Archiv für August 2016

Bandcountdown H2OpenAir – Illustrators

„Stroboskop. Tanzschuhe. Bart“: Die „Illustrators“ sind wohl die smartesten Herren, die die Musikini derzeit zu bieten hat. (Foto: Pressematerial)

Erst 2012 gegründet, kommen unsere „Illustrators“ mittlerweile ganz schön rum. Ganz gleich, ob in Berlin oder auf dem „… und ab geht die Lutzi“, sie zeigen ordentlich Präsenz. Marcel Grosch (Gesang, Gitarre, Samples), Lukas Fuß (Bass), Marius Stürzenberger (Drums) und Maximilian Fuß (Gitarre, Synth) durchliefen das gleiche „Schicksal“, wie schon zahlreiche andere Musikini-Kollegen. Ihre Story liest sich wie folgt: „Durch die ziemlich zeitgleiche Auflösung von Mustache Madness und Bagdad on the Dancefloor waren wir alle auf der Suche nach einer neuen Band und durch die freundschaftlichen/musikalischen Verbandelungen und den ähnlichen Musikgeschmack haben wir recht schnell zueinander gefunden :-)

2013 gaben die „Illustrators“ ihr Debüt auf der legendären „… und ab geht die Lutzi“ in Rottershausen. (Foto: Musikini)

Gott sei Dank, möchte man heute sagen. Das sympathische Gespann freut sich mittlerweile aber nicht nur über „die vielen netten Worte nach unseren Konzerten“, sondern auch über eine erste EP. „Weitere Highlights waren der Gewinn des Recording-Days im John Lennon Bus, der von Thomann ausgeschrieben war und bei dem wir uns gegen 400 andere Bands durchgesetzt haben und der 2. Platz beim Local Heroes Bayernfinale 2014“, blickt das Gespann auf einige Höhepunkte ihrer noch jungen Bandgeschichte, zu denen natürlich auch der Sieg beim „Heimspiel“ 2014 zählt.

Was bedeutet es für sie eine Musikini-Band zu sein? „Gerade für neu gegründete Bands in ihren Anfangstagen bietet einem die Musikini durch Wasserhauskonzerte, Formate wie Rockcheck, usw. super Gelegenheiten, um erste Bühnenerfahrungen zu machen“, sind sie überzeugt. „Günstige Proberäume sind auch vorhanden. Im Gegenzug sollten natürlich der ein oder andere Helferdienst und ein generelles Engagement für den Verein selbstverständlich sein.“ Für sie ist der Verein jedoch mehr als das. „Die Musikini mit allem Drum und Dran ist unsere musikalische Wiege und wahrscheinlich einer der Hauptgründe weswegen wir immer noch so aktiv musizieren.“

Danach gefragt, welche ehemalige Musikini-Band ihnen noch in besonderer Erinnerung ist, fällt die Antwort eindeutig aus: „Die Taschenrocker“. „Schweißgebadete Liveshows mit geilen Gitarrenlicks von Colin, intelligenten und witzigen Texten von Hannes, dem Verve von Thanni und dem unwiderstehlichen Groove von Purzel :D “, so ihre Kurzbeschreibung dessen, was über Jahre Scharen von Wasserhaus-Gängern begeisterte.

Doch nicht nur die „Taschenrocker“ haben sich weiterentwickelt. Auch die „Illustrators“ streben technisch und „was das Songwriting angeht, hoffentlich für jedermann erkennbar nach vorne“. Stilistisch ging es für sie von Punk zu Rock/Grunge zu Indie(-Electro). „Tief im Herzen aber immer noch ein bisschen Punk ;-) “ Doch nicht nur für sie soll es weitergehen. Auch für die Musikini haben sie den ein oder anderen Tipp parat: „Die Kernthemen (Konzert-/Musikveranstaltungen, Musikalische Förderung) sollten weiterhin beibehalten werden. Eine Frischzellenkur beim Design der Flyer/Plakate und wieder mal ein musikalischer Kracher würden vielleicht mehr Aufmerksamkeit – v.a. bei den Jüngeren und Auswärtigen, erzielen“, sind sie sich sicher.

Und wie steht es mit Geburtstagswünschen für die Musikini? „Auf weitere 30 Jahre mit vielen tollen neuen Musikern (Eigengewächse und von anderswo) und denkwürdigen Partys!“

Alle Infos zu den Illustrators hier:
www.facebook.com/illustrators.music
www.soundcloud.com/illustratorsmusic

Text: Nicole Oppelt

Alle Infos zum H2Open Air hier.

Bandcountdown H2OpenAir – Mustache Madness

Wehe, wenn der Bart kommt! So lautete das Motto von „Mustache Madness“seit 2006. (Foto: Pressematerial)

Wehe, wenn der Bart kommt! So lautete das Motto seit 2006. Damals fanden sich Philipp Heilos (Vocals), Maxi Fuß (Guitar) Gregory „Gesse“ Nunez (Guitar + Synth), Mario Grosch (Bass) und Sebi Mützel (Drums) zu „Mustache Madness“ zusammen. Die Formation war schicksalshaft. „Zu dem Zeitpunkt haben sich fast alle unserer alten Bands aufgelöst. Da blieb uns nichts anderes übrig, reine Verzweiflung, sozusagen“, erinnern sie sich zurück. Immerhin: Gut vier Jahre hielten die gemeinsamen Bande, die sich irgendwann nach einem Auftritt im Kolpingheim in Hammelburg oder dem U&D Bad Kissingen auflösten.

Zurück ins Jahr 2010: „Mustache Madness“ spielen als Support von „Wrongkong“ im Wasserhaus. (Foto: Tatjana Simon)

Bis dahin war jedoch einiges los. Zu einem der schönsten Erlebnisse zählen sie bis heute ihren überraschenden Sieg bei der renommierten „First Act Night“ im Stattbahnhof in Schweinfurt 2009. Auch das Konzert mit der Nürnberger Electro-Pop Band „Wrongkong“ im Wasserhaus, das sie selbst mitorganisieren konnten, bleibt unvergessen. Mittlerweile sind die einstigen Bandkollegen verstreut. Mit dem einem hat man mehr, mit dem anderen weniger Kontakt. Auch die musikalischen Wege verliefen durchwegs unterschiedlich. „Manche sind der Musik treu geblieben und haben weiter fleißig Musik gemacht, andere haben sich ihr Instrument ins Zimmer gehangen und schauen rührselig auf die alten Zeiten zurück.“

„Die Musikini hat viele von uns in ihrer Zeit als Musiker von Anfang an begleitet“, so die Truppe rückblickend. „Daher sind wir sehr froh, dass es so etwas in unserer Umgebung gab. Hauptsächlich war man natürlich dort, um seinem Hobby als Musiker nachzugehen. Allerdings stand jeder von uns auch schon öfter mal hinter der Theke oder hat für einige Zeit auch einen Posten in der Vorstandschaft übernommen.“ Zurückblickend sei die Musikini für sei alle sehr wichtig gewesen. „Sie hat mit dem Wasserhaus einen Ort geschaffen, an dem man sich treffen konnte, die Möglichkeit hatte aktiv an Projekten mit zu arbeiten und einen Platz zum Proben hatte. Es war schon fast wie eine kleine Familie. Daran hat sich bis heute nichts geändert.“

Kaum zu glauben, auch diese Aufnahme liegt nun schon wieder mehr als sieben Jahre zurück. Damals spielten „Mustache Madness“ beim Indie Clash. (Foto: Musikini)

Am 10. September sind „Mustache Madness“ weitestgehend in Originalbesetzung zu erleben. Einzig „Gesse“ wird durch Marcel, Sänger der „Illustrators“, ersetzt. Für die Zukunft wünschen sie der Musikini vor allem eines: „Bleibt euch im Kern treu und schielt mit einem Auge auf den Zeitgeist. Zapfhähne in den Proberäumen wären darüber hinaus natürlich auch nicht verkehrt ;) Alles gute für die vielen Jahre, die der Verein noch weiter existieren wird.“

Weitere Songs von Mustache Madness hier:
www.backstagepro.de/mustachemadness

Text: Nicole Oppelt

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Bandcountdown H2OpenAir – Lay-Out

„Das müsste 1987 oder 1988 gewesen sein. Wir waren damals im Fotostudio Brand, direkt neben der ehemaligen Eisdiele“, erinnert sich Lay-out zurück. (Foto: privat)

Bereits 1984 wurde „Lay-out“ geboren. Zusammengefunden hatten sich damals Oliver Claßen (Gitarre, Gesang), Jürgen Peks (Gitarre, Gesang), Andy Hermanns (Gesang, Keyboard), Michael Eidel (Bass) und schließlich Mathias Uebel (Schlagzeug). „Wir haben alle in anderen Bands gespielt und uns irgendwie zusammengefunden“, erinnern sie sich heute „dunkel“ an die wirklich schon etwas länger zurückliegende Entstehung.

Etwa fünf bis sechs Jahre hielten die gemeinsamen Bande. „Die Aufnahmen im Tonstudio und natürlich jede Minute, die wir zusammen Musik machen konnten“, gehören aber bis heute zu den schönsten Erinnerungen der regelmäßigen Open Air- und Kolpingheim-Konzert-Band. Der letzte Gig, so spekulieren sie, dürfte „aber schon über zwanzig Jahre“ her sein. Das Wasserhaus entstand erst „nach ihrer Zeit“.

Die Gründung der Musikini haben „Lay-out“ allerdings hautnah miterlebt. „Unser Sänger (Andy Hermanns) müsste sogar Sprecher der Musikini gewesen sein.“ Und wie sind die Bande heute? „Da wir ja nach über zwanzig Jahren erst letztes wieder begonnen haben, aus Spaß Musik zu machen, ist wohl im Moment der George der einzige, der eine Beziehung zur Musikini hat. Weil er der einzige aktive Musiker in Hammelburg ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.“

„Wir haben beim Hammelburger Weinfest auf der Bühne im Zelt gespielt“, sagen Lay-out. Das war damals auf den Bleichrasen, wo jetzt die neuen Parkplätze sind. (Foto: privat)

Zum Geburtstags-Open-Air findet nun also nicht nur eine musikalische, sondern auch eine private „Zusammenführung“ statt. Teils hätten sie sich ewig nicht mehr gesehen bzw. hauptsächlich über Facebook Kontakt. „ Unser Sänger lebt ja sogar auf Menorca“, berichten sie. Besuch von einem seiner ehemaligen Bandkollegen erhält dieser aber immer noch. Dann werden meistens die alten Songs angehört, oder man sitzt mit der Gitarre am Strand und spielt einfach drauf los.

Am 10. September wird es nun für Andreas Hermanns, Jürgen Peks, Mathias „George“ Übel, Bernhard „Felix“ Schramm, Frank Leumer und Ingo Wählisch noch einmal „ernst“. Gemeinsam wollen sie „Lay-out“ wieder aufleben lassen. Bis dahin wünschen sie aber erst einmal: „Alles Gute und auf die nächsten 30 Jahre.“

Text: Nicole Oppelt

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Bandcountdown H2OpenAir – Nightmare

„Nightmare“ ist Kult. Die Truppe um Sänger Klaus war gern gesehener Open Air-Act. Hier beim Castle Rock 2004. (Foto: Pressematerial)

Sie sind unbestritten DIE Urgesteine des diesjährigen Geburtstags-Open Airs! „Nightmare“ formierten sich bereits im Jahr 1980 und damit weit vor der Zeit der meisten aktuellen Wasserhausgänger. Gegründet wurde die Band einst von Christof (Drums), Michael (Percussion), Thomas (Gitarre), Uwe (Bass) und Klaus (Gitarre, Gesang). „Schuld“ daran hatte jedoch ein Außenstehender, sinniert Frontmann Klaus. „Ein gemeinsamer Freund brachte uns, alle schon vorher musikalisch aktiv, zusammen.“ Und auch am 10. September rocken sie nicht allein. Die Musiker wollen in Original-Besetzung, aber „mit Gästen an Gitarre und beim Gesang“ auftreten.

Raue Kulisse: „Nightmare“ zog es 1989 in den hiesigen Steinbruch. Wir finden, dieses Bandfoto kann sich noch heute sehen lassen. (Foto: Pressematerial)

„Unser letzter öffentlicher Auftritt war 2006 im Wasserhaus“ erinnern sich die Musiker. Daneben gab es aber viele weitere, schöne Momente, wie etwa das „Konzert bei der Lichterkette gegen Fremdenfeindlichkeit in Bad Kissingen“ und eigentlich „jedes Open Air, bei dem wir mitgespielt haben“.


Nach wie vor sehen sich die Bandkollegen regelmäßig und sind weiterhin im Studio aktiv. Auch den Draht zur Musikini haben sie nie verloren. „Es ist eine gute Möglichkeit, Konzerte in unserer Nähe zu besuchen und Leute zu treffen“, stellen sie die Vorzüge des nahen Wasserhauses heraus. Die Bande zum Verein reichen aber tatsächlich weitaus tiefer. „Uns verbindet mit der Musikini, dass Christof langjähriger Vorsitzender war und die allererste Aktivität der Musikini die Übernahme des Barbetriebs bei einem von ‚Nightmare‘ im Kolpingheim Hammelburg veranstalteten Konzert (1986) war.“ Doch dem nicht genug. Zu verdanken haben wir „Nightmare“ auch das ein oder andere im Wasserhaus gedrehte Musikvideo wie z. B. „Punk Angel“ oder „Countdown“.


„Nightmare“ feat. Gung Fu-Sängerin Sandra Prockl im damals frisch fertig gestellten Wasserhaus. Ob es zum großen Jubiläum ein Wiedersehen dieser beiden Parteien gibt? Schön wär’s!

Zum 30. Geburtstag wünschen sie sich vor allem eines: „Unser Wunsch wäre, dass die Musikini weiterhin ein breites musikalisches Spektrum bei ihren Konzerten abdeckt und ansonsten weiter rockt wie bisher!“ Für das Open Air prognostizieren sie unterdessen nicht weniger als ein echtes „musikalisches Feuerwerk“.

Video Nightmare live beim Open Air 1985:

Weitere Infos, Songs und Videos zu Nightmare hier:
www.nightmare-cb.de

Text: Nicole Oppelt

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Bandcountdown H2OpenAir – The Diapers

Alte Liebe rostet nicht. Die Abschiedsparty im Kolpingheim 2009 war auch für „The Diapers“ die Gelegenheit, noch einmal aufzuspielen. (Foto: RE ON TOUR)

Ganz klar, „The Diapers“ sind für viele eine der Musikinibands schlechthin. Alles angefangen hat für sie bereits im Jahr 1993. 23 Jahre später sind Tina (Gesang), Radek (Gitarre, Violine), Sascha (Gitarre, Gesang), Joachim (Bass) und Alex (Drums) noch immer „am Start“.

Ihre Entstehungsgeschichte gehört zugegebenermaßen zu den „Musikini-Klassikern“. Denn „zusammengewürfelt“ haben sie sich aus verschiedenen Bands wie etwa „Die Kreissägen“, „The Holy Diapers“ oder auch der Schulband der Realschule Hammelburg. Bis ins Jahr 2000 dauerte der gemeinsame musikalische Weg. Anlässlich des Abschiedskonzerts im Kolpingheim im Jahr 2009 kamen sie aber noch einmal für einen Abend zusammen. Teilweise machen sie noch Musik zusammen, etwa bei „Earmachine“, ansonsten sind sie verstreut (Paris, Frankfurt). In Kontakt stünden sie nach wie vor. „Wir waren und sind immer noch Freunde“, betonen sie heute. Und das sei schließlich das Wichtigste.

Zurück ins Jahr 1997: „Wir haben Bandfotos gebraucht und hatten keine Lust auf die typischen Fotos ‚Band vor einer Wand‘“, erinnert sich Sascha. Kurzerhand wurde die Couch aus dem Proberaum auf die Straße Richtung Marktplatz geschleppt und abgedrückt. (Foto: privat)

Zu ihren schönsten Erlebnissen im Zusammenhang mit der Musikini zählen unbestritten die Open-Airs „Castle Rock“. An weiteren Erinnerungen wird jedoch fleißig gestrickt. Denn: Nach wie vor sind sie im Verein aktiv, tauschen sich untereinander aus und treffen sich im Proberaum. Im Vorstand seien ohnehin fast alle einmal gewesen. „Die Atmosphäre und der Zusammenhalt hat sich ein wenig verändert – aber dennoch leistet die Ini nach wie vor wichtige Arbeit für die lokalen Musiker“. Aus Radek wurde ein professioneller Orchestermusiker. Dieser ist mit seinen Bandkollegen natürlich auch am 10. September zu sehen. Einzig Joachim Karl wird ausnahmsweise von Ingo Grimm am Bass ersetzt.

„Respekt, was in den letzten 30 Jahren ehrenamtlich gestemmt wurde (Open Airs, Wasserhaus etc). Dieser wichtige Beitrag ist mittlerweile fester Bestandteil in Hammelburg.“ Der Musikini wünschen sie nun am Ball zum bleiben. Es gelte, den direkten Kontakt zu lokalen Musikern zu finden und auch mal Workshops anzubieten. „Wir hoffen, das dies weitere viele Jahre erhalten bleibt damit gute handgemachte Musik gefördert wird – Happy Birthday!“

Text: Nicole Oppelt

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