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local heroes Bayern: „Man spürt das Herzblut“

„Unser neuer Sound sprüht vor Energie und Leidenschaft, das Publikum kann sich auf jeden Fall auf etwas ganz Unerhörtes einstellen“, sagen Savanna Skean. (Foto: Toni Hofmann)

Publikum und Jury haben es am 14. Juni in der Hand. Sie entscheiden, wer Bayern im kommenden November im local heroes-Bundesfinale vertreten wird. Die Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“-Festivals ist für ein solches Unterfangen der wohl würdigste Rahmen. Bereits in den vergangenen zehn Jahren gaben sich hier Newcomer und echte Stars die Klinke in die Hand. Savanna Skean aus Würzburg dürfen sich dieser Herausforderung nun ebenfalls stellen – als Landesfinalisten von local heroes-Bayern. In unserem zweiten Teil des local heroes-Bayern-Countdowns stellen wir euch diese Band nun ausführlich vor.

Zu viel Zeit am Handy – das ist wirklich nicht erstrebenswert. Im Falle von Savanna Skean könnte local heroes-Bayern jedoch nicht glücklicher darüber sein. Denn das soziale Netzwerk Instagram hat diese Drei genau auf die richtige Spur und direkt zur Anmeldung bei Deutschlands größtem Non-Profit-Newcomercontest geführt. Bianca, Malin und Christian fackelten nicht lange. Denn ein Festival mit Bands wie den Donots, Leoniden oder im vergangenen Jahr Royal Republic, sei natürlich ein ganz besonderer Ort für einen Bandwettbewerb, wie sie im Gespräch mit dem local heroes Bayern-Team sagen. „Die Möglichkeit Teil eines solchen Festivals zu sein, auf der selben Bühne zu stehen wie die ‚Großen‘, ist ein unglaublicher Ansporn.“ Die Stimmung auf Festivals sei ohnehin immer eine ganz Besondere: Menschen kämen zusammen, um zu feiern, um den Alltag für einige Tage hinter sich zu lassen. „Wir sind super aufgeregt, dass wir dank ‚local heroes Bayern‘ und der ‚Lutzi‘ einen Teil dazu beitragen dürfen.“ Dass das Ganze ein Wettbewerb sei, sind sie sich einig, rücke da schnell in den Hintergrund oder werde gar ganz vergessen. Und so solle es doch im Idealfall auch sein.

Durch die Musik zusammenkommen und eine geile Zeit haben, das steht für Savanna Skean – und natürlich nicht nur für sie – im Vordergrund. Wettbewerbe seien daher auch immer eine tolle Möglichkeit, um Leute kennenzulernen, Beziehungen zu knüpfen und Bühnenerfahrung zu sammeln. Durch local heroes Bayern hätten sie jetzt die Chance an „einem Ort zu spielen, an den man sich als Nachwuchsband zwar träumt, der aber für Viele leider unerreicht bleibt“. Hier, so ihr einhelliges Lob, stecke viel Engagement dahinter. „Man spürt das Herzblut.“

„Verkauft euch nicht unter Wert“

Erfahrungen auf dem „Wettbewerbs-Parkett“ bringt das Trio bereits mit. Und diese sind durchaus kritisch, wie sie erzählen. So würden einige Veranstalter das Bestreben junger Bands, möglichst viele Auftritte zu spielen, auch schon mal ausnutzen. „Das läuft dann meistens so, dass die Veranstaltungen zwar mit großen Preisen und noch größeren Konzertlocations werben, vorausgesetzt die Bands leisten einen hohen finanziellen Aufwand, verkaufen z.B. Tickets, machen viel Werbung für das Konzert, während der Aufwand und der Fördergedanke seitens des Veranstalters weniger zum Tragen kommt“, so ihr Fazit. Bei guten Wettbewerben sei das anders. Sie seien darauf ausgelegt Bands unabhängig von ihrer Reichweite und ihrer Fanbase auszuwählen und durch die Veranstaltung voranzubringen. „Wir haben bis jetzt ziemlich Glück mit den Wettbewerben gehabt, an denen wir teilgenommen haben. Es gab ein richtig schwarzes Schaf, das mit einer großen Summe Geld geworben hat, die Auswahl des Siegers lag dann aber bei einer Jury, die offensichtlich nur weibliche, minderjährige Solokünstlerinnen mit Piano-Coverversionen in den Top 3 platzieren wollte.“ Ihr Tipp für alle jungen Bands lautet deshalb: „Verkauft euch nicht unter Wert. Nur weil euch keiner kennt, heißt das nicht, dass ihr keine tollen Ideen habt und eure Musik niemanden unterhalten würdet.“ Ihre eigenen Erfahrung hätten gezeigt, „dass ‚Human Resources‘ meistens der größere Gewinn sind, als eine unfassbare Summe Geld“.

Eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, harte Arbeit und natürlich Können scheinen für Savanna Skean der „Schlüssel“, um als Band voranzukommen. Die Antwort darauf, was ihrer Meinung nach ein echter „local hero“ ist, fällt entsprechend aus. „Um local hero‘ zu werden, sollte man das Ziel verfolgen, die Musik, die man aus reinem (positivem) Egoismus für sich im Stillen geschrieben hat, so für die Menschen, also das Publikum, zugänglich zu machen, dass man eben jedem Einzelnen vor der Bühne eine Message mitgibt. Egal, ob das dann einfach 40 Minuten geile Party sind, oder das Gefühl, hey wir verstehen dich, du bist hier genau richtig, der Zuhörer sollte einen Mehrwert für sich aus der Show ziehen können. Und im Idealfall geht vielleicht sogar Beides gleichzeitig.“

„Liebe. Exzentrisch-feminine Passion. Und immer einer, der nüchtern bleibt“, das sind Savanna Skean. (Foto: Pressematerial)

„Wir erwarten das Unerwartete“

Um das zu erreichen, feilen Savanna Skean hart an sich. Seit fast einem Jahr arbeiten die jungen Musiker an einem ganz neuen Sound. Lange Zeit haben sie sich in ihrem Keller „verbarrikadiert“ und dort im vergangenen Sommer ein semi-unprofessionelles Studio aufgebaut. Seitdem ist viel passiert: „Unfassbar viele Songs wurden geschrieben und wir sind immer noch nicht fertig“, so ihre Zwischenbilanz. Ihr Ziel für local heroes Bayern klingt daher auch ziemlich vielversprechend: Zum ersten Mal werden sie am 14. Juni ihre neue Show spielen. „Die Energie all der frischen, ungehörten Songs, die Mühen vieler Arbeitsstunden, die euphorische Angst, wenn man Vertrautes hinter sich lässt, wir erwarten das Unerwartete.“ Immerhin seien sie keine gewöhnliche Trio-Formation, das seien sie auch vorher nicht gewesen. „Aber wir haben gelernt unsere minimalistische Besetzung nicht als Hindernis zu sehen, sondern als einzigartige Möglichkeit, um Songs zu schreiben.“

Was sich konkret dahinter verbirgt, können Publikum und Jury während des Landesfinales ausführlich entdecken und bewerten. Ein Umstand, den Savanna Skean übrigens für den „fairsten“ Ansatz halten. „Das Publikum kommt meistens wegen einer Band, die es dann auch supported, das ist natürlich klar und auch absolut okay, denn was wäre eine Show ohne Publikum? Eine Jury sorgt mit ihrer Stimme dafür, auch immer den Wettbewerbsgedanken des Veranstalters zu tragen, achtet vermutlich objektiver auf eine Reihe von Merkmalen. Aber Musik ist und bleibt auch immer eine Frage von persönlicher Meinung und Bewertung, das ist schließlich menschlich.“ Für das Trio ist deshalb klar: Ganz gleich, aus welchem Grund ein Mensch vor der Bühne stehe, „er ist und bleibt ein Mensch“. So gesehen gebe es da keinen Unterschied zwischen Jury und Zuschauer, für sie seien alle Anwesenden ihr Publikum. „Deshalb ist es uns wichtig, egal wen in der Show mitzureißen.“

Sich ein paar Gedanken zur Bewertung zu machen, ist ihres Erachtens aber durchaus sinnvoll. Die Anwesenden sollten sich unter anderem fragen: „Habt ihr Spaß? Wurdet ihr unterhalten? Hat euch die Band mitgenommen und haben sie euch in ihre persönliche Welt der Musik entführt? Wollt ihr mehr davon? Wollt ihr sehen wie es weiter geht? Und: hat die Band eine Message? Kann man sie identifizieren? Setzt sie ein Zeichen?“

Der Mut, Dinge anders zu machen

Hätten sie es selbst in der Hand, würden sie sich übrigens mit folgenden Zeilen für das große Bundesfinale im kommenden November empfehlen. „Als wir vor vier Jahren begonnen haben zusammen Songs zu schreiben, hätten wir es niemals für möglich gehalten, dass wir drei mal zusammen auf einer richtigen Festivalbühne stehen werden und fremde Menschen trotz Regen und Sturm mit uns tanzen würden (…). Seit unserem ersten Auftritt 2015, und jedes weitere Mal danach, lebt Savanna Skean von unserer Leidenschaft für Vielfalt. Unsere Musik, unsere Shows, wir drei, verändern uns mit jedem Tag der vergeht. Wir bestreiten unseren ganz normalen Alltag, treffen uns Abends als beste Freunde, trinken, lachen, streiten, lachen wieder, und schreiben so auch unsere Songs.“ Ihre Musik sei nicht das Ergebnis irgendeines professionellen Anspruchs, sondern entspringe ihren Launen. Songwriting würden sie immer gemeinsam betreiben, alle seien gleichberechtigt. Und genau das ist ihre Message: „Everybody’s equal!“. Oder anders ausgedrückt: „Sei der, der du heute sein willst, und tue das, wonach dir eben ist!“

„Anders“ sein sei für sie bis jetzt immer von Vorteil gewesen. Natürlich hätten sie lernen müssen zu akzeptieren, dass es immer Menschen gebe, die einen nicht respektierten, weil man anders sei. „Female-Fronted“ zum Beispiel sei dieses Jahr zu einem Trendwort „mutiert“. Dabei sei es keine 12 Monate her, dass man die Band eben wegen ihrer andersartigen „Female-Front“ sogar in den öffentlichen Medien auf ihr bloßes Körperbild reduziert habe: Die Show bestand nur aus „ablenkenden“ Brüsten, habe es geheißen. Der Autor dieses Artikels – eine Frau. „Eine Berichterstattung über unsere Musik – Fehlanzeige.“ Deshalb stellen sie nochmals klar: „Savanna Skean steht nicht für Weiblichkeit, wir stehen auch nicht für Männlichkeit, wir sehen die Sache mit den Geschlechtern ganz unkompliziert: Wer wir für andere sind, wer wir für uns selbst sind, was wir gerade tun und was wir tun können, sollte nichts mit unserem Geschlecht zu tun haben. Musik steht für Kreativität, für Zusammenkunft, für den Mut, Dinge anders als alle davor zu machen und den Menschen da draußen zu zeigen, dass neu und anders auch gut sein kann. Dafür stehen unsere Songs, dafür steht Savanna Skean, und diese Message wollen wir ins Bundesfinale bringen.“

Text: Nicole Oppelt

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local heroes Bayern ist ein Riesenprojekt. Gestemmt wird es ehrenamtlich und damit unabhängig. Das ist auch gut so! Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es nicht. Support bekommt das local heroes Bayern-Team von Quicklink, BrandRocks, Frankonia Biere, Gebrüder Stolz GmbH & Co KG (Hammelburg), Artistpool e.V., der Musikinitiative Hammelburg e.V. und natürlich dem „ab geht die Lutzi“-Festival. Ohne diejenigen, die an local heroes Bayern und vor allem die teilnehmenden Künstler glauben, könnte so ein Projekt nicht realisiert werden.

Support your local heroes – ohne Unterstützung geht das nicht!

Das local heroes Bayern-Team freut sich über tolle Unterstützung. (Foto: Dani Red)

2019 dürften sich viele Nachwuchsbands rot im Kalender markiert haben. Denn: local heroes Bayern ist wieder da! Nach Jahren der Abstinenz kehrte der größte Non-Profit-Nachwuchswettbewerb Deutschlands in den Freistaat zurück. Ein Riesenprojekt, das ehrenamtlich und unabhängig gestemmt wird. Für die Organisatoren und die Gastgeber, das „ab geht die Lutzi“-Festival in Rottershausen, ist das eine Herzensangelegenheit. Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es dennoch nicht. Support bekommt das local heroes Bayern-Team von Quicklink, BrandRocks, Frankonia Biere, Gebrüder Stolz GmbH & Co KG (Hammelburg), Artistpool e.V., der Musikinitiative Hammelburg e.V. und natürlich dem „ab geht die Lutzi“-Festival.

Hinter Quicklink verbirgt sich eine neue App, die verschiedene Kontaktdaten und -möglichkeiten von Unternehmen bequem in einem Profil zusammenfasst. Alles, was sich Interessierte und Kunden merken müssen, ist ein kleines, individuelles Kürzel, wie zum Beispiel „Max1“, das in die App eingepflegt wird. Wird dieses dann eingegeben, erscheinen Telefonnummern, der Unternehmensstandort, die dazugehörige Website, die Präsenzen in den sozialen Medien und vieles mehr. Aufwendiges Suchen im Telefonbuch und im Internet entfällt – alles befindet sich an einem Ort. Auf der anderen Seite vereinfacht die App die Pflege der Unternehmensdaten und hilft, möglichst viele Kunden möglichst schnell zu erreichen. Hier ein Video zu Quicklink: What is Quicklink?

Das junge Unternehmen BrandRocks verwandelt hingegen langweiliges Band- und Fan-Equipment in individuelles Zubehör. Für Gründer Maximilian Dietl begann alles mit der Idee, den eigenen Gitarrengurt personalisieren zu lassen. „Jeder Song bring eine gewisse Individualität mit sich“, so Maximilian. „So wie es in der Musik ist, so ist es auch bei unseren Produkten. Wir machen Dein Produkt zum Unikat.“ Seit Januar 2019 ist er nun mit einem eigenen Shop am Start, in dem sich neben Gitarrengurten, T-Shirts oder Sonnenbrillen, auch Holzplektren und Drumsticks finden. Neben personalisierten Produkten bietet BrandRocks übrigens auch die Möglichkeit, sich Input über Spiel-Techniken im Bereich „Gitarre“ auf Instagram und co. zu holen.

Frankonia Bier ist nicht nur bei den Besuchern des „ab geht die Lutzi“ seit langem ein Begriff. Die Brauerei aus Werneck ist bereits seit 1861 in Familienbesitz. Und das aus Überzeugung. „Wir sind eine mittelständische, familiengeführte, regional verwurzelte Privatbrauerei, die handwerklich braut und mit viel Liebe ihre Biere rund um den Schornstein vertreibt“, sagt Andreas Lang, der aktuelle Juniorchef in der Familiendynastie. „Ende 2014 haben wir die Frankonia Biere in der traditionellen, dickbauchigen Euroflasche ins Leben zu rufen. Erst unser Weisse Hell und Dunkel; dann unser Vollbier Hell, Dunkel und Alkoholfrei und saisonal unseren Weizenbock und das Festbier.“ Und weitere Biersorten sind bei einem so kreativen Geist wie Andreas Lang sicher nicht ausgeschlossen.

Das dritte Unternehmen im Bunde dürfte jedem schon einmal untergekommen sein. Immerhin prankt der Schriftzug „Stolz“ unter anderem auf vielen Autobahnen – und das deutschlandweit. Das mittelständische Familienunternehmen unter der Ägide von Geschäftsführer Alexander Stolz, übrigens einstiger Vorsitzender der Musikinitiative Hammelburg e.V., ist ebenfalls seit langem in der Region verwurzelt. Es wurde bereits im Jahr 1875 als einfacher Maurerbetrieb gegründet und ist mittlerweile seit Jahrzehnten ein starker Partner und zuverlässiger Arbeitgeber im Straßenbau, Tiefbau und Fertigteilbau. Aktuell beschäftigt die Gebrüder Stolz GmbH & Co. KG mit Sitz in Untererthal bei Hammelburg mehr als 300 Mitarbeiter.

Apropos Musikinitiative Hammelburg e.V. Das einstige „Zuhause“ von local heroes Bayern hat sich auch bei der Neuauflage als wertvoller Unterstützer erwiesen. Was 1986 mit 24 Musikerinnen und Musikern in einem Hammelburger Jugendzentrum begann, ist über die Jahre eine echte Erfolgsgeschichte geworden. Seit mehr als 30 Jahren kümmert sich der Verein nun schon um den musikalischen Nachwuchs der Region. Und heute geht es natürlich um weit aus mehr, als die „Förderung der Rockmusik“, wie in den Anfangstagen ausgerufen. Seit 2004 hat die Musikini ein liebevoll ausgestaltetes und sehr gut ausgestattetes Domizil vor den Toren Hammelburgs. Im Wasserhaus finden Bands und Musikfreunde alles, was ihr Herz begehrt – von Probenräumen im Keller, über einen gut dimensionierten Liveclub, bis hin zum einladenden Gartenareal, in dem schon so manche Jam-Session stattgefunden hat.

Musik, das ist auch die Passion von Artistpool e.V. Der Verein zur Förderung junger Musiker bietet das, was sich wohl jeder junge Künstler wünscht. Eine fachlich kompetente Unterstützung, um sich im „Musikbusinessdschungel“ zurechtzufinden. Gastauftritte, Festivalslots und eigene Veranstaltungen sollen dabei helfen, das Booking zu erweitern und Workshops, Beratung sowie gute Kontakte tun das Übrige, um die Karriereleiter zu erklimmen. Der Verein existiert seit Sommer 2018 und konzentriert sich auf Vernetzung der Musiker und Bands untereinander und mit Branchenexperten, Beratung, Förderung, individuelle Coachings, Marketingkampagnen und Businesspläne, Rabatte und direkte Kontakte zu wichtigen Partnern der Musikindustrie, mögliche Gastauftritte bei Veranstaltungspartnern und last but not least ein einwöchiges Bandcamp mit Projektband Challenge und engagierten Dozenten.

„Wir möchten uns bei allen Unterstützern ganz herzlich bedanken. Und natürlich ganz besonders dem ‚ab geht die Lutzi‘-Festival. Ohne dieses Team hätte local heroes Bayern definitiv nicht wieder zum Leben erweckt werden können“, sagt Dani Straßner von local heroes Bayern. „Zehn Jahre bereichert dieses Festival nun schon die Region. Wir wünschen alles Gute zum Geburtstag und freuen uns auf drei Tage ausgelassene Party vom 13. bis 15. Juni. in Rottershausen.“

Text: Nicole Oppelt

local heroes ist ein „gemeinsames großes Ding“!

Authentizität, gutes Songwriting, Interaktion: Für Betamensch sind das die wichtigsten Kriterien, um eine Band gewissenhaft zu bewerten. (Foto: Simon Schweikert)

Betamensch haben es geschafft. Die Band aus Nürnberg gehört zu den Top 4 des diesjährigen local heroes Bayern-Landesfinales. Am 14. Juni zeigen sie auf der Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“-Festivals ihr Können. Publikum und Jury entscheiden dann über ihren Einzug ins local heroes-Bundesfinale. Doch wer verbirgt sich eigentlich hinter Betamensch? In einem kleinen Countdown wollen wir euch in der Zeit bis zum großen Auftritt in Rottershausen diese Drei und natürlich auch ihre Mitstreiter vorstellen. Seid gespannt, was euch erwartet. Wir sind schon jetzt restlos begeistert.

Die vergangenen Wochen waren wirklich aufregend. Schlag auf Schlag kamen Bewerbungen für die Neuauflage des local heroes Bayern-Contests an. Es wurde gesichtet, hineingehört und Videos in Augenschein genommen bis die Boxen glühten. Vor Kurzem entschied dann eine unabhängige Fachjury, welche vier Bands das local heroes Bayern-Team mit ins Landesfinale nehmen darf. Bei Miguel Mayorga, Johannes Preßl und Tobias Ottenschläger dürften am Tag der Entscheidung wohl die sprichwörtlichen Sektkorken geknallt haben. „Local Heroes ist mir schon lange ein Begriff, jedoch gab es dies für einige Jahre nicht mehr in Bayern, weil hierfür Initiatoren gefehlt haben. Umso happier sind wir, dass wir gleich bei der Neuauflage dabei sein dürfen“, erinnert sich etwa Miguel an den Moment der Benachrichtigung durch das local heroes Bayern-Team.

Beworben hat sich das Trio mit der wohl wichtigsten Intention für eine erfolgreiche Live-Band. Sie lieben es, vor Publikum auf einer Bühne zu stehen. „Mehr Beweggründe brauchen wir nicht“, sind sie sich einig. Dennoch haben sie sich Gedanken gemacht, was einen solchen local hero eigentlich auszeichnen sollte. Für Miguel, Johannes und Tobias ist die Antwort darauf völlig klar: „Ein ‚local hero‘ ist unserer Meinung nach ein Künstler/Band, der weiß, wo seine Wurzeln liegen, was auch mit Bescheidenheit gleichzusetzen ist. Ebenso bedeutet ‚local hero‘ für uns, dass dieser wiederum auch für die Szene ein Begriff ist und von ihr geschätzt wird.“

Neue EP „Was Wir Waren“

Erfahrungen auf dem Gebiet des musikalischen Wettstreits bringen die drei Mittelfranken übrigens ordentlich mit. Im Laufe ihres musikalischen Schaffens haben sie bereits bei diversen Wettbewerben mitgemacht. Und mittlerweile können sie auch ein durchaus reflektiertes Fazit ziehen. „Wenn man jung ist und mit Musik anfängt, kann man dabei oft in ‚Bandbeef‘ oder Konkurrenzdenken abdriften, was man aber mit der Zeit ablegen sollte“, sagt Miguel. „Wir sehen jede Show als gemeinsames großes Ding, sowohl mit dem Publikum als auch mit anderen Bands.“ Die gemeinsame Zeit stehe für sie definitiv im Vordergrund. „Witzigerweise kennen wir die Jungs von ‚Lonely Spring‘ schon gut, da wir vor drei Jahren zwei Mal bei ihnen in Passau untergekommen sind und dabei auch schon einen ordentlichen Suff veranstaltet haben“, scherzt Miguel über bisherige gemeinsame Erfahrungen mit den local heroes-Bayern-Kandidaten aus Passau.

Doch für das nächste große, gemeinsame Ding auf dem local heroes Bayern-Landesfinale braucht es natürlich auch ein paar „Asse im Ärmel“. Im Fall von Betamensch ist das ihre vor kurzem erschienene zweite EP „Was Wir Waren“. „Wir sind schon mächtig gespannt, wie die Songs vom Publikum aufgenommen werden“, freuen sich die drei Musiker, die in naher Zukunft an ihrem ersten Album basteln wollen, schon jetzt auf das Feedback in Rottershausen.

„Wir erinnern uns häufig gern an die Shows zurück, wo wir coole Begegnungen gemacht haben und auch schon längere Freundschaften entstanden sind“, sagen Betamensch. (Foto: Torben Meyer)

Ein „dickes Statement für Bayern“

Reaktionen, Emotionen, Menschen bewegen: Das scheint für die Drei über allem anderen zu stehen. Natürlich sei die Beurteilung durch eine Jury bzw. ein Publikum bei einem solchen Wettbewerb nicht unerheblich, sagen sie über das Bewertungskonzept von local heroes Bayern. Für Betamensch liegt der Fokus jedoch ganz klar auf einer „Show, die physisch wie emotional mitreißt“.

Bislang spricht nichts dagegen, dass das auch in Rottershausen der Fall sein wird. Bei local heroes Bayern fühlen sie sich „super aufgehoben“ und betreut. Ihr erklärtes Ziel hätten sie daher auch nicht schöner formulieren können, wenn sie sagen: „Wir wollen ins Bundesfinale, um ein dickes Statement für Bayern abzuliefern.“ Doch ganz gleich, wie local heroes Bayern für diese Drei ausgeht, eines ist und bleibt für sie gewiss: „Wir nehmen uns selbst gern mal nicht zu ernst, wissen aber auch, dass wir uns ebenso gut aufeinander verlassen können, wenn es drauf ankommt.“

Text: Nicole Oppelt

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local heroes Bayern ist ein Riesenprojekt. Gestemmt wird es ehrenamtlich und damit unabhängig. Das ist auch gut so! Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es nicht. Support bekommt das local heroes Bayern-Team von Quicklink, BrandRocks, Frankonia Biere, Gebrüder Stolz GmbH & Co KG (Hammelburg), Artistpool e.V., der Musikinitiative Hammelburg e.V. und natürlich dem „ab geht die Lutzi“-Festival. Ohne diejenigen, die an local heroes Bayern und vor allem die teilnehmenden Künstler glauben, könnte so ein Projekt nicht realisiert werden.

local heroes Bayern: Die Finalisten stehen fest!

Vier bayerische Nachwuchsbands dürfen beim local heroes Bayern-Landesfinale am 14. Juni ihr Können unter Beweis stellen

Die Spannung steigt! In wenigen Wochen dürfen die local heroes Bayern-Finalisten die Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“-Festivals stürmen. (Foto: Dani Red)

Diese Fachjury hatte ordentlich zu tun: Bis Ende März waren unabhängige Experten aus der Musikbranche gefragt, die vier besten Bewerber des local heroes Bayern-Jahrgangs 2019 zu nominieren. Jetzt steht fest: „Savanna Skean“ aus Würzburg, „Betamensch“ aus Nürnberg, „Lonely Spring“ aus Passau und „Machete Dance Club“ aus München haben das Rennen gemacht. Sie kämpfen am 14. Juni auf der Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“-Festivals um den Einzug ins local heroes-Bundesfinale und damit um den Titel „Beste deutsche Nachwuchsband“.

„Die letzten Wochen waren wohl die bislang aufregendsten des Jahres 2019“, sagen Dani Straßner, Lisa Fuchs und Nicole Oppelt. Die drei ehrenamtlichen Organisatorinnen von local heroes Bayern kamen mit dem Daumen drücken für ihre Schützlinge gar nicht mehr hinterher. Nachdem Ende Februar die Bewerbungsphase für die Wiederauflage des bayernweiten Nachwuchs-Wettbewerbs abgeschlossen war, zogen sie gemeinsam mit den befreundeten Musikinitiativen aus Hammelburg und Bad Neustadt eine erste Bilanz und übergaben ein Paket mit den 20 vielversprechendsten Bewerbungen in die Hände einer unabhängigen Fachjury.

Diese hat nun ihr Urteil gefällt. Ihrer Ansicht nach haben „Savanna Skean“, „Betamensch“, „Lonely Spring“ und „Machete Dance Club“ das Zeug, um den Freistaat im kommenden November im local heroes-Bundesfinale zu vertreten und vielleicht sogar den Sieg des bundesweiten Wettbewerbs für sich zu entscheiden. Welche Band am Ende nach Sachsen-Anhalt reist, entscheidet sich am 14. Juni auf der Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“ in Rottershausen.

„2 Mädels + 1 Typ, eine Liebesbeziehung, 3 beste Freunde, 3 leidenschaftliche Blondinen“, so lautet die prägnante Selbstbeschreibung von „Savanna Skean“. (Foto: Pressematerial)

Drums, Gitarre und Gesang – mehr braucht es nicht

Die großen Hoffnungen, die nun in das Finalisten-Quartett gesetzt werden, sind nicht unberechtigt. Denn allesamt bringen sie das Potential für die großen Bühnen dieses Landes mit. Die unterfränkische Formation „Savanna Skean“ will das Publikum in Rottershausen mit „West-Coast Grunge-Rock“ von sich überzeugen. Ihr Motto „Musik ist Passion!“ vereint alles, vom klassischen Alternative-Rock mit Grunge-Einflüssen, über Rock’n’Roll bis hin zu Blues. Sie selbst beschreiben diese Mixtur als „leidenschaftliche, ehrliche Rockmusik, ganz puristisch, die eben laut und böse sein kann oder auch mal verhältnismäßig sanfte Töne anschlägt“. Und die Drei stellen klar: „Drums, Gitarre und Gesang. Mehr ist da nicht, aber mehr braucht es auch nicht.“

„Wer (…) in Zeiten von Schnelllebigkeit immer noch an die Sache glaubt, kann sich anerkennend als beständig bezeichnen“, sagen „Betamensch“. (Foto: Marius Roos)

Mit Elan und Do-It-Yourself-Manier

Die Mittelfranken von „Betamensch“ setzen hingegen auf „plattitüdenfreien Rock mit Pop-Appeal“. „Was Anfang 2014 mit einer Schnapsidee begann, wurde bis heute mit Elan und Do-It-Yourself-Manier konsequent verfolgt“, berichten sie über ihren Werdegang als Band. Dass 2019 ein „großes Jahr“ für sie werden würde, war für „Betamensch“ übrigens klar. Nach Produktionen mit Produzenten wie Florian Nowak und Kurt Ebelhäuser, beschloss die Band sich im Sommer 2018 in das eigene Studio zu „verschanzen“, um neues Material aufzunehmen. Mit Erfolg, denn die erste Single „Heldentrauma“, die anschließend im Herbst mitsamt einem Tour-Impressionen Video veröffentlicht wurde, landete prompt auf diversen Spotify Playlisten, geschmückt mit einem Cover Feature. Anfang des Jahres erschien dann ihre Single „Neonlicht“. Doch damit nicht genug, denn am 26. April erscheint die zweite EP „Was Wir Waren“ mit neuem Futter.

Hoffnungen und Träume, aber auch die psychischen Abgründe der Verlorenheit werden in den Songs von „Lonely Spring“ thematisiert. (Foto: Pressematerial)

Aufbruch und Veränderung

Aus Niederbayern werden „Lonely Spring“ anreisen. Beeinflusst von Szenegrößen wie „Papa Roach“, „My Chemical Romance“, „Billy Talent“ oder „Emil Bulls“, die bereits selbst in Rottershausen zu Gast waren, will dieses Quartett Mitte Juni mit ihren Ideen von Emo, Post-Hardcore und Rock punkten. Was das Publikum dann erwartet, beschreibt etwa „Der Gute Ton Musik Reviews“: „Cleanparts und gutturaler Gesang geben sich die Klinke in die Hand und errichten mit der Unterstützung von Bass, Drums und Gitarre ein abwechslungsreiches Songlabyrinth, bei dem der Ausgang nach dem fünften Mal hören noch immer nicht in Sicht ist. Die Lieder vermitteln jedoch nicht die sehr häufig auftretende ‚Die Welt geht unter und wir werden alle sterben‘-Stimmung, sondern fordern eher zum Aufbruch sowie zur Veränderung auf.“

„Machete Dance Club“ sagen von sich selbst: Wir „scheuen nicht die großen Posen und schrammen immer mit Kalkül knapp am Klischee vorbei.“. (Foto: Pressematerial)

Knallige Mischung aus 80s-Sound und harten Riffs

„Machete Dance Club“ aus der Landeshauptstadt lassen ebenfalls aufhorchen, wenn sie ihren „Micheal Jackson Metal & Porndance“ ankündigen. Seit ihrer Gründung im Frühjahr 2018 erspielen sie sich mit einer „knalligen Mischung aus 80s-Sounds, harten Riffs und poppig-eingängigen Vocals“ eine immer größer werdende Fanbase. Übrigens, erst vor kurzem Stand für die Band ein wichtiger Meilenstein an. Am 12 April veröffentlichte das Quartett seine erste EP „A Trip Outta Hell Into Heaven And Back“ und passend dazu sind sie als Main-Support der 90erJahre-Crossover-Helden von „Dog eat Dog“ (New York) auf ihrer Europa-Tour zu erleben. Dass diese Vier absolut hörens- und sehenswert sind, attestierte ihnen bereits die Stuttgarter Zeitung. Für die Redaktion waren sie nämlich bei ihrem dortigen Tour-Stopp mit „Feine Sahne Fischfilet“ der Konzerttipp der Woche.

Ein Voting für mutige und innovative Bands

Und was sagt die Jury dazu? Juror David Schäfer (A&R Sony, Endzeit Booking, Business-Coach bei Artistpool e. V.) zeigte sich nach seiner Stimmabgabe begeistert. „Es war wirklich spannend, sich mit den TOP 20 zu beschäftigen, ihre Songs zu hören und zu sehen wer sie sind. Es war ein bunt gemischtes Feld und allgemein ein hohes Niveau! Am Ende hätten es alle Bands verdient gehabt.“ Ole Löding (Journalist und Publizist, berichtet u.a. für FAZ und Deutschlandradio Kultur) hatte offenbar ebenfalls großen Spaß an seiner Aufgabe. Er sagt: „Es war eine große Freude, die Bands anzuhören, die Videos zu schauen und die Bios zu lesen. Faszinierend viele Bands auf einem extrem hohen Niveau! Ein paar allerdings ein wenig ab vom Zeitgeist. Deshalb stützt mein Voting, ohne zu viel erklären zu wollen, die Bands, die aktuell, mutig und innovativ sind. Außerdem habe ich auch immer, wenn möglich, die Liveperformance in die Wertung einbezogen.“

Lob gab es auch von Angela Peltner (Musikerin und Trägerin des Panikpreises von Udo Lindenberg), die sich auch in anderen Landeswettbewerben umgesehen hat. Sie wandte sich anerkennend an das „wieder auferstandene“ local heroes Bayern-Team und attestierte ihnen im Direktvergleich ein bemerkenswert hohes Niveau. Begeistert war auch Alessa Patzer (Bookerin und Veranstalterin, Business-Coach bei Artistpool e. V.). Ihr Urteil, etwa zu den Finalisten „Machete Dance Club“: „Die wissen was sie tun!“

Insgesamt bestand die unabhängige Fachjury 2019 aus 17 Personen. Zu ihnen gehörten, neben David Schäfer, Ole Löding, Alessa Patzer und Angela Peltner, Jens Schneider (Musiker, Produzent u.a. Joris, Elif, Max Giesinger, Adesse, Wincent Weiss), Sabrina Lüftner (Veranstalterin, Bandbetreuerin, Tourmanagerin, Bookerin, Business-Coach bei Artistpool e. V), Steffi Groß (Geschäftsstelle MAINPOP), Dimi Rompos (Sängerin u.a. bei Samy Deluxe, Voice of Germany Halbfinalistin 2015), Patrick Christ (Manager von „Unantastbar“, Booker und Promoter), Christoph Hirt (IG Rock Unterfranken e.V.), Niko Tsagarakis (Inhaber von Monster Artists (u.a. „Emil Bulls“, „Annisokay“), Erwin Oppelt (Tontechniker), Lina Burghausen (PR-Managerin, Musikmanagerin, Texternin, Inhaberin der PR-Agentur Mona Lina), Jojo Schulz (Initiator und Betreiber des Projektes Posthalle Würzburg), Felix Mannherz (Schlagzeuger, Sänger, Produzent), Jonas Ochs (Musiker, Frontmann der „Bambägga“) sowie Jorin Zschiesche (Captain von recordJet (u.a. „Milky Chance“, Alice Merton) und der Filter Music Group).

Die Unterstützer von local heroes Bayern.

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Nun stehen sie also, die Top4 für das local heroes Bayern-Landesfinale. Ausruhen ist für das Team jetzt aber nicht angesagt. Die Organisations-Maschinerie läuft, unterstützt vom „ab geht die Lutzi“-Festival, auf Hochtouren. Tatkräftig mit an diesem Strang zieht auch Artistpool e.V. „Mit diesem Verein haben wir eine vielversprechende Kooperation schließen können. Er steht seit 2018 für die Förderung junger und talentierter Musiker und Bands und hat damit die gleiche Intention wie local heroes“, so Lisa Fuchs. Ebenfalls mit im bayerischen „local heroes-Boot“ ist BrandRocks, der vor allem für individuelles Bandzubehör verantwortlich zeichnet. Als langjährige Kulturunterstützer sind zudem die Gebrüder Stolz GmbH u. Co. KG und die Musikinitiative Hammelburg e.V. an Bord. Last but not least steht Frankonia Biere, insbesondere Juniorchef Andreas Lang, den drei Organisatorinnen zur Seite.

Text: Nicole Oppelt

local heroes Bayern nimmt Fahrt auf

Mit der Abstimmung über die Top 20 geht der Landeswettbewerb Bayern in die heiße Phase

Seit Mitte Januar suchen local heroes Bayern und das „ab geht die Lutzi“-Festival „Bayerns Beste Nachwuchsband“. Zahlreiche Musikerinnen und Musiker aus allen Ecken des Freistaats nutzten die Gelegenheit, um sich auf diesem Weg für Deutschlands größten und ältesten non-profit Nachwuchswettbewerb zu empfehlen. Mittlerweile ist die Bewerbungsphase abgeschlossen. Eine Fachjury hat jetzt die Qual der Wahl. Sie entscheidet, wer am 14. Juni „live“ um den Titel kämpft und anschließend ins Bundesfinale von local heroes einzieht.

Schon in der Vergangenheit hat Bayern gezeigt, dass es jede Menge local heroes hat. So auch 2012: Dani Straßner zeigte sich mächtig stolz auf „Hyrax“ aus Nürnberg. (Foto: RE ON TOUR)

„Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet“, sagen Dani Straßner, Lisa Fuchs und Nicole Oppelt. Das Trio, welches nach mehrjähriger Abwesenheit für die Wiederbelebung von local heroes Bayern verantwortlich zeichnet, ist überwältigt ob der großen Resonanz, die ihr Bewerbungsaufruf vor zwei Monaten nach sich gezogen hat. Gut 60 verschiedene Formationen unterschiedlichster Couleur waren ihrem Aufruf gefolgt und haben sich erfolgreich für local heroes Bayern beworben.

„Sich das unentwegt hereinströmende Material dieser vielen jungen Talente anzuhören, war unglaublich inspirierend“, sind sich die Drei einig. Einige Bands seien ihnen bereits ein Begriff gewesen. Andere waren völlig unbekannt und hätten sich als „echte Perlen“ entpuppt. „Wir waren immer überzeugt davon, dass in Bayern unglaublich viele gute Bands unterwegs sind, die bislang einfach noch nicht die richtige Plattform gefunden haben, um weiterreichende Aufmerksamkeit zu erhalten“, so Lisa Fuchs. „Mit dem local heroes-Netzwerk wollen wir unseren Beitrag leisten und das ändern.“

local heroes und Musikinis arbeiten zusammen

In einem ersten Schritt hat das local heroes Bayern-Team nun gemeinsam mit vielen fachkundigen Partnern eine erste Sichtung vorgenommen. „Es galt, die Qualität des Wettbewerbs herauszustellen und die 20 vielversprechendsten Formationen herauszuarbeiten“, erklärt Nicole Oppelt. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von ihren Veranstaltungspartnern des „ab geht die Lutzi“-Festivals. Mit im sprichwörtlichen Boot befanden sich enge Vertraute aus der regionalen Musikszene. So wurde das Teilnehmerfeld daneben auch der Musikinitiative Hammelburg e.V. sowie der initiative for music and youth culture nes e.V. aus Bad Neustadt an der Saale vorgelegt.

Doch wie die unterschiedlichen Parameter, wie Genre oder Band-Größe bewerten? „Jeder legt unterschiedliche Kriterien an. Jeder hat einen anderen persönlichen Geschmack und sieht vor allem andere Potentiale. Das musste harmonisiert werden“, erklärt Dani Straßner. Für das local heroes Bayern-Team kam deshalb nur ein transparentes Punktesystem infrage, das am Ende ein eindeutiges Ranking lieferte.

Lange ist’s her: „The Governors“ aus Aschaffenburg beim Bundesfinale 2013. Der Kontakt zur Band besteht bis heute. (Foto: Christoph Eisenmenger)

Indie, HipHop, Metalcore, Rock und Pop

Jetzt ist es soweit: Die kunterbunte Mischung aus Indie, HipHop, Metalcore, Rock und Pop hat sich auf die 20 besten Bands der diesjährigen Bewerbungsrunde konkretisiert. „Wie schon in der Vergangenheit, legen wir die ‚Verantwortung‘ auch jetzt wieder in die Hände einer unabhängigen Fachjury, die am Ende entscheidet, wer live in Rottershausen zu sehen sein wird“, erklärt Lisa Fuchs. „Alle Beteiligten sind seit vielen Jahren in der Musikbranche aktiv und sehr erfahren auf ihren jeweiligen Gebieten. Wir vertrauen auf ihr Urteil und ihr Gespür für echte musikalische Qualität, die uns am Ende auch im Bundesfinale wieder ganz nach vorne bringen soll.“

Landesfinale am 14. Juni in Rottershausen

Bis Ende März haben sie nun Zeit, die Live-Acts für das local heroes Bayern-Landesfinale zu bestimmen. „Wir sind mächtig gespannt auf das Ergebnis, können wir uns doch bisher kaum entscheiden“, sagt Dani Straßner. Ausführlich in Augenschein genommen werden können die Kandidaten am 14. Juni auf der Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“-Festivals in Rottershausen.

Hier wird im Juni das Landesfinale ausgetragen: Die Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“-Festivals steht traditionell für ausgelassene Stimmung. (Foto: Lukas Veth)

Erste Kooperationen entstehen

Bis es soweit ist, hat das local heroes Bayern-Team noch jede Menge zu tun. „Hinter den Kulissen spielen sich gerade viele Dinge gleichzeitig ab“, sagt Nicole Oppelt. „Zum einen konnte Dani als ‚Bandbeauftragte‘ ganz wunderbaren Kontakt zu den Bewerbern aufbauen, der allen Beteiligten sehr viel Spaß macht.“ Nebenbei seien sie natürlich intensiv auf Sponsorensuche, um die Kosten im Zuge des Landesfinales zu decken, aber auch, um den Teilnehmern sinnvolle Preise mit auf den Weg geben zu können. „Wir sind froh, dass wir mit Artistpool e.V. bereits die erste Kooperation schließen konnten. Der Verein steht seit 2018 für die Förderung junger und talentierter Musiker und Bands und hat damit die gleiche Intention wie local heroes.“

Entstanden sei aus diesem Zusammenschluss bereits die Idee für einen Sonderpreis. „Da der Verein junge Acts fachlich kompetent dabei unterstützt, sich im Musikbusinessdschungel zurechtzufinden, wollen wir genau diesen Luxus auch einem der Landesfinalisten für ein Jahr lang zukommen lassen.“ Dabei gehe es um mehr als bloße Vernetzung. Artistpool e.V. biete unter anderem auch Beratung, Förderung, individuelle Coachings, Marketingkampagnen und Businesspläne, mögliche Gastauftritte bei Veranstaltungspartnern oder auch Rabatte und direkte Kontakte zu wichtigen Partnern der Musikindustrie an, erklärt Nicole Oppelt weiter. Ebenfalls mit im bayerischen „local heroes-Boot“ ist BrandRocks. Inhaber Maximilian Dietl wird die Landesfinalisten mit personalisiertem Zubehör für Musiker ausstatten und so für noch ein Quäntchen mehr an Individualität im Bandbus und natürlich auf der Bühne sorgen.

„50m Freistil“ beim Landesfinale 2014 im Wasserhaus. Ende März kehrt die Band zurück. (Foto: RE ON TOUR)

Übrigens, wer sich schon vor dem Landesfinale einen kleinen „Live“-Vorgeschmack holen möchte, ist am 30. März im Wasserhaus in Hammelburg richtig. „Dort findet an diesem Abend eine Art ‚local heroes Bayern‘-Konzert statt“, erklärt Dani Straßner. Mit dabei ist die einstige Landesfinalband von 2014, „50m Freistil“ sowie die beiden aktuellen Top 20-Kandidaten „Kleeberg“ und „Adrian Millarr“.

Apropos Top 20! Hier werden die Kandidaten nun genau vorgestellt:
TOP 20 Vorstellung
Reinschauen und reinhören lohnt sich – viel Vergnügen!

Text: Nicole Oppelt