Archiv für Oktober 2016

local heroes 2016: Jetzt steigt die Rock‘n'Roll-Gala!

Am 5. November heißt es auf zum Jubiläums-Bundesfinale im Kulturhaus von Salzwedel

Ein Vierteljahrhundert „local heroes“: Was wäre die bundesweite Kulturlandschaft ohne die vielen unermüdlichen Newcomer-Bands. (Foto: Christoph Eisenmenger)

Geburtstage sind zum Feiern da – das weiß man auch bei Deutschlands größtem „Non-Profit-Newcomercontest“. Das Team um „local heroes“-Chefin Julia Wartmann begeht das 25-jährige Jubiläum bereits seit dem Sommer. Die finale Party zum „Wiegenfest“ von „Aktion Musik/local heroes e.V.“ wird nun fulminant. Satte 13 Bundesländer schicken ihre besten Nachwuchsmusikerinnen und -musiker in die Hansestadt. Und so viel sei schon jetzt verraten, nicht nur die musikalische Bandbreite lässt an diesem Abend aufhorchen.

Wie kann man 25 Jahre „local heroes“ am besten präsentieren? Schon lange, bevor das Bundesfinal-Datum in greifbare Nähe rückte, rauchten bei Julia Wartmann und ihrem Vorgänger, „local heroes“-Urgestein Dieter Herker, die Köpfe. Der Termin im Kulturhaus von Salzwedel ist schon lange der Höhepunkt aller Anstrengungen, die Veranstalter, Musikerinnen und Musiker sowie alle übrigen Organisatoren binnen zwölf Monaten auf sich nehmen, um Deutschlands Newcomer eine standesgemäße Plattform zu bieten. Schon Wartmanns Debüt im Jahr 2015 erschien vielen eine „runde Sache“. Zum Geburtstag, da waren sich alle einig, musste aber Neues her.

Viele, kleine Momente – local heroes wird erlebbar

„Das Publikum soll noch stärker abgeholt werden und noch mehr über ihre Bands, aber auch über die Bands der vergangenen 25 Jahre erfahren“, erklärt Julia Wartmann die Zielsetzung für das Bundesfinale 2016. „Deshalb haben wir uns für dieses Jahr ein paar Überraschungen ausgedacht.“ Zum einen wird es eine Interviewbühne im TV-Studio-Format geben, auf der alle Bands einen Unplugged-Song spielen und sich im Gespräch noch einmal vorstellen. Durchgeführt wird diese dann auch von Profis, dem Musikfernsehen „pop10“, gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und gesponsert von der SWM Magdeburg.

„Wir sind Fans von großen Bildern. In unseren Texten badet man in einem Meer aus Metaphern“, sagen „Peak City“ über ihre Songs, die viel Raum für Interpretation lassen. Die Berliner nahmen 2015 am Wettbewerb teil und gewannen den Jurytitel. (Foto: Christoph Eisenmenger)

Der von Wartmann ausgelobte Rückblick anlässlich des Jubiläums ist Programm: „Für die jungen Musiker soll es ein richtiger Gala-Moment sein, aber eben eine Rock‘n'Roll-Gala.“ Denn auch die Gäste im Kulturhaus sind eingeladen, sich mit in das „Fernseh-Studio“ zu begeben und anschließend entlang des „Roten Teppichs“ mit der eigens installierten Pressewand bis hin zur großen Bühne im Hauptsaal zu bewegen. „Dort erwarten die Besucher dann den Showcase ihrer jeweiligen Lieblingsband und zwölf andere tolle Künstler aus ganz Deutschland“, beschreibt die Chefin das Konzept. Freuen kann sich das Publikum in diesem Zusammenhang auch auf einen ganz besonderen Moderator. Am Mikro stehen wird kein Geringerer als der aus Magdeburg stammende ProSieben-Moderator Maurice Gajda. „Maurice ist mit pop10 und darüber dann auch mit local heroes aufgewachsen“, erklärt Julia Wartmann. „Dass er jetzt das große Finale moderiert und parallel sein erstes Musikfernsehen im Foyer präsentiert wird, ist für uns eine tolle Sache. Denn damit schließt sich der Kreis.“

Er moderiert bei ProSieben, Radio Fritz und seit kurzem bei MDR Sputnik. 2016 lässt es sich Maurice Gajda aber nicht nehmen, auch das „local heroes“-Bundesfinale unter seine Fittiche zu nehmen. (Foto: Katja Kuhl)

„Wir versuchen also durch viele kleine Momente 25 Jahre local heroes erlebbar zu machen“, so die Medien- und Musikmanagerin, die erst vor wenigen Wochen im Landtag von Sachsen-Anhalt eine umfassende Ausstellung* zum Thema eröffnet hat. Teile davon kann das Publikum nun auch im Kulturhaus sehen und erleben. „Wir arbeiten intensiv mit Bildern und Videos aus diesen Jahren, um daraus eine echte Show zu machen.“

Große Freude bei Julia Wartmann und Dieter Herker: Im September 2016 gastierte im Landtag von Sachsen-Anhalt die multimediale Ausstellung „25 Jahre Popmusikgeschichte. Sie geht nun auf Wanderschaft. (Foto: Christoph Eisenmenger)

Promi-Gast in der Jury: Dennis Poschwatta gibt sich die Ehre

Wie in jedem Jahr, so hat das „local heroes“-Team auch 2016 für eine hochkarätig besetzte Jury gesorgt. „Zum Geburtstag gibt es hier natürlich auch ein Highlight“, freut sich die junge Dame an der Spitze schon jetzt auf Dennis Poschwatta, Schlagzeuger und Mitgründer der „Guano Apes“. Auch sie wurden vor 20 Jahren mal zu den „local heroes“ erkoren.

„Jede Band muss irgendwann aus dem Proberaum, auf einer Bühne stehen und sich einem großen Publikum präsentieren. Local heroes bietet hierfür die richtige Plattform. Wer nicht mitmacht, hat selber schuld“, sagt Juror Dennis Poschwatta (Guano Apes). (Foto: Pressematerial)

Daneben werden die Nachwuchsbands erneut von einer bunten Mischung „alter Bekannter und neuer Gesichter“ betreut und in Augenschein genommen. „Ich wurde gleich mit der ersten Band komplett überrascht”, freute sich „Emil Bulls“-Manager Niko Tsagarakis 2014. Nach kurzer Pause kehrt er nun in die Jury zurück. Deutschlandradio Kultur schickt Redakteur Martin Risel und auch die erfahrenen „local heroes“-Juroren, der Veranstalter und DJ Alex Ninow sowie Jorin Zschiesche, Captain von RecordJet, freuen sich auf ihre diesjährige Aufgabe. Neu in der Runde ist zudem Scout und Marketing-Expertin Aslı Kaymaz von der Chimperator Live GmbH, die die „local heroes“-Gewinner 2014 „Konvoy“ quasi direkt nach dem Bundesfinale unter Vertrag genommen hat. Das intensive Coaching wird 2016 abermals von David Pfeffer und Felix Mannherz übernommen. Das Duo startet seine Arbeit bereits am Freitag.

Mit vollem Einsatz dabei: Erneut übernimmt David Pfeffer zusammen mit Felix Mannherz das begleitende Bandcoaching. Hier ist der Musiker im Gespräch mit „Meilenläufer“, die er 2015 in Augenschein nehmen durfte. (Foto: Dani Red)

Nachhaltige Preise im Wert von rund 15.000 Euro

Selbstredend hält das Bundesfinale 2016 erneut eine Fülle von Preisen für die Teilnehmer bereit. Insgesamt, bilanziert Wartmann, erwarten die Bundesfinal-Bands Preise im Wert von rund 15.000 Euro. Das Gros kommt von IMG Stageline, die vor allem Ton-Equipment zur Verfügung stellen. Daneben ist unter anderem auch das oberfränkische Musikhaus Thomann mit dabei. „Als Förderpreis vom Ministerium für Kultur in Sachsen-Anhalt wird es wieder ein Musikvideo geben“, stellt Julia Wartmann in Aussicht. Einer der „tollsten Preise, den wir jemals vergeben haben“ sei ihrer Ansicht nach aber ein Gewinn aus dem Hause ROLAND, der den Nachhaltigkeits-Gedanken von „local heroes“ par excellence erfüllt. Für die Gewinner geht es nämlich für ganze zwei Tage ins „Artist Center“ nach Berlin. Dort existiert ein kompletter Showroom mit Roland-Technik, in dem sich die Gewinner ausprobieren können. Die Nachwuchsmusiker werden in dieser Zeit aber auch umfassend gecoacht. Zum einen berät das „local heroes“-Team, welche Potentiale ein solcher Titel mit sich bringt. Roland gibt Einblicke in das Thema „Endorsement“. Daneben finden ein Strategie-Gespräch und unter anderem Schnupper-Termine bei internationalen bekannten Unternehmen der Musikwirtschaft statt. „Wir geben den Siegern die Möglichkeit, sich abgesehen vom Proberaum intensiv mit der Band zu beschäftigen und zu erfahren, was man tun muss, um von der eigenen Musik leben zu können, wenn sie das wollen“, erklärt Wartmann. Das Ziel ist klar: Es gilt, so viel zu erleben und kennen zu lernen wie möglich, um am Ende des Tages etwas für die eigene Band mitnehmen zu können.

Große Nähe – Musiker und Organisatoren arbeiten eng zusammen

Dass diese Preise allerdings auch verdient werden müssen, versteht sich von selbst. In ihren 20 Minuten Spielzeit wird von den jungen Leuten alles abverlangt. Unterstützt werden sie dabei vom einmalig zurückgekehrten Produktionsleiter Tobias Huwe. Der 23-Jährige hat in der Vergangenheit bereits die Offenen Bühnen des Wettbewerbs betreut und zeichnet heute bei der undercover GmbH für große (Stadion-)Konzerte verantwortlich.

„local heroes“ ist mehr als nur eine gigantische Summe an Einzelkonzerten. Der langjährige Wettbewerb schafft ein Zusammengehörigkeitsgefühl, wie es sonst kaum eine Institution auf die Beine stellt. (Foto: Christoph Eisenmenger)

Außerdem erhalten sie auf den „local heroes“-Bühnen, neben der jahrelang erfahrenen und eingespielten Crew von Kupfermusik aus Salzwedel, Coaching-Unterstützung vom Profi-Ausstatter PROTONES, um im Gesamtpaket ein Auftrittsgefühl zu erfahren, wie es die Profis auf Festivals genießen. Unter anderem gibt es so erstmals für jede Band einen Soundcheck. „Damit schaffen wir nicht nur noch fairere Auftrittsbedingungen, sondern auch ein Mehr an Qualität“, ist Julia Wartmann überzeugt. Denn aus jeder Band könne man so das Bestmögliche herausholen.

Und da geht noch einiges, ist das „local heroes“-Team überzeugt. Gemeinsam mit Dieter Herker hat sie in diesem Jahr die Runde gemacht und sich fast alle Landesfinalshows angesehen, um die Musiker schon frühzeitig kennen zu lernen. Immerhin, ganze 1400 Newcomer stellten sich in der Runde 2016 dem Wettbewerb. Mit dabei sind so viele Duos wie nie zuvor – unter anderem „John Apart“ aus Brandenburg, „About Beliveau“ aus Nordrhein-Westfalen oder „camou“ aus Mecklenburg-Vorpommern. „Das kennen wir so noch gar nicht“, freuen sich die beiden Reisenden. Mit „Kyonic“ aus Niedersachsen könne man dieses Jahr seit langem auch wieder eine Rock-Metalband in der Runde begrüßen. Mit „Van Holzen“, die „Play Live“-Gewinner aus Baden-Württemberg, gibt es auch eine sehr junge Band im Teilnehmerfeld. Die Musiker sind im Schnitt erst 16 Jahre alt. Noch ist aber alles offen. „Wir sind wirklich gespannt, wie die einzelnen Kandidaten am Ende abschneiden werden.“

„local heroes“ steckt voller Überraschungen. Publikum und Jury können sich schon jetzt auf viele Sternstunden freuen. (Foto: Christoph Eisenmenger)

Neben der musikalischen Bandbreite lobt Wartmann besonders die hohe Disziplin der Teilnehmer, die sich intensiv vorbereiten, proben und mit Blick auf das Finale zahlreiche Fanbusse organisierten. Man sei schon im Vorfeld eng zusammen gewachsen und arbeite entsprechend miteinander. Die jungen Leute fühlten sich ernst genommen und gut aufgehoben. „Es existiert schon jetzt eine unheimliche Nähe. Sie spüren, dass wir nicht nur eine Auftrittsplattform, sondern ein Netzwerk sind, das Austauschmöglichkeiten und Ansprechpartner bietet – und genau diese zukunftsorientierte Ausrichtung macht local heroes aus.“

„Wir wollen unseren Auftritt in Salzwedel nicht dem Zufall überlassen.“

Und wie steht es bei den jungen Teilnehmer selbst? Bei ihnen steigt dieser Tage natürlich die Anspannung. „Aus dem local heroes Wettbewerb sind viele bekannte deutsche Bands hervorgegangen, welche uns musikalisch sehr inspirieren. Wir haben die diesjährigen Nominationen verfolgt und sind beeindruckt von der hohen Qualität und Professionalität der beteiligten Bands sowie der Organisation und des Marketings durch den Verein“, sagen etwa „Back To Rock Bottom“ aus Sachsen. „Wir wollen unseren Auftritt in Salzwedel nicht dem Zufall überlassen. (…) Für uns ist der 5. November unser letztes großes Highlight in diesem Jahr, weshalb sich unsere komplette Bandarbeit auf diesen Tag ausrichtet.“

Juror Jorin Zschiesche, Captain von RecordJet, ist ein „alter Hase“ in Sachen „local heroes“. Auf sein Gespür für Talent und Trend ist Verlass. (Foto: Dani Red)

Auch „Bolte“ aus Sachsen-Anhalt fiebern dem Termin entgegen. „local heroes ist für uns der Inbegriff von fairer, musikerorientierter und liebevoller Handarbeit zur Erhaltung der immer weiter verdrängten Livemusikszene junger Leute. (…), der Wettbewerb haut uns von der Betreuung, Organisation und Professionalität einfach um. (…) Für uns ist es eine große Chance vor motiviertem Publikum, mit sehr erfahrenen Technikern und unter dem Urteil fairer und konstruktiver Kritiker zu stehen.“ Weiter im Süden der Republik zeigt sich ein ähnliches Bild. „Wir werden an den Feinheiten von unserem Set arbeiten um dieses noch zu optimieren. Des Weiteren werden wir uns Gedanken machen, wie wir unser Live Gefühl von den kleinen Bühnen auf die große Bühne in Salzwedel transportieren können“, sagen „Box Of X“ aus Hessen. „Unseren Fans wollen wir mit diesem Auftritt danken und ihnen das wiedergeben was sie uns mit ihrem Support bisher gegeben haben. Wir werden uns bis zum Salzwedel Auftritt noch die ein oder andere Überraschung für unsere Fans überlegen.“

Das bisherige Wettbewerbs-Fazit fällt bei allen Teilnehmern ähnlich aus. „John Apart“ aus Brandenburg bringen es jedoch prägnant auf den Punkt: „local heroes spricht in dem Sinne ja schon für sich. Kein Contest kann mit der Idee und der Umsetzung mithalten. Es geht nicht um das gegen-, sondern das miteinander.“

Los geht’s um 17.00 Uhr!

HIER die Teilnehmer des „local heroes“-Bundesfinals 2016 noch einmal im Überblick

Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung

*Die „local heroes“Austellung kann ausgeliehen werden. Voraussetzung hierfür ist die Anbindung an ein pädagogisches Konzept. Angesprochen werden sollen Schulen, die auf diesem Wege 25 Jahre Pop-Geschichte auf multimediale Weise vermitteln können. Das dazugehörige Material wird von „local heroes“ vorbereitet.

Text: Nicole Oppelt

RockCheck 2016: Sanfte Klänge und voller Körpereinsatz

Am Samstag bot die Musikinitiative Hammelburg e.V. den unterfränkischen Künstlern eine Bühne

(Illustrators, Foto: Musikini)

Bereits zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hatten Gäste des Wasserhauses in Hammelburg Gelegenheit, musikalische Vielfalt zu erleben. Erst Mitte September holten die Verantwortlichen aktuelle und ehemalige Bands im Zuge eines Geburtstags-OpenAir auf die Bühne. Am vergangenen Wochenende zeigten sie im Rahmen des traditionellen „RockCheck“, welche Potentiale in der Region tatsächlich schlummern. Gekommen waren junge Musiker der Musikinis aus Bad Neustadt a.d.S., Würzburg, Hassfurt und Schweinfurt. Und die zeigten: Abwechslung ist in Unterfranken nach wie vor Trumpf. Im Gepäck hatten sie alles, von ruhigen Duetten bis hin zu durchschlagenden Klängen, die lange nachwirkten.

(Avy, Foto: Musikini)

Den Auftakt machte das noch junge Duo „Avy“ aus Bad Neustadt. Die beiden kennen sich schon länger aus der Schule und taten sich dann zusammen, um gemeinsam Musik zu kreieren. Mit ihren gefühlvollen Indie-Balladen verzauberten die beiden das Publikum. Ihr Set hatten sie, wegen der kurzfristig organisierten Teilnahme am „RockCheck“, spontan zusammengestellt. Ihre ersten Auftritte genossen „Avy“ im heimischen „Juze“ in Bad Neustadt. Gerade junge Musiker profitieren von Veranstaltungen wie dem „RockCheck“, da es eine gute Möglichkeit ist, Tipps von erfahreneren Bands zu erhalten und auch mit anderen Veranstaltern zu arbeiten. Für Avy war es auch eine interessante Situation, da sie mit ihrem ruhigeren Tenor einen großen Unterschied zu den nachfolgenden Bands mit doch härterer Gangart darstellten. Dies kam bei den Zuhören sehr gut an.

(Crash Kidz, Foto: Musikini)

Im Anschluss zeigten die alten Hasen von „Crash Kids“, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Die rockige Musik, fand schnell Gehör bei den Zuhören. Dass die Jungs vor allem zum Spaß gemeinsam unterwegs sind, merkt jeder, der sie performen sieht recht schnell, da sie das Publikum mit vollem Körpereinsatz daran Teil haben lassen. Die Band aus Würzburg legte gleich zu Beginn einen rockig-harten Start hin, um die Manier der folgenden Bands zu unterstreichen. Übrigens, dies war bereits der fünfte Auftritt der „Crash Kids“ im Wasserhaus.

(Fun Goth, Foto: Musikini)

Die Hassfurther „FunGoth“ heizten die Stimmung mit ihrem schnellen, an den klassischen drei-Akkorde-Punk angelehnten Punkrock, weiter an. Von der kurzen Spielzeit von 30 Minuten ließen sie sich nicht abhalten und spielten die wichtigsten Lieder ihres Grundsets. Auch sie sehen im „RockCheck“ eine gute Möglichkeit, junge Bands mit Gigs und Ratschlägen zu unterstützen.

(Illustrators, Foto: Musikini)

Für einen musikalischen Tenorwechsel sorgten dann die hauseigenen „Illustrators“. Sie überzeugten in altgewohnter Weise mit ihrem Elektro-Indie und einer Auswahl ihrer besten Songs. Seit nun gut vier Jahren stehen die Jungs gemeinsam auf der Bühne. Sowohl auf der heimischen „Stage“ im Wasserhaus also auch anderen Bühnen in Deutschland ist die Truppe zu sehen. Zuvor spielte die Band bereits auf dem „RockCheck“ in Bad Neustadt.

(Goregonzola, Foto: Musikini)

Zum Abschluss ließen es „Goregonzola“, die Grindcore-Band aus dem Raum Bamberg-Schweinfurt, noch einmal richtig krachen. Die Band entstand auf Grund einer Schnapsidee auf einem Festival, wobei das ursprüngliche Demo-Tape vom Gitarristen selbst in Eigenregie eingespielt wurde. Nach Zusage einer Konzert-Anfrage, begab er sich auf die Suche nach den restlichen Bandmitgliedern. Eigentlich war diese Band nur für einen Gig gedacht, doch nach sieben Jahren und dem zweiten Album erfreuen sich die sympathischen Musiker immer noch reger Beliebtheit. Das dritte Album lässt übrigens nicht mehr lange auf sich warten. Das Fazit dieser Band geht mit den vorherigen ein her und spiegelt die positive Grundhaltung dem RockCheck gegenüber wider.

Text: Musikini

Live und in Farbe

Am 22. Oktober steigt im Wasserhaus das Gipfeltreffen der Musik-Talente

Die Illustrators glänzten zuletzt beim Jubiläums-OpenAir der Musikini. (Foto: Pressematerial)

Netzwerken – das ist nicht nur eine Sache des Internets. Die Musikinitiative Hammelburg e.V. beweist das seit rund 30 Jahren. Nach ihrem fulminanten Geburtstags-OpenAir Anfang September, nutzt der Verein nun abermals die Gelegenheit, Talente zusammen zu führen. Der so genannte „RockCheck“ gilt seit langem als der Treffpunkt der Nachwuchs-Szene.

Was ist gerade angesagt? Wer ist ein echter Geheimtipp? Und was sollte man definitiv nicht verpassen? Nicht zuletzt dank sozialer Medien ist es heute oft ein Leichtes, auf dem Laufenden zu bleiben. In der Musikini Hammelburg ist man jedoch überzeugt: „Nichts geht über das echte Live-Erlebnis!“

Goregonzola (Foto: Pressematerial)

Bereits seit 1995 bietet der jährlich stattfindende „RockCheck“ eine hervorragende Gelegenheit, sich ein Bild über die musikalischen Anstrengungen der Region zu machen. Und das in wechselnder Location und vor allem ohne Unterbrechung. Dieses Mal wird das Bandfestival der in der IG-Rock Unterfranken e.V. zusammengeschlossenen Musikinitiativen erneut in Hammelburg ausgetragen. Neben den hauseigenen „Illustrators“ haben nun die Musikinitiativen aus Hassfurt, Würzburg und Schweinfurt „herausragende Bands“ in die kleine Weinstadt entsendet.

Mit dabei sind unter anderem „Fun Goth“ von der Musikinitiative Hassberge e.V., die das Hammelburger Publikum erstmals von ihrem so genannten „Gothic Fun Punk“ überzeugen möchten. Was sich dahinter verbirgt, ist schnell erklärt. Denn die Punkrocker aus Sylbach wollen in erster Linie eins, mit „sozialkritischen bis völlig sinnbefreiten Texten vor allem Spaß machen“.

Crash Kidz (Foto: Pressematerial)

Neben dieser musikalischen Premiere gibt es natürlich auch wohlbekannte Gäste: „Goregonzola“ reisen abermals aus Schweinfurt an, um im Wasserhaus ordentlich Gas zu geben. Für alle, die diese Herren noch nicht kennen: Hier die vielversprechend klingende Selbstbeschreibung der Festival erfahrenen Musiker: „Goregonzola sind fünf geschmacksneutrale, teils übergewichtige Franken, die ihrer Liebe zu schneller, harter und arschtretender Musik nachgehen.“ Abgerundet wird der Abend mit der Würzburger Formation „Crash Kidz“, die bestens bekannte Truppe versorgt das „RockCheck“-Publikum abermals mit ihrem bereits seit 2003 kultiviertem Garage Rock

Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung

Text: Nicole Oppelt