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„ab geht die Lutzi“: Ehrenamt aus Überzeugung

Am vergangenen Samstag durften es sich die vielen fleißigen Helfer des „ab geht die Lutzi“-Festivals in Rottershausen selbst einmal gutgehen lassen

Für ihre „Lutzi“ geben die Helfer vollen Körpereinsatz. (Foto: Lutzi-Crew)

Das Team des „ab geht die Lutzi“ nutzte des diesjährige Helferfest nicht nur, um seine beachtliche Unterstützergemeinschaft zu würdigen. Traditionell wurden auch diesmal ausgesuchte Institutionen und Vereine mit fast 3000 Euro an Spendengeldern bedacht. Knapp drei Monate nach der neunten Festival-Ausgabe ist zudem klar, die „Jubiläums-Lutzi 2019“ wird deutlich wachsen.

„Die Lutzi aufzuziehen, das ist nicht immer einfach. Gefühlt sind eine Million Helfer nötig, um das Ganze zu stemmen“, so das Fazit des „ab geht die Lutzi“-Orga-Teams rund um Christian Stahl und Klaus Schmitt. 2018, so fassen sie zusammen, sei für die gesamte Mannschaft ein „sehr anstrengendes Jahr“ gewesen. Nicht nur das Wetter schlug Kapriolen, auch der überraschend große Ansturm auf dem Campinggelände verlangte ihnen einiges ab.

„Musik für alle!“: Am „ab geht die Lutzi“-Festival kommt kaum ein Musikfreund aus der Region mehr vorbei. (Foto: Lutzi-Crew)

Wie viele Menschen hinter den Kulissen für den reibungslosen Ablauf dieser für das kleine Rottershausen nun wahrhaft riesigen Veranstaltung sorgen, wurde am vergangenen Samstag deutlich. Gut 350 Personen bevölkerten das Festival-Areal des Sommers und ließen es sich bei Pizza, Pulled Pork-Burgern, Cocktails und jeder Menge guter Musik einmal so richtig gut gehen. Verdient hatten sie sich diese „Mini-Lutzi“, wie Christian Stahl das diesjährige Helferfest betitelt, allemal. Neun Jahre hintereinander haben sie mit ihrer Vision von einem gelungenen Festival Erfolge feiern können, sich stetig mehr Reputation beim Publikum als auch Künstlern internationalen Formats erarbeitet. Zuletzt strömten rund 5000 Gäste aufs „ab geht die Lutzi“-Festival, wo sie von Acts wie Kellerkommando, Heisskalt, Royal Republic, Chefboss und vielen, vielen mehr aufs Beste unterhalten wurden.

Glitzer, Glamour und ein „königliches Gewitter“ – Das boten die diesjährigen Samstags-Headliner „Royal Republic“ aus Schweden. (Foto: Lutzi-Crew)

Ein Dorf „lebt“ für sein Festival

Spätestens in diesem Sommer wurde wohl dem Letzten klar: Diese Gemeinschaft, ja dieses ganze Dorf, lebt für „ihre Lutzi“. Und das fast 365 Tage im Jahr. Das Helferfest nutzten Stahl und seine Kollegen, um zahlreiche Festival-Impressionen zu zeigen und bisher nicht veröffentlichte Schnappschüsse aus der Vor- und Nachbereitung zu präsentieren. Aufbau, Ausbau, Gestaltung, Handwerk und Kreativität waren und werden auch in Zukunft in allen Bereichen gefordert sein. Doch die mitunter kräftezehrenden Einsätze schrecken offenbar nicht ab – im Gegenteil: Ehrenamt geschieht hier aus Überzeugung.

Die „Lutzi“ entsteht Jahr für Jahr „wie aus dem Nichts“. (Foto: Lutzi-Crew)

750 Euro für musikalische Früherziehung

„Die diesjährige Lutzi ist super gelaufen“, so das Fazit. „Wir sind uns unserer Verantwortung jedoch bewusst“, leiten sie über zu einem seit jeher wichtigen Punkt ihrer Arbeit. Das „Lutzi“-Festival will auch 2018 einen Teil an die Gemeinschaft weitergeben. Bedacht wurden diesmal erneut der Musikverein Rottershausen. „Musikalische Früherziehung ist uns einiges Wert“, sind die „Lutzi“-Chefs seit langem überzeugt. Wie schon 2017 erhielt der Verein 750 Euro, die direkt in das Projekt „Wir musizieren“ (WIM) fließen. WIM wurde vor einigen Jahren von der Bayerischen Musikakademie Hammelburg in Zusammenarbeit mit verschiedenen musikalisch aktiven Verbänden entwickelt.

Endlich einmal nicht im Einsatz – die „Lutzi“-Helfer genossen die Würdigung durch das Orga-Team. (Foto: N. Oppelt)

Die Pilotphase startete im Februar 2010 an sechs Grundschulen in Unter- und Mittelfranken. Die Finanzierung wird weitgehend vor Ort von den Kooperationspartnern, teilweise unter Beteiligung der Kommunen, geleistet. „Die Gesamtkonzeption des WIM-Projektes ist so angelegt, dass ausnahmslos alle Kinder, die das erste und zweite Schuljahr besuchen, kostenfreien musik-praktischen Unterricht in der Grundschule erhalten“, informiert hierzu die Musikakademie Hammelburg. Alle Kinder würden zudem unabhängig ihrer Nationalität und ihrer sozialen Herkunft einbezogen. Somit sei das WIM-Projekt ein praxisorientiertes Projekt für die Integration.

„Alle für Klos! Klos für Alle!“

Ganze 2000 Euro kamen dem Projekt „Goldeimer“ zugute. Und auch das aus einem guten Grund: „Das Motto hier lautet ‚Alle für Klos! Klos für Alle!‘“, erklärt das Team seine Beweggründe. „Noch immer haben rund 4,5 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sanitären Anlagen.“ „Goldeimer“ wolle genau das ändern. „Keine andere Erfindung hat in den vergangenen 200 Jahren mehr Menschenleben gerettet als das gute, alte Klo“, heißt es von Seiten des Projekts selbst. Leider wisse das aber kaum jemand mehr. Die gemeinnützige GmbH ist deshalb mit Komposttoiletten auf Open Air Events präsent, verteilt Klopapier mit „viel viel guter Laune“ und Klo-Produkte, „die (…) das Leben leichter machen“. Mit den Gewinnen wird die Arbeit von „Viva con Agua“ sowie der Welthungerhilfe unterstützt, „um allen Menschen weltweit den Zugang zu würdigen sanitären Anlagen zu ermöglichen“. Belohnt wurde so viel Engagement bereits mit einer Nominierung des Social Business Konzepts für den ZEIT Wissen-Preis „Mut zur Nachhaltigkeit”.

Engagement macht Spaß – jeder findet bei diesem Festival „seinen Bereich“. (Foto: Lukas Veth)

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und der Universität Stuttgart wurde außerdem bereits 2015 ein breit angelegtes Forschungsvorhaben zum Potential von Komposttoiletten für Open Air Events umgesetzt, dessen Abschlussbericht Anfang 2017 vorgelegt und als Grundlage für die eigene Pionierarbeit in Deutschland hinsichtlich nachhaltiger Sanitärversorgung genutzt wurde. Das Ergebnis waren nicht nur komfortable Toiletten, sondern vor allem saubere – in jeder Hinsicht: „Unsere Toiletten benötigen weder Wasser noch Chemie. Die gesammelte Biomasse kann zu fruchtbarem Humus kompostiert werden – Abfälle existieren für uns nicht“, erklärt das „Goldeimer“-Team.

„Artgerechte Haltung unserer Camper“

Apropos Festival-Besucher. Bereits Ende August war der Orga-Stab der „Lutzi“ zur ersten Klausurtagung nach Heiligenhafen aufgebrochen, um die weichen für das 10. „ab geht die Lutzi“-Festival am 14. und 15. Juni 2019 zu stellen. Welche Acts schon jetzt im Raum stehen, wollte noch keiner preisgeben. Nach dem immensen Camper-Zulauf in diesem Jahr wurde jedoch schon jetzt bekannt: Die bereits beachtliche Camping-Fläche von zwei Hektar wird 2019 auf gut sieben Hektar anwachsen. Das gesamte Festival-Areal wächst von 6,2 auf sagenhafte 17 Hektar. Diesen Schritt gehen wir für eine „artgerechte Haltung unserer Camper“, schmunzelt das Team. Wohl wissend, dass gerade die Campingfläche mit seinen bisher ausgetüftelten Annehmlichkeiten, wie Open Air-Duschen oder zuletzt gar ein Saunawagen, für viele Besucher zu den größten Pluspunkten des „ab geht die Lutzi“-Festivals gehört.

„Chefboss“ aus Hamburg brachten die HipHop-Area am späten Samstagabend zum Beben. (Foto: Lukas Veth)

In den kommenden Monaten steht für Christian Stahl, Klaus Schmitt und ihre Mannschaft viel auf dem Programm. Das Lineup 2019 will gestaltet, die Infrastruktur auf dem Gelände gepflegt und verbessert und zu guter Letzt so manche Überraschung zum zehnten Geburtstag ausgeheckt werden. Sicher ist schon jetzt: Die „Lutzi“ 2019 wird diese Herausforderungen meistern und wie stets „noch ein bisschen schöner werden“.

Text: Nicole Oppelt

Fließende Übergänge


Die „Illustrators“ sprechen über musikalische Neuigkeiten, engagierte Fans und den Weg hin zu mehr Professionalität

Mit einer findigen Idee und witzigen Aktionen haben die Illustrators ihre aktuelle EP finanziert. (Foto: Pressematerial)

Es gibt „Weggefährten“, die einer näheren Betrachtung lohnen. Junge Musiker, deren Schaffen spannend bleibt und immer wieder aufhorchen lässt. Zu jenen gehören auf jeden Fall die „Illustrators“. Die Band aus den Probenräumen der Musikiniative Hammelburg e.V. macht seit Anfang 2013 gemeinsam Musik. Und spätestens seit dem Release ihrer ersten, von Jens Schneider (Joris, Max Giesinger) produzierten EP „Cut it Out“ bereichern Marcel Grosch, Lukas und Maximilian Fuß sowie Marius Stürzenberger nicht nur die bayerische Musiklandschaft nachhaltig. Facettenreiche Indie-Elektro-Spielarten sind ihr Metier – und was sich Neues in diesem tut, hat RE ON TOUR auf dem diesjährigen „ab geht die Lutzi“-Festival in Rottershausen in einer kurzweiligen und nicht ganz ernst gemeinten Backstage-Begegnung erfragt.

RE ON TOUR: Zwei Jahre ist es her, seit ihr zuletzt auf dem „ab geht die Lutzi“-Festival aufgetreten seid. Was gefällt euch diesmal besonders am musikalischen Angebot?
Marcel: Ich bin ein riesen Heisskalt-Fan.
Marius: Ja, Heisskalt ist cool.
Marcel: Und Royal Republic natürlich.
Marius: Die Illustrators sollen ganz gut sein. ;-)
Marcel: Minipax sind sympathische Leute, die haben wir gerade kennen gelernt. Die schauen wir uns an.
Maxi: Milliarden gehören auf jeden Fall noch dazu. Die sind gerade ein bisschen am hypen… oder am gehyped werden.

RE ON TOUR: Was hat sich seit eurem letzten Auftritt in Rottershausen eigentlich bei euch als Band getan?
Marcel: Ja, was haben wir in den letzten zwei Jahren gemacht eigentlich? Wir haben geprobt… haben wir überhaupt etwas gemacht?
Maxi: Naja, wir haben eine Platte aufgenommen.
Lukas: Wir haben Songs geschrieben und diese Songs waren für uns so gut, dass wir gedacht haben, ja das können wir auch mal auf Platte bringen. Dann sind wir also ins Studio und haben eine Aufnahme gemacht.
Maxi: Um genauer zu sein, eine EP mit 5 Songs, die ist jetzt im April herausgekommen.
Marius: … und ein Video haben wir noch aufgenommen.
Maxi: Ohja, ein schönes Video in Würzburg, in der FH. Darin sind wir Vier mit viel Farbe zu sehen. Das gibt‘s auch auf Youtube, weiß ja jeder wo‘s hingeht, und wer will kann sich‘s ja mal anschauen.


RE ON TOUR: Gute Songs sind die eine Sache, aber wie konntet ihr die EP „Gap The Mind“ letztlich umsetzen?
Marius: Wir haben eine Weile gesucht und uns in verschiedenen Studios umgesehen.
Maxi: Wir haben ja eigentlich unseren „Star-Coach“ Jens Schneider. Der ist aber inzwischen so „fame“, dass wir da leider nicht mehr rankommen. Also mussten wir uns anderweitig umschauen. In der „Schmiede“ in Mannheim, der Popakademie, haben wir dann jemanden gefunden, der aus unserer Nähe, aus Schweinfurt kommt. Jonas Piknias heißt der Gute, der hat das auch echt geschmeidig gemacht. Gemeinsam haben wir uns bei Volkach eingemietet, im schönen Weingebiet an der Mainschleife und haben da drei vier Tage inmitten von Weinbergen in einer umgebauten Scheune gearbeitet. Das war herrlich. Bis April hat es dann gedauert, bis dann alles gemischt wurde, zum Mastering ging und jetzt vor wenigen Wochen erschienen ist.

RE ON TOUR: Was einige vielleicht nicht wissen. Die EP verdankt ihre Entstehung auch einer ganz besonderen Geschichte.
Lukas: Marcel hat sich jeden Tag ohne, dass wir es wussten in die Fußgängerzone gestellt und ein bisschen Lieder geträllert. Da kamen dann halt 10.000 Euro zusammen. (alle lachen)
Marcel: Nee, wir waren da auf so einer Seite, ähnlich wie Kickstarter, startnext hieß die. Dort haben wir einfach eine Seite erstellt und haben gesagt, wir wollen das und das machen. ihr könnt uns gerne Geld geben und wenn ihr das tut, kriegt ihr auch Geschenke dafür.
Marius: Da waren Sachen wie zum Beispiel kochen dabei.
Marcel: Stimmt! Auch zwei private Konzerte haben Leute gebucht, ein privates Kochevent mit uns, auch ganz lustig… gute alte bürgerliche fränkische Küche.
Marius: Es gab verschiedene Fanpakete, die man buchen konnte.
Maxi: Ein solches Vorgehen hat sich bewährt – auch bei größeren Bands. Diese machen das zum Beispiel, um sich selbst einfach einen gewissen Puffer einzuräumen, wenn mal was nicht so ganz glatt geht. Dann kann man weniger gestresst an die Sache herangehen.
Lukas: Und auch bei uns hat das gut funktioniert. Wir haben am Ende, glaube ich, sogar ein bisschen Überschuss damit gemacht.

RE ON TOUR: Und was gab für euch den Anstoß, diesen Weg zu gehen? Waren es die größeren Bands, die das schonmal gemacht haben?
Maxi: Naja, der kam von außen. Man informiert sich einfach und auch Leute haben uns gesagt, wieso versucht ihr das nicht einfach mal. Irgendwann haben wir dann darüber gesprochen, ich glaube sogar während der Aufnahme, und haben dann ein Video gedreht….
Marius: Ich war erst kritisch, wurde aber vom Gegenteil überzeugt.
Maxi: … und es hat sich gelohnt, also…

RE ON TOUR: Es hat also alles funktioniert?
Marius: Besser als gedacht, ja.

RE ON TOUR: Wie haben eure Fans darauf reagiert?

Marcel: Ja sehr positiv natürlich.
Lukas: Es war schon Unterstützung da, vor allen von den Eltern kam auch viel, aber auch von vielen Freunden und Bekannten vor allem.
Maxi: Es gab auch ein paar Unbekannte, aber die hauptsächlichen Leute waren schon aus dem engeren Kreis, die unseren Werdegang so ein bisschen mitverfolgt haben.

Auf dem „ab geht die Lutzi“ sind die Illustrators immer gern gesehene Gäste. (Foto: RE ON TOUR)

RE ON TOUR: Kommen wir nun, zu dem, was in der neuen EP steckt. Was gibt es neuerdings von euch zu hören. Gibt es klar Neues oder ist alles beim Alten?
Maxi: Ich würde es als fließenden Übergang von 2013 bis jetzt beschreiben.
Lukas: Wir haben uns nicht grundlegend geändert. Wir haben uns jetzt nicht hingesetzt und gesagt so, wir müssen jetzt etwas anderes machen oder uns stilistisch komplett neu ausrichten.
Maxi: Ich denke, wir sind auch gereift – logischerweise. Aber irgendwie sind wir auch die Gleichen geblieben. Ich weiß nicht, ob Marcels und Lukas Texte jetzt irgendwie behandeln müssen, dass sie nun auf die 30 zugehen…
Klar haben wir viel elektronische Spielereien ausprobiert, vor allem ich. Bald haben wir einen neuen Synthesizer am Start, da sind wir noch am etwas austüfteln. Aber prinzipiell ändert sich jetzt nichts von der Machart her. Es ist Bewährtes mit neueren, kleinen Elementen.

RE ON TOUR: Eure EP hat bereits ordentlich Lob kassiert. So schreibt etwa der Musikblog: „Aus der Provinz zu stammen und gleichzeitig einen internationalen Sound zu kreieren muss kein Widerspruch sein“. Und Trvelove schreibt: „Man hört ihnen auf ihrer neuen EP „Gap The Mind“ zu jeder Sekunde an, dass sie in ihrer Musik aufgehen und davon überzeugt sind. Die Songs sind wunderbar arrangiert und vereinen klassische Indie Rock-Riffs mit vielen elektronischen Spielereien.“ Spornt euch das an, die Kreativabteilung wieder laufen zu lassen, in den Keller zu gehen und neue Sachen zu machen oder hört man als Musiker lieber auf die „Zwischentöne“ – sprich, konstruktive Kritik oder ähnliches?
Maxi (lacht): War da irgendwo konstruktive Kritik? War doch alles gut?
Marius: Wenn man so eine CD rausbringt und dann kommt sowas bei raus, dann ist das natürlich schon ein schönes Lob. Wenn man dann so eine gute Resonanz auf die EP bekommt. Neulich wurden wir auf Bayern 3 gespielt, Das macht einen schon stolz.


Entspannte Runde hinter den „Lutzi“-Kulissen. Die Illustrators stehen Rede und Antwort. (Foto: RE ON TOUR)

RE ON TOUR: Apropos, welches Feedback gab es denn von den Radio-Zuhörern?
Lukas: Es gab paar Kommentare auf Youtube danach.
Maxi: Es kommen auch noch ein paar Radiosachen in Zukunft. Es verebbt jetzt nicht sofort wieder. Das ist jetzt ganz cool, dass Leute nach wie vor schreiben, dass es ihnen gefällt. So merkt man direkt, dass es eben auch ankommt und nicht nur zwei Tage nach Erscheinen mal kurz so 5 Klicks mehr auf Facebook bekommt. Man merkt schon, dass sich die Leute ein bisschen mehr interessieren.
Lukas: Das Ganze hat uns halt auch in Sachen Professionalität noch eine Ebene höher gebracht. Die EP ist schon sehr gut produziert, deutlich besser und professioneller als die vorhergehende EP. Auch in das Video haben wir auch mehr Geld und Zeit gesteckt. Gerade so ein Video ist schon der Botschafter nach außen. Wenn jemand eine neue Band hört, schaut er sich zuerst ein Video von denen auf Youtube an. Und genau so machen das auch Veranstalter. Wir haben da jetzt auf jeden Fall etwas Gutes vorzuweisen. Die Resonanz ist da und die Konzerte werden auf jeden Fall auch größer.
Maxi: Wir haben auch mehr Anfragen. Wir könnten jetzt echt fast 50/60 Konzerte im Jahr spielen. Wenn die Zeit dafür da wäre, wären auch richtige Touren drin.
Marius: Da haben dann die fleißigen Studenten aber auf die Bremse gedrückt.

RE ON TOUR: Nach der „Lutzi“ ist vor der „Lutzi“ oder auch nach dem Konzert ist vor dem Konzert. wo können euch eure Fans und Musikfreune als nächstes sehen?
Maxi: Am 29. Juli, um 17.40 Uhr, sind wir im Rahmen des Bardentreffens in Nürnberg auf dem Lorenzer Platz zu hören. Das Ganze soll ja das größte Umsonst & Draußen in Deutschland sein. Darüber hinaus haben wir im Herbst und Winter noch ein paar Gigs, ne kleine Mini-Deutschlandtour, die uns zum Beispiel nach Hamburg und Berlin führt. Ja, es ist einiges geplant. aber wir haben ja auch noch ein Leben neben der Band.

Alle Infos zu den Illustrators findet hier:
Homepage
Soundcloud
Facebook

Text: Nicole Oppelt

Lutzi 2018: Das war Liebe, Liebe, Liebe

Die neunte Ausgabe des „und ab geht die Lutzi“-Festivals in Rottershausen ließ die Herzen höher schlagen

Feiern bis in die Morgenstunden: Die „Lutzi“ ist für viele Musikfans ein fester Termin im Jahreskalender geworden. (Foto: Lukas Veth)

Dieses Wochenende muss man erstmal sacken lassen. Nicht nur Petrus sorgte in den vergangenen zwei Tagen für ein ordentliches „Wechselbad“. Auch die Künstler und Besucher des „und ab geht die Lutzi“ im Landkreis Bad Kissingen trugen sich quasi gegenseitig von einem Freudentaumel zum nächsten. Musikauswahl, Platzgestaltung und Angebot stimmten – das war in ihren Gesichtern deutlich abzulesen. Rund 8500 Menschen feierten mit Acts wie Kellerkommando, Heisskalt, Royal Republic, Olli Banjo, Chefboss und vielen, vielen mehr ein friedliches Fest, das 2019 zum großen Jubiläum ansetzt.

Bäm! Diese „Lutzi“ ging im wahrsten Sinne des Wortes mit einem doppelten Paukenschlag zu Ende. Royal Republic, die „königlichen Schweinerocker aus Malmö“, holten auf der Hauptbühne am späten Samstagabend noch einmal alles aus dem Publikum heraus. In goldenem Pailletten-Jackett, mit perfekt sitzender Friese und voller Adrenalin lud die wohl „tanzbarste Rock-Formation der Neuzeit“ zum mitternächtlichen „Workout“, das sowohl vor als auch hinter der Bühne mit vollem Körpereinsatz absolviert wurde.

Als Headlider des „ab geht die Lutzi“-Festivals lieferten Royal Republic am Samstagabend ein standesgemäßes „königliches Gewitter“ ab. (Foto: RE ON TOUR)

Doch wer meinte, nach dieser schweißtreibenden Angelegenheit wäre die neunte „Lutzi“ vorbei, der wurde um kurz vor ein Uhr morgens auf der Zeltbühne eines Besseren belehrt. Die Hamburger Mädels von Chefboss schossen mit ihrer Dancehall-Crew die wohl energiereichsten „Blitze aus Gold“ in die Menge, die dieses Festival bis dato erlebt hat. „Wenn Chefboss nicht durch feuerpolizeiliche Bestimmungen oder sonstige Beschränkungen im Club zurückgehalten werden, geht es bei ihnen ums Maximale: Konfettikanone, Bühnennebel und am liebsten so viele Tänzer, wie auf die Bühne passen“, wurden Alice Martin, Maike Mohr und ihre Gang angekündigt. Und das war – Hand aufs Herz – die Untertreibung des Jahrhunderts!

Mit Chefboss auf der Zeltbühne konnte sich das „Lutzi“-Publikum zu Recht wie die „Könige der Nacht“ fühlen. (Foto: RE ON TOUR)

„Schunkeln für den Weltfrieden“

Doch von vorne: Denn „sportlich“ ging es bereits am Freitag in Rottershausen zu. Kellerkommando aus Bamberg sorgten für den ersten „Abriss“ 2018. Tango, Walzer, Ruderclub – bei so viel Einsatz entfuhr manchem der Zuschauer sicherlich ein ordentliches „Dunnerkeil!“. Die Musikusse um Frontmann David „Dada Windschi“ Saam versorgten die Menge nach 2015 bereits zum zweiten Mal mit einer atemberaubenden Mixtur aus urbanen Beats, Rap und Volksmusik. Das Ergebnis fiel entsprechend aus: „Schunkeln für den Weltfrieden“ könnte nun endgültig zu den Lieblingsbeschäftigungen von Jung und etwas Älter gehören. Und das nicht nur in und um Rottershausen.

In dieser Band herrscht eine tolle Energie: Kellerkommando wollten ihren Auftritt von 2015 toppen – gelungen ist das mit Bravour. (Foto: Lukas Veth)

Kellerkommando traten die Reise ins Unterfränkische übrigens top motiviert an. „Uns hat es damals sehr gut gefallen“, erinnert sich David an den „Lutzi-Einstand“ vor drei Jahren zurück. Zwei Jahre hatte Kellerkommando zuletzt pausiert. Nun wieder mit ein paar schönen Festivals „einzusteigen“, könnte schöner nicht sein. „Ich finde es toll, dass hier offensichtlich das ganze Dorf mitmacht und alle zusammenhelfen, damit hier was los ist“, lobt er den besonderen Einsatz im ländlichen Raum. Bassist Sebastian teilt die „guten Erinnerungen“ seines Bandkollegen. Gerade in der Zeit nach dem ersten „Lutzi“-Auftritt sei immens viel passiert, so sein Resümee. So trugen die Bamberger die fränkische Lebensfreude im vergangenen September sogar bis in die Ukraine, wo sie auf Einladung des Goethe-Institut Ukraine hin das deutsch-ukrainische Sprachenjahr in Kiew eröffneten.

Auf der „Lutzi“ überraschten sie das Publikum nicht nur in neuer Konstellation, sondern vor allem mit einer Reihe neuer Songs. „Diese gab es zum Teil noch nirgendwo zu hören“, schmunzelt Sebastian. Zur „Feier des Tages“ wurde die Fangemeinde außerdem mit der Veröffentlichung der aktuellen Single „Affenstall“ samt Video beglückt. „Damit uns auch die Leute außerhalb von Franken verstehen“, so Sebastian, „gibt es auch eine Hochdeutsche Übersetzung.“

Ausgelassen und friedlich feiern ist auf der „Lutzi“ Programm.“ (Foto: Lukas Veth)

Intime Momente auf dem Campingplatz

So viel Herzblut muss gefeiert werden. Das dachten sich wohl auch die Punkrocker von Minipax aus Landshut. Die selbsternannten „Minister des Friedens“ hatten der „Lutzi“ nicht nur ihr kürzlich erschienenes Debütalbum „LiebeHassFriedenKrieg“ mitgebracht, sondern auch eine wunderbare „Eingebung“, die sie bereits am Samstagnachmittag mit ihren Instrumenten auf das Campingareal zog. Die Aktion kam nicht von Ungefähr, wie Sänger Niki später verriet. „Wir spielen gerne akustisch. Nebenbei machen wir auch immer mal wieder eine Unplugged-Show.“ Wenn man schon relativ viel auf Festivals unterwegs sei, biete es sich natürlich an, den Zeltplatz zu erkunden. „Wenn wir Bock haben, dann machen wir das“, so Niki weiter, schließlich gebe es keine bessere Promo, als nah an den Menschen dran zu sein.

Sie verbreiteten Liebe: Minipax versüßten den „Lutzi“-Besuchern den Samstagnachmittag mit akustischen Einlagen. „So schöne mehrstimmige Gesänge hatten wir schon lange nicht mehr“, schwärmt Sänger Niki. (Foto: RE ON TOUR)

Gezeigt haben sich Minipax an diesem Nachmittag nicht nur von einer unverstärkten Seite. Auch das Set unterschied sich von dem des Abends. „Wir haben vereinzelt Songs gespielt, die wir auf der Bühne nicht spielen werden“, erklärt der Sänger weiter. Die Mixtur mit Herz beinhaltete, neben alten Nummern der Band, auch alte Akustiksongs des Frontmanns, der noch ein eigenes, kleines Soloprojekt betreibt. „Akustisch kommen die Songs in einem völlig neuen Gewand“, schwärmt Niki vom offensichtlich Kontrast zum Punkrock-Style auf der Bühne. Und gesteht: „Insgeheim sind wir ja kleine Popper, die auf schöne Melodien und mehrstimmigen Gesang stehen. Akustisch kann man das nochmal besser rüberbringen.“ Das „Lutzi“-Campingpublikum war hier offenbar völlig bei ihnen. Gesungen wurde aus voller Kehle – Mehrstimmigkeit, ganz zur Freude von Minipax, inklusive.

„Wir gehen verliebt…“

Ihre „Lutzi“-Premiere werden Minipax wohl in bester Erinnerung behalten. Schon die Anfrage sei ein Highlight gewesen, erinnert sich Niki zurück. Schließlich sei die „Lutzi“ als das „kleine, große Festival“ auch in ihrer Heimatregion in aller Munde. Nun seien sie „wie Freunde“ empfangen worden und würden verliebt gehen, so seine Prognose vor dem Auftritt auf der Zeltbühne.

Schon am Nachmittag hatten Minipax auf dem Campingplatz für ihren Auftritt „geworben“. Am Abend bekam das Publikum dann die „verstärkte“ Ladung. (Foto: RE ON TOUR)

Der richtige Style

Bevor es soweit war, hatte sich Niki, der selbsternannte „verkappte HipHoper“, auch das 2. Freestyle Battle angesehen. Insgesamt haben die Teilnehmer einen guten Eindruck bei ihm hinterlassen. „Es war kreativ, es war schön. Manche hatten technisch richtig Style“, so sein Fazit. Vor allem die jüngeren, nervösen Kandidaten hätten sich seiner Ansicht nach „sehr gut geschlagen“. Positiv sei ihm auch die Wortwahl aufgefallen, die weniger hart gewesen wäre, als er es sonst gewohnt sei. Als Publikumsjury habe er vorwiegend auf die Spontanität der Teilnehmer geachtet.

Voller Erfolg in Runde zwei: Die zweite Auflage des „Lutzi“-Freestyle-Battles wirkte wie ein echter Publikumsmagnet. (Foto: RE ON TOUR)

Vollends zufrieden zeigte sich auch Battle-Initiator Andreas Röder. Insgesamt acht Teilnehmer aus der Region stellten sich auch in diesem Jahr der Herausforderung und lieferten sich mit ihren Kontrahenten teils harte Wortgefechte. Anders als 2017 durfte diesmal das Publikum über Sieg und Niederlage entscheiden. Und das durfte sich freuen. Denn: „Im Vergleich zum letzten Jahr war das diesmal eine grobe Steigerung. Es gab viel Potenzial“, so das Fazit von Andreas. „Beim Battlen geht es um ‘deine Mudda‘. Man muss versuchen, den anderen möglichst schlecht aussehen zu lassen“, erklärt er noch einmal das Konzept. „Das haben sie alle ganz gut hinbekommen – und zwar ohne viele Schimpfwörter.“ Seiner Meinung nach habe auch das Publikum in seiner Jury-Funktion einen wirklich guten Job gemacht. Es wusste genau, hier geht es um spontanes Vortragen von Texten und nicht um vorbereitete Zeilen. Auch der Respekt voreinander sei großgeschrieben worden, ebenso die Kriterien „Style und Flow“. „Eine gute Line allein, ist zwar geil, aber wenn einer rappen kann, dann ist das natürlich geiler“, ist Andreas überzeugt. Auf Teilnehmer Gusy trafen offenbar all diese Aspekte zu. Der in der regionalen Szene bereits bekannte junge Mann entschied nun zum zweiten Mal das Battle für sich.

Gusy überzeugte beim 2. Freestyle Battle. Der junge Mann gewann den Wettbewerb das zweite Mal in Folge. (Foto: RE ON TOUR)

Regionale Töne gab es auch von den Illustrators, die der „Lutzi“ mit ihrer aktuellen EP „Gap the mind“ im Gepäck eine erneute Visite abstatteten. Seit dem letzten Auftritt in Rottershausen vor zwei Jahren stand für die Vier vor allem Songwriting und Aufnehmen auf dem Programm. Auch ein Video ist inzwischen entstanden. Realisiert wurde das EP-Projekt übrigens via Crowdfunding. Und das sogar ziemlich erfolgreich, wie sie erzählen. Die Aktion sei super gut angekommen und wurde im Gegenzug natürlich entsprechend belohnt. Für die Spender gab es EPs, Privatkonzerte und es wurde sogar gekocht.

„Neuer Stoff aus Hammelburg“: Die Illustrators gehören mittlerweile zu den „Lutzi“-Wiederholungstätern. (Foto: RE ON TOUR)

Die „Lutzi“ ist für das Quartett aber nicht nur Bühne, um die eigene Musik zu präsentieren. Sie sind auch bekennende Fans. Acts wie Milliarden, Royal Republic, Minipax oder auch Heisskalt standen für sie am Festival-Samstag definitiv mit auf dem Programm.

„Wir sind glücklich, mit dem, was wir machen“

Letztere schlugen am Samstag völlig andere Töne an. Heisskalt aus Stuttgart sind in den vergangenen Jahren viel herumgekommen. Die einstigen Zweit-Platzierten des größten deutschen nichtkommerziellen Nachwuchswettbewerbs „local heroes“ (2012) konnten mit ihrer „Eigeninterpretation von Post-Hardcore mit deutschen Texten“ bereits auf diversen großen Festivals begeistern, zuletzt sogar auf Einladung des Goethe-Instituts in Frankreich. Auch mehrere Alben gehen mittlerweile auf das Konto von Mathias, Philipp und Marius. „local heroes“-Projektleiterin Julia Wartmann nennt die Band mittlerweile in einem Atemzug mit Größen wie den den Guano Apes, Madsen und Tokio Hotel.

Mit Erwartungen brechen, Dinge hinterfragen: Das ist die Mission von Heisskalt, die 2018 ein fulminantes „Lutzi“-Debüt feiern durften. (Foto: RE ON TOUR)

Zuletzt überraschten Heisskalt im Mai, als sie ohne Vorankündigung ihr neues Album „Idylle“ veröffentlichen. Die neun Songs entstanden komplett in Eigenregie und ohne Label. „Wir haben uns freigeschwommen von vielen Sachen, die uns angekotzt haben und experimentieren gerade ein wenig herum. Die Kreativität ist auf jeden Fall eine andere“, so das Fazit von Sänger Mathias. „Wir sind glücklich, mit dem, was wir machen.“

Musikalisch sucht das Trio „nach einem bestimmten Gefühl“, das sie natürlich auch dem Publikum mitgeben wollen. Musik machen und auf der Bühne zu stehen, da sind sie sich nach wie vor einig, habe für sie therapeutischen Charakter, sei etwas Heilsames. Hier könne man sich „die Seele auskotzen“. Und das spürte das Publikum auch in Rottershausen – auf diesem „richtig schönen, kleinen Festival“.

Wie gut dieses mittlerweile ankommt, davon zeugte die friedliche Stimmung am vergangenen Wochenende eindrucksvoll. Gemeinsam feiern, Gemeinschaft leben, Jung und Alt miteinander.

„Was für ein grandioser Abriss“, so das Fazit von Olli Banjo. Er brachte am späten Samstagabend die Zeltbühne zum Kochen. (Foto: RE ON TOUR)

Rock, Elektro und Blasmusik gehören zusammen

Wie Samira 21 und Marie-Luise 19, beide aus der Gegend von Bad Neustadt. Die beiden jungen Frauen haben schon viel von der „Lutzi“ gehört, waren nun aber tatsächlich zum allerersten Mal mit dabei. „Es ist cool gemacht“, loben sie im Chor und freuen sich, dass es „hier in der Nähe so etwas Großes gibt“. Das Angebot werde ihrer Meinung nach sehr gut über die Sozialen Medien kommuniziert – und von ihnen auch rege genutzt.
Sie mögen vorwiegend elektronische Musik und zeigten sich begeistert vom Lineup in der E-Box. DJane Anna Reusch gehörte ganz klar zu ihren Top-Favoritinnen. Die beiden entdeckten im Laufe des Festivals aber auch die Hauptbühne für sich. Wie es kam? Ganz einfach! „Fesselnde Rap Parts gepaart mit der ungezähmten Energie einer Rockband“ haben sie überzeugt. Oder mit anderen Worten: Jomo aus Hamburg zog sie mit seinem Sound von draußen direkt vor die Bühne.

„Mega Festival! Da waren wir 2015 auch schon, super gute Leute und immer derbe Acts“, freute sich Jomo auf die „Lutzi 2018“. Mit seiner Band trug er auch diesmal wesentlich dazu bei. (Foto: RE ON TOUR)

Auf der anderen Seite gehörte aber auch der traditionelle Frühschoppen mit Blasmusik sowie das Flunkyball-Turnier ganz klar mit dazu. Bereits am frühen Samstagmorgen hatten die Spirkenländer Blasmusik Rottershausen zum Stelldichein gebeten. Grund genug für zahlreiche Camper, ihre Schlafsäcke zu verlassen und zu zünftigen Klängen den zweiten Festivaltag einzuläuten. Der bereits auf Vortag anschaulich vorgeführte „Ruderclub“ erlebte auf der Zeltplatzwiese eine spontane Neuauflage.

Frühsport at ist best. Die Spirkenländer Blasmusik Rottershausen machte am Samstagmorgen müde Geister wieder munter. (Foto: RE ON TOUR)

Beim „Lutzi“-Flunkyball-Turnier zeigten sich die „Lutzi“-Besucher übrigens ziemlich unerschrocken. Bei tropischen Temperaturen trugen sie das erste Turnier dieser Art in der Festivalgeschichte aus. Die ersten beiden Plätze wurden mit 150 bzw. 100 Euro Biergutscheinen belohnt. Obendrein gab es je ein 20-Liter-Fässchen, gesponsert von Wernecker.

Heißer „fight“ bei brütender Hitze: Das erste Flunkyball-Turnier war ein voller Erfolg. Die Gewinner sind glücklich über ihre Preise. (Foto: LUTZI CREW)

Milliarden aus Berlin, die am Samstagabend auf der Hauptbühne zu erleben waren, bringen es am Ende auf den Punkt: „… das war unreal! Die Kapelle dankt und freut sich aufs nächste Mal!“ Völlig zu Recht, wie ihnen das Publikum sicher attestieren mag. Die Band lieferte eine fantastische Show und kam seinen Fans im Laufe des Abends ganz nah.

Poken, was das Zeug hält: Milliarden-Frontmann Ben Hartmann ging mit dem Publikum auf Tuchfühlung. (Foto: RE ON TOUR)

Auch Montreal, diesmal Maincat am Freitagabend, waren von ihrem zweiten „Lutzi“-Stopp begeistert. Die „sympathischen Gute-Laune-Dienstleister“ ernteten derart tosenden Applaus, dass sie dem Publikum schon jetzt ein Versprechen gaben: „Wir kommen in drei Jahren wieder!“

Nach drei Jahren sind Montreal zurück in Rottershausen und werden mit tosendem Applaus empfangen. (Foto: Lukas Veth)

Genau solche Momente tragen auch das gesamte „Lutzi“-Team. Einmal mehr haben die vielen fleißigen Helfer unter Beweis gestellt, was gemeinschaftliches, ehrenamtliches Engagement bewirken kann. Das Organisationsteam rund um Christian Stahl und Klaus Schmitt dürfte nun erst einmal „durchatmen“. Doch wie schon in den vergangenen Jahren gilt auch jetzt: Nach der „Lutzi“ ist vor der „Lutzi“. Man darf ziemlich gespannt sein, was die „Köpfe“ zum zehnten Geburtstag des Festivals 2019 auf die Beine stellen.

Text: Nicole Oppelt

Liebeserklärung an die menschliche Natur


Die Aschaffenburger Band „The Governors“ begeben sich mit ihrer neuen EP „Apollo“ in sphärische Richtungen

„Men at work“: Zur neuen EP ist nun auch das erste Video erschienen. (Foto: Pressematerial)

Die einstigen „local heroes“-Teilnehmer „The Governors“ haben ihren Weg gemacht. Fünf Jahre nach dem Bundesfinale in Salzwedel sind die Franken einige ordentliche Schritte nach vorne gegangen. Seit Mitte Mai ist nun die jüngste Produktion „Apollo“ auf dem Markt. Und die hat es in sich…


Dieser Auftritt bleibt unvergessen: Christian Staab (Gitarre/Synthie), Steffen Zenglein (Bass/Gesang), Christoph Sauer (Gitarre/Gesang) und Felix Debor (Drums) stehen auf der großen „local heroes“-Bühne in Salzwedel. Als „Landessieger Bayern“ sind die Vier 2013 ins Rennen um die „Beste Nachwuchsband Deutschlands“ gestartet und brachten das Kulturhaus regelrecht zum Kochen. Den Titel haben die jungen Musiker damals leider nicht abgeräumt. Doch dieses Quartett hatte nicht nur bei den Verantwortlichen hinter den Kulissen Eindruck gemacht. Sie waren „angefixt“, blieben am Ball und können heute, fünf Jahre später, auf den nächsten Meilenstein ihrer musikalischen Laufbahn blicken.

Für „The Governors“ und ihr „local heroes Bayern“-Team war der Wettbewerbsjahrgang 2013 eine tolle Zeit. (Foto: Carmen Lenk)

„Der Titel und die Teilnahme am Bundesfinale hat uns definitiv gepusht“, erinnert sich Christian Staab zurück. „Zum einen war es natürlich eine Bestätigung für uns selbst, dass das nicht so falsch ist, was wir tun und zum anderen ist es uns im Anschluss mit dem Titel im Rücken leichter gefallen an größere Gigs, wie etwa mit ‘Juli‘ und ‘Jupiter Jones‘ heranzukommen.“ Den positiven Schwung dieser Zeit hätten sie definitiv genutzt und so ganz „nebenbei“ ihr Studium gerockt, fasst der Gitarrist zusammen.


Religion, Abschied, wissenschaftlicher Fortschritt

Vier Jahre nach der hochgelobten Scheibe „Go Go Dancing“ (2014) melden sich er und seine Bandkollegen nun zurück. „Musikalisch als auch persönlich“ sind sie mittlerweile angekommen, sagen die Vier über ihre neue EP „Apollo“. Bemerkbar mache sich das vor allem in ihren Liedtexten, die sich konsequent weiterentwickelt hätten. Themen wie Religion, Abschied, wissenschaftlicher Fortschritt beschäftigen die einstigen Nachwuchsmusiker – und das nicht ohne Grund.


Die Atmosphäre der „local heroes“-Familie hat „The Governors“ sichtlich inspiriert – vor allem musikalisch. (Foto: Christoph Eisenmenger)

„Wir glauben, dass Liedtexte immer recht gut das repräsentieren, mit was der Künstler sich aktuell befasst, welche Eindrücke er gewinnt und was um ihn herum passiert“, sind sie sich einig. Natürlich seien dies andere Themen, wenn man Anfang 20 und im Studium steckt oder eben Ende 20 sei. Auch das Zeitgeschehen spiele eine Rolle. Hieraus ergebe sich ein Thema wie Religion, „das in den letzten Jahren gefühlt präsenter und kontroverser diskutiert wird“, automatisch. Beleuchtet wird aber auch die „andere Seite“: „Mit dem Thema ‘wissenschaftlicher Fortschritt‘ setzen wir uns in ‘On the Shoulders of Giants‘ auseinander, wobei es hier weniger um den Fortschritt der letzten Jahre – Stichwort ‘Digitalisierung‘ – geht. Vielmehr ist es eine Liebeserklärung an die menschliche Natur, sich immer weiterentwickeln und weiter forschen zu wollen, die sich in der Raumfahrt in besonderer Weise zeigt. Und genau darum geht es in diesem Song.“

Übrigens: Eine besondere Hommage an die Raumfahrt gibt es dort im wahrsten Sinne des Wortes zu hören. Eingeflochten wurden nämlich Ausschnitte aus der so genannten „Moon-Speech“ von John F. Kennedy aus dem Jahr 1962, in der er das Apollo-Programm und das Vorhaben zum Mond fliegen zu wollen ankündigt. Der Titel ihrer EP „Apollo“ war geboren – eine „thematisch perfekte Klammer für die fünf Songs, die sich alle direkt oder indirekt konkret oder abstrakt mit dem Thema ‘Licht‘ befassen“, erklären sie ihre Wahl. Denn: „Apollo ist sowohl der Gott des Lichts als auch der Gott der Künste, insbesondere der Musik. Ein perfekter Fit“, sind „The Governors“ überzeugt.

(Foto: Pressematerial)

Schwere versus Leichtigkeit

Zugegeben, thematisch erscheint das teils durchaus „schwere Kost“. Doch „The Governors“ schaffen es, diesen schmalen Grat zu meistern, ihre Zuhörer nicht zu erdrücken – im Gegenteil. Sie steuern dagegen, mit musikalischer Leichtigkeit und reflektiertem Einsatz ihrer Instrumente. Die so entstandene Mixtur ist ihrer Ansicht nach nur konsequent. „Wir versuchen, durch unsere Instrumentalisierung und unsere Melodien eindrucksstarke Songs zu schaffen. Dass wir dies mit aussagestarken Texten, die bewegen und die sich nicht mit Belanglosigkeiten auseinandersetzen kombinieren, erschien uns als logisch.“

Und wie klingt das? Eingängige, poppige Melodien – für die sind „The Governors“ seit jeher bekannt. Und die haben sie nach wie vor. „Insgesamt haben wir die Gitarren wieder mehr in den Vordergrund gestellt und den Synthi – entgegen des Trends – zurückgeschraubt“, erklärt Christian. „Stattdessen haben wir viel Zeit in Effekte investiert und mit halligen Sounds, Delays und Octavern experimentiert. Es geht also mehr in die sphärische Richtung.“ Das Ergebnis ist vielschichtig. Es bietet Stoff, um mehrmals und genauer hinzuhören.


Haben sich „The Governors“ heute, fünf Jahre nach „local heroes“, neu erfunden? Mitnichten, wie sie selbst sagen. „Wir machen jetzt nicht plötzlich etwas völlig anderes wie früher. Es hat sich eher herauskristallisiert, was genau wir machen wollen.“

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Text: Nicole Oppelt

Lutzi 2018: Das wird der Abriss!

Am 8. und 9. Juni steht Rottershausen zum neunten Mal im Zeichen des „Ab geht die Lutzi“-Festivals


ROYAL REPUBLIC – Hauptbühne Samstag (Foto: Erik Weiss)

Freunde kleiner, aber feiner Musikveranstaltungen haben das „Ab geht die Lutzi“ in Landkreis Bad Kissingen schon vor Jahren als ihren „place to be“ für den Start in die Saison auserkoren. Das Festival ist seit seinen Anfängen merklich gewachsen – und mit ihm die Zahl seiner Anhänger. In diesem Jahr können diese sich auf bekannte Größen wie die schwedische Rockband „Royal Republic“ oder die Hamburger Punk-Rocker „Montreal“ freuen. Doch das „Lutzi“-Team wäre eben nicht das „Lutzi“-Team, wenn sie nicht auch 2018 für hochkarätige Acts aus der Region gesorgt hätten. Mit dabei sind unter anderem „Kellerkommando“ aus Bamberg und die „Illustrators“ aus Hammelburg. Und obendrein gibt es Wellness satt.


KELLERKOMMANDO – Hauptbühne Freitag (Foto: Severin Schweiger)

Am Ortsrand von Rottershausen geht es mittlerweile richtig rund. Nur noch wenige Wochen, dann bevölkern bereits zum neunten Mal mehrere tausend Menschen das „Ab geht die Lutzi“-Gelände. Die Campingfläche wurde – entgegen aller Erwartungen des vergangenen Jahres – nun noch einmal um eine Wiese vergrößert und die Parkplatzsituation weiter entspannt, indem Campen und Parken strikt getrennt werden. Eingerichtet wurde außerdem ein eigener Flunkyball-Bereich, um für gehörigen Spaß abseits der Bühnen zu sorgen. Am Festivalsamstag wird es in dieser „Disziplin“ sogar ein offizielles Turnier geben. Startschuss ist um 13 Uhr.


Spiel, Spaß und Wellness: Campen auf der „Lutzi“ ist mittlerweile zu einem echten Ereignis geworden. (Foto: Lukas Veth)

Wellness auf dem Festival

Ein Highlight der neunten Ausgabe dürfte sicherlich der Besuch der „Saunawagen Welt“ aus Spiekershausen sein. Kostenlos können die Festivalgäste den kleinen Wellness-Tempel mit Tauchbecken in einer ruhigen Ecke des Campingareals ein Stückchen hinter den Duschen nutzen. „Alles, was ihr dazu braucht, ist ein eigenes Handtuch um die Hüfte und los geht’s!“, so die Festivalmacher. Ein Angebot, das in dieser Form sicherlich nicht allzu oft auf Festivals zu sehen sein dürfte. Saunazeit ist am Freitag von 13 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 12 bis 17 Uhr. Buchungen außerhalb dieser Zeiten sind gegen Gebühr möglich.


MINIPAX – Zeltbühne Samstag (Foto: Pressematerial)

Im vorderen Bereich des „Lutzi“-Geländes finden sich wieder viele bewährte Stände, die für ein abwechslungsreiches Speisen- und Getränkeangebot sorgen. Ein Novum auch hier: Der Herrenfriseur „Königshaupt“ aus Leipzig reist eigens zum „Ab geht die Lutzi“-Festival an und wird sich dort vermutlich vor allem den bärtigen Gästen mit Messern und Klinge nähern. Ergänzt wird das Angebot von Shisha-Ecke, „NekoNeko Streetwear“ und natürlich darf auch der Samstagsfrühschoppen ab 8 Uhr mit Blasmusik ab 10 Uhr nicht fehlen.


Große Bands im kleinen Rottershausen sind seit neun Jahren Programm. (Foto: RE ON TOUR)

Mehr Platz für mehr Musik

An alles wurde gedacht. Gleiches dürfte auch für die musikalische Mischung gelten. Das 2017 eingeführte Konzept der Genre-Mischung auf den vorhandenen Bühnen wollen die Festivalmacher auch dieses Jahr beibehalten. Neu ist allerdings: Die Zeltbühne im hinteren Teil des Areals ist mit 50 Prozent mehr Fläche deutlich größer als sonst, um dem Ansturm der Fans noch besser gerecht zu werden. „Das Ganze ist um einiges höher und breiter, sodass hier jetzt eine richtig fette Bühne reinpasst“, heißt es aus Rottershausen.


OLLI BANJO – Zeltbühne Samstag (Foto: Katja Kuhl)

Doch was tut sich nun darauf? „Nach etlichen Konzert- & Festivalbesuchen, viel Bier & Schweiß und dem durchforsten unzähliger Bandbewerbungen (Danke dafür!), haben wir die Bands & DJs für ein überragendes Festival 2018 zusammen“, heißt es seit Mitte April auf ihrer Facebook-Seite. Recherche und Akquise erfolgte also auch diesmal in bewährter „Lutzi“-Manier: Gebucht wird, was selbst gefällt und ausgiebig getestet wurde.


ANNA REUSCH – E-BOX Freitag (Foto: Pressematerial)

Wieder Gäste aus Schweden

Headliner der neunten „Lutzi“ sind „Royal Republic“ aus Malmö. Nach „The Baboon Show“ 2017 sind sie bereits der zweite schwedische Act im Fränkischen. „An dieser Band sind wir bereits ganz lange dran“, verrät Festival-Chef Christian Stahl. „Diese Vier sind absolute Wunschkandidaten, die wir unter anderem bereits bei Rock im Park und dem Taubertal Festival erleben durften.“ Das Urteil über Adam Grahn, Hannes Irengård, Jonas Almén und Per Andreasson fällt entsprechend aus: „Das sind echte Bühnensäue!“


MONTREAL – Hauptbühne Freitag (Foto: Pressematerial)

Neue Alben, neue Typen, neue Battles

Ein Wiedersehen gibt es im Juni auch mit „Montreal“, die sich zuletzt 2015 die Ehre gaben. Im Gepäck haben sie diesmal nicht nur satte 15 Jahre Banderfahrung, sondern obendrein ihr neues Album „Schacklikacki“. Gleiches gilt übrigens für „Kellerkommando“, die Rottershausen nun in neuer Formation erobern wollen. Auch die „Illustrators“ aus Hammelburg sind hier keine Unbekannten mehr. „Das hat sich durch Zufall so ergeben“, meint „Lutzi“-Organisator Klaus Schmitt. Zum Teil sei die Auswahl auch vom Publikum gewünscht worden, ergänzt er. Schon Ende vergangenen Sommers warf das „Lutzi“-Team das Facebook-Barometer an und startete entsprechende Umfragen. Besonders ans Herz legen wollen sie den Musikfans darüber hinaus „Milliarden“ aus Berlin, „Minipax“ aus München, „Devil Train“ aus Bamberg, „Chefboss“ aus Hamburg oder „The Detectors“ aus Kiel. Gute Laune, ordentlich Stimmung und zu guter Letzt „ein ordentlicher Abriss“, seien bei diesen Künstlern garantiert.


MILLIARDEN – Hauptbühne Samstag (Foto: Peter Kaaden)


CHEFBOSS – Zeltbühne Samstag (Foto: Pressematerial)

Das dürfte für diesen Termin ebenfalls gelten: Denn auch der „Freestyle Battle“ erfährt 2018 eine Neuauflage. „Das kam im letzten Jahr richtig gut an. Das Zelt war binnen drei Minuten rappelvoll“, freuen sich Christian Stahl und Klaus Schmitt. Nach einer Bewerbungsphase können die ausgewählten Kandidaten der „Crowd“ am 9. Juni, ab 17 Uhr auf der Zeltbühne „zeigen, was Masse ist“. „Der Gewinner erhält tolle Preise und neben Ruhm und Ehre die begehrte Lutzi Festival Freestyle Krone“, informieren die Verantwortlichen. Zwischen Sieg und Niederlage entscheiden zwei Jurymitglieder und das fachkundige Publikum.


An die Micros, fertig, los! Die Premiere des Freestyle Battle kam 2017 richtig gut an. (Foto: RE ON TOUR)

Frauenpower auf der „Lutzi“

„Wir finden, es ist insgesamt ein sehr gutes Lineup geworden. Und neben den Mainacts sind diesmal wirklich viele sehr gute regionale Künstler dabei“, so Christian Stahl und Klaus Schmitt. Apropos, die Festivalmacher widmen sich – wenn auch nicht bewusst geplant – mit diesem Lineup einem brandaktuellen Thema. Pünktlich zum internationalen Frauentag im vergangenen März, hatten sich einige europäische und nordamerikanische Veranstalter verpflichtet, eine Frauenquote auf Festivals einzuführen. In Rottershausen löst sich diese Frage 2018 ganz von selbst. „Zwölf zehn Mädels sind dieses Jahr dabei. Das ist für Lutzi-Verhältnisse überdurchschnittlich. Wir waren selbst echt überrascht“, so das Fazit. Auch bei der „First Act Night“ im Schweinfurter Stattbahnhof gewannen mit „Savanna Skean“ aus Würzburg am Ende zwei Damen. Sie sind nun ebenfalls auf der „Lutzi“ zu hören und wollen das Publikum mit Gitarre, Gesang und Schlagzeug überzeugen.


HEISSKALT – Hauptbühne Samstag (Foto: Viktor Schanz)

Bis es soweit ist, laufen die Arbeiten in Rottershausen auf Hochtouren. Doch in Gedanken sind die ehrenamtlichen Helfer so kurz vor dem zehnten Festival-Geburtstag 2019 natürlich nicht nur bei der aktuellen Saison. Der „harte Kern“ blickt bereits jetzt weit voraus…


JOMO – Hauptbühne Samstag (Foto: Pressematerial)

Info: Los geht’s am Freitag, den 8. Juni, bereits eine Stunde früher als sonst. Einlass ist ab 17.45 Uhr.

Weitere Informationen hier:
LUTZI HOMEPAGE
FACEBOOK EVENT
LUTZI SPIELPLAN

Text: Nicole Oppelt
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Und zur Einstimmung wie immer hier unsere Lutzi-Playlist für Euch:

FREITAG HAUPTBÜHNE:

BLAUCROWD SURFER:

KELLERKOMMANDO:

SMILE AND BURN:

MONTREAL:

FREITAG E-BOX:

ANNA REUSCH:

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SAMSTAG HAUPTBÜHNE:

SAVANNA SKEAN:

THE DETECTORS:

JOMO:

MILLIARDEN:

HEISSKALT:

ROYAL REPUBLIC:

SAMSTAG ZELTBÜHNE:

ILLUSTRATORS:

MINIPAX:

PHILO PHILTA & SLIZE:

OLLI BANJO:

CHEFBOSS:

SAMSTAG E-BOX:

SAM GOKU:

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