Archiv für August 2014

local heroes 2014: Bandvorstellung „Evolution Circus“


Jede Band hat einen Traum: „Evolution Circus“ würden gerne mal mit den Funklegenden von „Towter of Power“ auf einer Bühne stehen. (Foto: Pressematerial)

Eine Frau in der Runde ist nie verkehrt

„Evolution Circus“ sind schön… richtig schön cool! Nichts anderes kommt dem Betrachter in den Sinn, wenn er einen ersten Blick auf die Bandfotos dieser Truppe wirft. Dem visuell vorausgeschickten Eindruck aus dem nicht minder schönen Bayerischen Wald gesellte sich für die Fachjury von „local heroes Bayern“ sogleich ordentlich musikalisches Knowhow hinzu. Diese Vier, die mussten unbedingt mit ins Landesfinale. Gesagt, getan: Unsere Nummer zwei im aktuellen Landesfinal-Countdown sind seit Ende 2010 aktiv. Erlebt haben sie seither so einiges. So durften sie sich unter anderem bereits mit den „Ohrbooten“ oder den letztjährigen „… und ab geht die Lutzi“-Headlinern „Itchy Poopzkid“ die Bühne teilen. Was sie über „local heroes“ denken, wie sie sich vorbereiten und worauf es ihnen ankommt, dazu haben wir das Quartett ausgiebig befragt.

Kerstin Artinger (Guitar/Back. Voc.), Micael Zubak Tan (Voc./Guitar), Felix Haller (Bass) und Christian Graßl (Drums /Percussion) sind ein eingefleischtes Team. Erst seit 2013 sind sie zu viert unterwegs, haben mit der Veröffentlichung ihrer CD „Sum of Pieces“ bereits einen Richtungswechsel in ihrer noch jungen Bandhistorie vollzogen. Sich selbst treu zu bleiben, das ist den jungen Musikern am wichtigsten. „Jeder von uns hasst es in eine Schublade gesteckt zu werden oder bestimmte Klischees erfüllen zu müssen“, sind sie sich einig. Harter Rocksound und dazu zwingend ein Karohemd samt auffälliger Tattoos? Das kommt für sie nicht infrage. „Jeder von uns gibt sich genauso wie er ist und jedem ist der Zusammenhalt unserer Truppe das absolut Wichtigste“, lautet ihr internes Erfolgsrezept.

Familiäres Zusammenspiel: „Wir ergänzen uns wunderbar“

Im Laufe der Zeit ist aus den Bandkollegen eine richtige „kleine Familie“ geworden – mit klar verteilten Aufgaben: „Felix zum Beispiel ist immer der große Kritiker und Technikmaster. Chris ist bemüht, immer total neutral zu sein und gute Laune zu verbreiten. Mic ist für uns alle wie ein kleiner Bruder, auf dem man aufpassen muss, weil er einfach zu verpeilt ist. Kerstin wiederum managed alles und sorgt dafür, dass auch was vorwärts geht“, beschreiben sie ihr perfektes zwischenmenschliches Zusammenspiel. „Abgesehen davon ist eine Frau in einer Männergruppe nicht verkehrt, da jede nur leicht angehauchte negative Stimmung sofort aus der Welt geräumt werden muss. Insofern würden wir sagen, ergänzen wir uns wunderbar.“

„local heroes“ ist für sie nun eine Möglichkeit, neue Leute kennen zu lernen, neue Fans zu gewinnen und Erfahrungen zu sammeln. Riesig war die Freude, vor einigen Wochen tatsächlich in den Top 6 gelandet zu sein. Seitdem steht der Vorsatz für ihren Auftritt im Wasserhaus. Am 20. September wollen sie die Jury und das Publikum davon überzeugen, dass sie „definitiv Mörder-Spaß daran haben“ an ihrem Sound zu basteln und das Publikum mitzureißen. Und das einfach, weil sie so sind, wie sie sind. „Evolution Circus“ gehen es locker und unverkrampft an. Ihre Darbietung kommt aus dem Bauch heraus: Auch in Hammelburg gibt es „keine einstudierten Ansagen oder ähnliches. Es kommt wie´s kommt!“ Einzigartigkeit scheint das Stichwort dieser Truppe zu sein.

Ein „local hero“ muss etwas zu bieten haben

Entsprechend ist auch ein „local hero“ für sie ein Musiker, der sich durch etwas auszeichne, was andere eben nicht hätten. Sei es der Sound, die musikalische Qualität oder eben die Art und Weise, wie er oder sie das Publikum begeistere. Dass sie das Zeug dazu haben, ist der Fachwelt bereits deutlich geworden. Im Februar 2014 ist die Band in den so genannten „BY-ON Pool“, ein Spitzenförderprojekt des Freistaates Bayern, berufen worden. Hierbei wählt der Freistaat durch eine hochkarätige Jury die seiner Meinung nach besten 15 bis 20 Bands Bayerns aus. Schon 2012 nahm „Evolution Circus“ am niederbayerischen „Music Star Award“ teil und gewann diesen auf Anhieb. Auch hier entschied die Jury: Thorsten Skringer, der Saxmann der „Heavy Tones“ (Stefan Raab), Gloria Gray (Entertainerin) und Patrick Eid. Besonders gefällt ihnen am „local heroes“-Konzept, dass eben nicht „wie bei vielen anderen, über Facebook gevotet werden muss.“ Schneller, da sind sie sich einig, könnte man die eigenen Fans gar nicht vergraulen, als sie ständig um ein „Like“ zu bitten. Einen Zusammenhang mit einer potentiellen musikalischen Qualität könnten sie bei einer solchen Vorgehensweise jedenfalls nicht erkennen.

„Wenn wir was machen – dann vernünftig!!!“

Doch genau jene wollen sie beim Landesfinale in Hammelburg zeigen – aber ohne sich zu verbiegen: „Wir werden spielen, wie wir immer spielen und wir werden gut drauf sein, wie wir es immer sind. Ob wir jetzt einen Bandcontest spielen oder ein normales Konzert, wir geben immer 100% und mehr, um die Leute zu begeistern.“ Dass Jury und Publikum ihren Fokus wahrscheinlich ganz unterschiedlich ausrichten, ist ihnen bewusst. Für sie ist deshalb klar: „Gewinnen kann man einen solchen Contest nur dann, wenn man auch davon überzeugt ist, dass dies möglich ist! Und immer noch am allerwichtigsten: AUTHENTISCH sein!!!“ An die Konkurrenz aus dem Freistaat wollen sie dabei übrigens gar nicht so sehr denken. „Wir wünschen jeder Band alles Gute und hoffen darauf, mit den ein oder anderen zusammen ein Bierchen trinken zu können“, so „Evolution Circus“, die allerdings schon jetzt ganz genau wissen, warum sie Bayern Anfang November beim Bundesfinale in Salzwedel unbedingt vertreten sollten: „Weil wir irre Bock drauf haben! Wenn wir was machen – dann vernünftig!!! :)

Und das wollen sie auch in Zukunft: „Die Erwartungen an uns selber sind sehr, sehr hoch. Wir sind eine absolut kritikfähige Band, da hört man nicht auf an sich zu arbeiten und zu checken, ob die neugewonnenen Erkenntnisse etwas gebracht haben“, lautet ihre Antwort auf die Ambitionen der kommenden Jahre. Ein passendes Label und Verlag, mit dem vierten Album in Händen, das dann auch noch gut läuft und eine ordentliche Tour obendrein, das wäre in den kommenden fünf Jahren schon was. Das „local heroes“-Team drückt jedenfalls die Daumen. Wir freuen uns auf ihre Visite im beschaulichen Hammelburg.

Text: Nicole Oppelt

Evolution Circus
(Pop / Funk / Alternative aus Regen)

LINKS:
www.bands.local-heroes.de/evolutioncircus
www.soundcloud.com/evolution-circus
www.facebook.com/evolutioncircus

local heroes 2014: Bandvorstellung „50m Freistil“


„50m Freistil“ freuen sich so sehr auf „local heroes“, dass sie sich offenbar schon einmal schlau gemacht haben: Sie wissen bereits, wie man von Würzburg zum Bundesfinale nach Salzwedel kommt! (Foto: Pressematerial)

„Hier steht tatsächlich das Können der Bands im Vordergrund“

Kaum zu glauben! Am 20. September geht „local heroes Bayern“ in Hammelburg bereits in die dritte Runde. Was Euch während des Landesfinales im Wasserhaus der Musikinitiative Hammelburg e.V. erwartet, wollen wir natürlich auch diesmal in einem exklusiven „Countdown“ präsentieren. Erneut haben wir bei unseren Top 6 nachgefragt und sind tiefer in das Innenleben der jungen Künstler eingestiegen.

Den Anfang des „Jahrgangs 2014“ machen „50m Freistil“ aus Kitzingen. Markus Henneberger (Gitarre), Dominik Henkel (Keys), Sebastian Stark (Vocals / Gitarre), Simon Metz (Bass) und Felix Schmidt (Drums) sind seit 2007 gemeinsam unterwegs. „Wärmstens zu empfehlen!“, urteilte bereits egoFM über diese Truppe, die 2010 ihr Debütalbum „Unikat“ vorlegte. Mittlerweile sind sie aus der fränkischen Musikszene nicht mehr wegzudenken.Und selbst im spanischen Oviedo konnte sich das Quintett bereits empfehlen.

Danach gefragt, was sie wohl als Gruppe auszeichnen mag, antworten diese ganz unumwunden: Es sind die „vielen verschiedenen Meinungen, aber ein großer Hang zum gemeinsamen Träumen.“ Entsprechend betrachten die Fünf auch local heroes als große Gelegenheit, voranzukommen. „Für uns bedeutet local heroes die Möglichkeit, sich von Fachleuten bewerten lassen zu können und direktes Feedback zu erhalten. Außerdem dürfen wir die besten jungen Bands aus Bayern und vielleicht auch Deutschlands kennen lernen, das ist doch was“, so die Band im Gespräch mit den Wasserhaus-Organisatoren.

local heroes hat den Fokus ganz klar auf Musik

Mit Band-Wettbewerben haben die Herren übrigens bereits Erfahrungen sammeln können. Positiv fielen diese aber nicht unbedingt aus. Umso schöner schien nun die Erkenntnis, dass local heroes schon bei der Vorauswahl mit einer Jury aus Fachleuten arbeite und diese auch im Verlauf des Contests immer beteiligt bleibe. Das Lob für den mittlerweile europaweiten non-profit Contest war entsprechend: „Hier steht also tatsächlich das Können der Bands im Vordergrund und es wird auf oft doch leicht zu manipulierende Online-Votings verzichtet.“ Was das Publikums-Voting angehe, habe jeder aus dem Publikum das gleiche Stimmrecht und müsse sich die eigene Geltung nicht erst durch Getränke oder sonstiges „erkaufen“. Alles in allem sei das eine von Grund auf „sehr fair gestaltete Sache mit klarem Fokus auf der Musik“.

„50m Freistil“ legen sich deshalb auch ordentlich ins Zeug. Die Vorbereitungen auf das Landesfinale im Wasserhaus fallen intensiv aus. Feilen will die Band vor allem an ihrer Setlist. Und das aus gutem Grund: „Da wir nur ein knappes Zeitfenster haben, um Jury und Publikum von uns zu überzeugen, werden wir alles daran setzen, ein Programm zusammenzustellen, das aus einer guten halben Stunde erinnerungswerte 35 Minuten macht.“ Ein Ziel, das ihrer Meinung nach jedoch für jeden ihrer Auftritt gilt: „Der Weg zum Gewinnen ist derselbe, der auch jeden guten Auftritt ausmacht“, sind sie überzeugt. „Wenn das Publikum nachempfinden kann, was man auf der Bühne und mit den Songs vermitteln möchte, dann ist der Funke erfolgreich übergesprungen und ergibt das Übrige. Einen Contest zu gewinnen und generell Musik zu machen sind sich da von vornherein schon sehr ähnlich.“

Jury und Publikum: „Beide Urteile sind wichtig und notwendig, um sich einordnen zu können“

So ähnlich offenbar, dass in dieser Runde der knallharte Konkurrenzgedanke so gar nicht recht aufkommen mag. Live hätten sie bisher noch keinen der Kandidaten im Vorfeld sehen können. Da es sich aber um die Top 6 Bands aus Bayern handle, seien wohl alle naturgemäß sehr stark. „Wir freuen uns einfach, Teil davon zu sein und sind sehr gespannt, was uns erwartet!“, so die jungen Musiker.

Da kommt es ihnen auch gar nicht in den Sinn, das Urteil von Jury oder Publikum vorzuziehen. Während die einen für musikalischen Sachverstand stünden, sorgten die anderen für die Atmosphäre und belohnten unmittelbar mit einer Reaktion. „Beide Urteile sind wichtig und notwendig, um sich einordnen zu können“, zeigen sich „50m Freistil“ vom Konzept der Stimmaufteilung überzeugt.

Die Musikini freut sich auf „50m Freistil“ und legt dem Publikum schon jetzt wärmstens ein Urteil aus der daily-X-Redaktion ans Herz. Diese beschreibt die Band nämlich wie folgt: „Vor allem die Texte sind es, die diese Band so außergewöhnlich machen. Irgendwie scheinen die Lieder nämlich immer ein Stück gefühlvoller, durchdachter und intelligenter zu sein, als das meiste, das man im Radio hört. Außerdem treffen die Refrains den Zuhörer oft direkt ins Herz, gehen ins Ohr und bleiben dort lange hängen.“ Wir wünschen Euch viel Spaß beim ersten Entdecken. Wir sehen uns am 20. September vor der Bühne!

Text: Nicole Oppelt

50m freistil
(Indie / Pop / Rock aus Kitzingen)

LINKS:
www.bands.local-heroes.de/50mfreistil
www.soundcloud.com/50mfreistil
www.50m-freistil.de