wettbewerbs-Aufgabe: Hommage an Emil Bulls und Bakkushan

Und hier können die Nachwuchsmusiker noch einmal nachdrücklich unter Beweis stellen, dass dieses erste Urteil auch bei näherer Betrachtung standhält. Denn abermals ist das „Wildcard-Battle“ mit einer kleinen Extra-Aufgabe verbunden. „Als Hommage an unsere beiden Headliner Emil Bulls und Bakkushan freuen wir uns sehr über ein Cover der Wettbewerbsteilnehmer aus dem Repertoire unserer Lutzi-Stars“, erklären Christian Stahl, von „… und ab geht die Lutzi!“ und Christoph Stürmer, Leiter des JuKuZ, einhellig. Die Umsetzung bleibt den Nachwuchsbands natürlich selbst überlassen. Überzeugen müssen sie jedoch die wohl kritischste Jury, die man sich vorstellen kann: Das Publikum. Stellen wollen sich diesmal die jungen Leute von „Basement 99“ aus Steinach, „Expolding Head Syndrome“ aus Bamberg, „50 m Freistil“ aus Würzburg, „Royal Flush“ aus Schweinfurt sowie „Ronzn und die Zauberschnecken“ aus Kronach. Auch diesmal geht übrigens niemand völlig leer aus: Den Nachwuchstalenten winkt nicht nur ein Lutzi-Auftritt. Außerdem gibt es zweckgebundene Preisgelder in Höhe von 600 Euro aus dem Hause „Bizkuit Merchandise“ sowie diverse „Musiker-Rundum-Sorglos-Pakete“ aus dem Hause „fränkisches Energy“.


Handshake im Festival-Trubel: Taste of Affinity treffen Headliner Itchy Poopzkid. (Foto: RE ON TOUR)

„Wir freuen uns sehr auf unsere Teilnehmer und ihre kreativen Ideen“, so Stahl und Stürmer, die die Premiere im Frühjahr 2013 nach wie vor in allerbester Erinnerung haben. Eine Mischung „von Punk bis Schlager“ kündigten sie im Vorfeld des ersten Wettbewerbs an. Bewahrheitet hatte sich diese Prophezeiung am Ende nicht nur optisch. Der generationenübergreifend gefüllte Zuschauerraum kam voll auf seine Kosten und krönte zu guter Letzt sogar einen echten Überraschungssieger. Die Münnerstädter Band „Taste of Affinity“ spielte sich zielgenau in die Herzen ihrer Zuhörer. Nun freut sich das Orga-Team auf ähnlich schöne Stunden mit jeder Menge guter Musik und den Special Guests des Abends, „Scallwags“, die während der Stimmauszählung die Bühne beben lassen werden.

Los geht’s um 20.00 Uhr.

Die fünf Contest-Teilnehmer im Überblick:

EXPLODING HEAD SYNDROME (Elektro Rock aus Bamberg)
facebook: www.facebook.com/ehsyndrome
soundcloud: www.soundcloud.com/ehsyndrome
video: www.youtube.com/user/EHSYNDROME

50M FREISTIL (Indie-Rock aus Würzburg)
homepage: www.50m-freistil.de
facebook: www.facebook.com/50mfreistilband
soundcloud: www.soundcloud.com/50mfreistil
video: www.youtube.com/watch?v=4gt95RlyW8I

ROYAL FLUSH (Deutsch-Rock aus Schweinfurt )
facebook: www.facebook.com/pages/Royal-Flush/162220700599770
video: www.youtube.com/watch?v=MFlxyoZfRXA

RONZN UND DIE ZAUBERSCHNECKN (Deutsch-Punk/Rock aus Kronach)
facebook: www.facebook.com/pages/Ronzn-Und-Die-Zauberschneckn/163452610386398
reverbnation: www.reverbnation.com/ronznunddiezauberschneckn
video: www.youtube.com/watch?v=YsI9iKQN6ts

BASEMENT 99 (Rock-Pop aus Bad Kissingen)
facebook: www.facebook.com/Basement99
video: www.youtube.com/watch?v=C1oyh2FrbgQ

Special Guest SCALLWAGS:
homepage: www.scallwags.de
facebook: www.facebook.com/scallwags
video: www.youtube.com/watch?v=eGMB4j3F0us