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local heroes Bayern: „Wir stehen in den Startlöchern!“

Am 14. Juni findet das erste bayerische Landesfinale seit fünf Jahren statt. Austragungsort ist das „ab geht die Lutzi“ in Rottershausen.

Das local heroes Bayern-Team engagiert sich aus voller Überzeugung. Musik in all ihren Facetten ist ihre Leidenschaft. (Foto: Dani Red)

Nur noch wenige Tage, dann hat das lange Warten endlich ein Ende. „Savanna Skean“ aus Würzburg, „Betamensch“ aus Nürnberg, „Lonely Spring“ aus Passau und „Machete Dance Club“ aus München dürfen im Landesfinale von local heroes Bayern zeigen, was sie draufhaben. Für die jungen Musiker geht es nicht nur um die sprichwörtliche „Ehre“, sondern auch um den Einzug ins local heroes-Bundesfinale und damit um den Titel „Beste deutsche Nachwuchsband“.

„Es ist ein bisschen wie Weihnachten, Geburtstag und Ostern zusammen“, sagen Lisa Fuchs, Dani Straßner und Nicole Oppelt. Das ehrenamtliche Trio von local heroes Bayern steckt gerade mitten in den letzten Vorbereitungen für das anstehende Landesfinale. „Unsere vier Teilnehmer fiebern dem Termin mit uns entgegen. Aufregung liegt in der Luft“, so ihr Fazit. „Wir sind bereit und stehen in den Startlöchern.“

Die „Fab 4“ des local heroes Bayern-Jahrgangs 2019: Betamensch, Lonely Spring, Machete Dance Club und Savanna Skean. (Fotos: Pressematerial)

Künstlerisches Miteinander

„Savanna Skean“, „Betamensch“, „Lonely Spring“ und „Machete Dance Club“ sind zwar allesamt keine „Neulinge“ mehr im Musikzirkus. Gigs wurden zuhauf gespielt, Studioluft geschnuppert und Wettbewerbserfahrung gesammelt. Doch dieser Termin ist anders. Erstens findet er im Rahmen eines weit über die Region hinaus bekannten Festivals – dem „ab geht die Lutzi“ statt. Zweitens, das haben diese vier Bands schnell festgestellt, steckt eine andere Philosophie hinter diesem bundesweit ausgetragenen Contest. „Der Konkurrenzgedanke spielt hier eigentlich keine Rolle“, erklärt Lisa Fuchs. „Es geht um den künstlerischen Austausch, das Miteinander – im Idealfall bis weit über das Landes- und Bundesfinale hinaus.“ Nach der Bewerbungsphase sichtete das local heroes Bayern-Team zusammen mit befreundeten Musikinitiativen und dem „Lutzi“-Team die Einsendungen. Nach einer ersten Vorauswahl ging es direkt in eine unabhängige Fachjury, die letztlich über die Teilnahme in Rottershausen entschied. „Gerade diese Vorgehensweise kam sehr gut bei unseren Teilnehmern an. Denn anders, als sie es bisher erfahren hatten, entschieden hier keine Ticketverkäufe oder sonstige Regeln über Wohl und Wehe, sondern einzig und allein das musikalische Können“, so ihr Fazit.

Für die Künstler ist das local heroes Bundesfinale ein außergewöhnlicher Termin. Und für manch einen ist es die bislang größte Bühne ihrer Laufbahn. (Foto: Bernd Zahn)

Newcomer-Förderung in seiner ganzen Bandbreite

Ein Konzept, das sich über viele Jahre bewährt habe, so die bayerischen Organisatorinnen. Immerhin nähmen Jahr für Jahr rund 10.000 Bands am bundesweiten Wettbewerb teil. Teils tun sie das mit nachhaltigem Erfolg. So gehören zu den einstigen Teilnehmern Acts wie „Tokio Hotel“ oder „Madsen“, die bekanntermaßen steile Karrieren hingelegt hätten. Local heroes, so erzählen sie, gebe es nun schon gut 30 Jahre. 2016 wurde groß 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Das Aushängeschild sei der Contest. Doch es geht um weit mehr, wie die bundesweite Projektleiterin Julia Wartmann anlässlich des Jubiläums im Deutschlandfunk Kultur erklärte. „Was wir eigentlich machen wollen, ist ja Newcomer-Förderung. Und das in seiner ganzen Breite. Also zum einen Beratung, aber vor allem eben durch Coachings. Und es sind eben super viele Musiker, die bei uns zum ersten Male eine Bühne betreten. Und das ist eben auch das, warum Local Heroes bis heute eine Daseinsberechtigung hat: Junge Musiker kommen immer wieder nach und so sind wir jedes Jahr wieder in den ersten Schritten auch dabei.“

Das local heroes Bayern-Team pflegt innige Verbindungen zu ihren Teilnehmern. Und das geht weit über den aktuellen Wettbewerb hinaus. (Foto: RE ON TOUR)

In Bayern lagen diese Ambitionen nun einige Jahre brach. Bis 2014 wurde das Landesfinale in Kooperation mit der Musikinitiative Hammelburg e.V. ausgespielt. Danach war erstmal Pause. „Uns hat der Wettbewerb seither immer gefehlt, sowohl auf Landes- als auch die bayerische Teilnahme auf Bundesebene“, so Dani Straßner. Ende 2018 kam dann die Wende. Im Team des „ab geht die Lutzi“ wurde ein neuer Partner und Gastgeber gefunden. „Bessere und professionellere Rahmenbedingungen könnten wir uns gar nicht wünschen“, freut sie sich gemeinsam mit Lisa Fuchs und Nicole Oppelt über die glückliche Fügung. Christian Stahl, Klaus Schmitt und ihre Mitstreiter seien ebenfalls vom Konzept „local heroes“ überzeugt und hätten sich das Ganze auch schon auf Bundesebene angesehen. „In den vergangenen Monaten haben sie uns toll unterstützt und stets ein offenes Ohr für unsere Belange gehabt“, so Nicole Oppelt.

„Lutzi“ und „Musikini Hammelburg“: Von Beginn an eine fruchtbare Verbindung. 2013 gab es sogar eine eigene Musikini-Bühne auf dem Festival. Unter anderem mit dabei, die „Poor Devils“. (Foto: Music-Event-Reports)

Bereicherung für die „Lutzi“

„Wir sind schon seit Beginn an Teil des ‚Lutzi‘-Teams, haben uns immer schon gegenseitig, etwa im Rahmen von Kooperationen mit der Musikini Hammelburg, unterstützt. Nun dürfen wir, dank deren Unterstützung local heroes Bayern endlich wieder machen. Und das auch noch zum 10-jährigen Jubiläum“, freuen sich die local heroes-Organisatorinnen, die dem Festival natürlich ebenso entgegenfiebern wie dem eigenen Landesfinale. „Diesmal beginnt die ‚Lutzi‘ schon donnerstags und hat bis zum späten Samstagabend so einiges zu bieten – angefangen von Headlinern wie den Donots oder der Antilopen Gang, bis hin zur Sauna auf dem Campingplatz, dem traditionellen Frühschoppen, einer Schnitzeljagd, einem Freestyle Battle und vieles mehr. Sie lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen.“

„Wir kennen local heroes und die Problematik des Bayernfinales in den letzten Jahren bereits über die langjährige Zusammenarbeit mit der Musikinitiative Hammelburg e.V., wodurch auch der Kontakt beziehungsweise die Idee zustande kam, das Landesfinale Bayern wiederzubeleben“, erklärt „Lutzi“-Chef Christian Stahl. „Da wir am Freitag die Zeltbühne bisher nicht geöffnet hatten, bot sich eine Gelegenheit, die nach kurzer Beratung auch direkt genutzt wurde. Wir erwarten vier hochkarätige Künstler auf der Zeltbühne, die das Programm am Freitag bereichern.“

Zum 10. Geburtstag kommen die „Donots“. Schon 2016 feierten die fünf Ibbenbürener Punkrocker ein rauschendes Fest mit dem fränkischen Publikum. (Foto: Lukas Veth)

60:40 – Jury und Publikum entscheiden gemeinsam

Auch das Bayern-Team zeigte sich in den vergangenen Monaten kreativ. Immerhin gab es so einige Herausforderungen zu bewältigen. „Das reichte von der Suche nach Sponsoren bis hin zur Organisation des Landesfinales an und für sich“, fasst Nicole Oppelt zusammen. So hätten sie zum Beispiel erst ein Prozedere dafür entwickeln müssen, dass eine faire Abstimmung sichert. Bewertet werden die vier Teilnehmerbands nämlich nicht nur von einer Fachjury. Das Publikum darf ebenfalls abstimmen. Am Ende ergibt sich das Ergebnis aus einer 60:40-Gewichtung. „Im diesjährigen Landesfinale bitten wir unser Publikum daher an einen eigens dafür aufgebauten Stand. Dort können sie ihre Favoritenband unterstützen, indem sie einen Coin in eine entsprechende Box werfen. Um Mehrfachabgaben zu vermeiden, werden die Einlass-Bändchen des Publikums nach der Stimmabgabe markiert“, erklärt Lisa Fuchs.

Abstimmen leicht gemacht! Das Publikum wird beim local heroes Bayern-Landesfinale zur „Urne“ gebeten. (Foto: Dani Red)

Apropos Teilhabe: „Wir haben die vier Final-Bands in viele Entscheidungen rund um dieses Landesfinale mit einbezogen“, sagt Dani Straßner. „Letztendlich haben wir ja gemeinsam Neuland betreten.“ Mittlerweile würde local heroes Bayern „guten, engen Kontakt“ zu den Landesfinalisten und sogar auch noch zu vielen anderen Bewerbern pflegen. „Es macht viel Spaß mit den Bands zusammenzuarbeiten. Sie sind alle sehr zuverlässig und bringen sich mit ein.“ Insgesamt, das könne man umfänglich behaupten, arbeite das Team „mit viel Herzblut“ an der gemeinsamen Sache. „Wir lassen uns viele Dinge einfallen“, so Dani Straßner. Es werde viel gebastelt, darunter etwa eine eigene Promo-CD, Gutscheine für die Preisüberreichung, ein Banner mit den Sponsoren, es habe Fotosessions, zum Beispiel für Flyer gegeben, Aufkleber seien gedruckt und verteilt worden und zu guter Letzt werde sogar noch an der ein oder anderen Überraschung gewerkelt. „Damit verbringen wir extrem viel Zeit. Es ist sehr viel Arbeit, die aber auch Spaß macht. Wir lassen auch keine Chance aus, um Aufmerksamkeit für die Bands in den Sozialen Netzwerken zu erreichen.“ Es würden Banner gestaltet, Postings erstellt, Interviews geführt – das alles natürlich ehrenamtlich. „Wir haben ein Team aus unserem Freundeskreis zusammengestellt, von denen jeder einzelne seine Freizeit für das Projekt opfert.“

Dass sich dieser „Aufwand“ lohnt, davon sind alle überzeugt. Gelegenheit, sich vom local heroes-Fieber anstecken zu lassen, hat das Publikum am 14. Juni auf der „Lutzi“-Zeltbühne.

Text: Nicole Oppelt

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local heroes Bayern ist ein Riesenprojekt. Gestemmt wird es ehrenamtlich und damit unabhängig. Das ist auch gut so! Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es nicht. Support bekommt das local heroes Bayern-Team von Quicklink, BrandRocks, Frankonia Biere, Gebrüder Stolz GmbH & Co KG (Hammelburg), Artistpool e.V., der Musikinitiative Hammelburg e.V. und natürlich dem „ab geht die Lutzi“-Festival. Ohne diejenigen, die an local heroes Bayern und vor allem die teilnehmenden Künstler glauben, könnte so ein Projekt nicht realisiert werden.

local heroes Bayern & Machete Dance Club: „Wir sind eine Maschine!“

„Es wird interessant sein zu sehen, wie nah Jury und Publikum mit Ihren Bewertungen auseinander oder zusammen liegen“, sagen Machete Dance Club. (Foto: Viktor Schanz)

Machete Dance Club – das sind die Vierten im Bunde des diesjährigen local heroes Bayern-Landesfinale. Am 14. Juni geht es auch für sie auf die Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“-Festivals. Zu Deutschlands renommiertem Non-Profit-Nachwuchswettbewerb kamen sie eher zufällig. Doch das muss nichts heißen, wie sie schon vor dem großen Tag verraten.

„Wir erinnern uns besonders gerne daran, wie alles vor nicht einmal einem Jahr im Studio unseres Gitarristen und Produzenten Leo begann. Leo wollte eigentlich nur für Freunde einen Song recorden. Das Ding hat dann aber so viel Spaß gemacht und so viel Potential versprochen, dass er gleich noch Tobi (Drums) und David (Bass), mit welchen er zuvor schon in Bands gespielt hatte, Hals über Kopf mit ins Boot warf“, erzählen Machete Dance Club. Das letzte Highlight in ihrer bisherigen Bandgeschichte darf das natürlich nicht gewesen sein. Und es sieht ganz danach aus, als ob sich bereits in naher Zukunft weitere, schöne Erinnerungen dazu gesellen. Dass es aber tatsächlich so kam und sie nun Teil von local heroes Bayern geworden sind, verdanken sie offenbar einen gut eingestellten Algorithmus. Nicht anders ist ihre Antwort darauf zu erklären, wie sie eigentlich auf diesen besonderen Nachwuchswettbewerb aufmerksam geworden sind. „Das muss irgendwie beim Timeline checken passiert sein“ geben sie nämlich unumwunden zu. „Tobi hatte schon 2005 mit seiner ersten Band Prison Mind beim Rockbuster Contest in Rheinland-Pfalz mitgemacht (3. Platz). Daher hatten wir schon gute Erfahrungen gemacht. (Rockbuster-Gewinner spielen ebenfalls auf dem Bundesfinale).“

Dass sie es bei local heroes Bayern versuchen wollen, war für sie jedenfalls klar. Dass hier „eine Jury vom Fach für das Ergebnis verantwortlich ist“ habe ebenso eine Rolle gespielt wie das Fehlen von Methoden anderer Wettbewerbe, die teure Tickets verkauften, Teilnahmegebühren oder ähnliches verlangten. „Von derlei Ausbeutung, welche als fadenscheinige Unterstützung junger Nachwuchsbands getarnt auftritt, halten wir nichts. local heroes ist da eine frischende Abwechslung mit der vorrangigen Juryentscheidung“, sagen sie entschlossen. Was jedoch einen echten „local hero“ auszeichne, darüber hätten sie sich noch keine Gedanken gemacht. Vielleicht nur so viel: „Ein local hero sollte auf den Bühnen vor Ort Fuß gefasst haben und vielleicht mehr Leute ziehen als nur seine Omma und seine Freundin.“

Die perfekte Vorbereitung: Support-Tour für Dog Eat Dog

Sie selbst fühlen sich für das anstehende Landesfinale gut gerüstet. „Unsere Support-Tour für Dog Eat Dog war da eine gute Vorbereitung, so dass wir an unserer Performance sowie den sich dann herauskristallisierenden Schwachstellen feilen konnten.“ Worauf Jury und Publikum, die beide an der finalen Entscheidung beteiligt sind, achten sollten, davon haben sie allerdings keine klare Vorstellung.
Ihr Anspruch klingt aber durchaus überzeugend, wenn sie sagen: „Wir werden einfach unser Bestes geben und versuchen unsere Freude auf alle Zuhörer zu übertragen.“ Wenn sie mit ihrem Auftritt zufrieden seien, dann sei schon mal viel gewonnen.

„Ein local hero sollte auf den Bühnen vor Ort Fuß gefasst haben und vielleicht mehr Leute ziehen als nur seine Omma und seine Freundin“, sagen Machete Dance Club. (Foto: Viktor Schanz)

„Es geht hier um Musik als schöpferischen Prozess“

Empfehlen möchten sie sich im Vorfeld dennoch – auch für das große local heroes-Bundesfinale im kommenden November: „Wenn das Verhältnis Schweiß und Frustrationstoleranz stimmt, dann sind Machete Dance Club eine Maschine, welche gezeigt hat, dass sie in sehr kurzer Zeit sehr viel erreichen kann. Diese Hingabe aller vier Bandmitglieder sowie deren frischer musikalischer Output sollten Argumente genug sein.“
Klar hätten sie sich die anderen drei Bands im Landesfinale „zu Gemüte geführt“. Konkurrenzdenken sei jedoch bei keinem von ihnen aufgetreten. „Es geht hier um Musik als schöpferischen Prozess in welchem wir uns selbstverwirklichen wollen und nicht um Konjunktursteigerung einer Ware namens Machete Dance Club.“ Entsprechend klingen auch ihre weiteren Zukunftspläne. „Nichts muss, alles kann. Dementsprechend werden wir weiterhin 120 Prozent geben, um so weit zu kommen wie es unsere Kapazitäten hergeben.“ Das Zeug dazu hätten sie. „Uns zeichnet aus, dass wir einen unbedingten Willen an den Tag legen, um so weit, wie es eben unsere Kapazitäten und Frustrationstoleranzen zulassen, zu kommen – Und das mit einem frischen Sound.“

Text: Nicole Oppelt

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local heroes Bayern ist ein Riesenprojekt. Gestemmt wird es ehrenamtlich und damit unabhängig. Das ist auch gut so! Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es nicht. Support bekommt das local heroes Bayern-Team von Quicklink, BrandRocks, Frankonia Biere, Gebrüder Stolz GmbH & Co KG (Hammelburg), Artistpool e.V., der Musikinitiative Hammelburg e.V. und natürlich dem „ab geht die Lutzi“-Festival. Ohne diejenigen, die an local heroes Bayern und vor allem die teilnehmenden Künstler glauben, könnte so ein Projekt nicht realisiert werden.

local heroes Bayern: Lonely Spring sind „wirklich beste Freunde“

Lonely Spring wollen etwas sagen, etwas bewegen. local heroes Bayern ist für sie der richtige Schritt. (Foto: Katharina Aigner)

Am 14. Juni ist für Lonely Spring Stichtag. Gemeinsam mit Betamensch, Savanna Skean und Machete Dance Club bestreiten sie das local heroes Bayern-Landesfinale auf dem „ab geht die Lutzi“. Musikalisch haben sie das Team und eine unabhängige Fachjury bereits überzeugt. Doch was macht diese Band darüber hinaus aus?

Lonely Spring aus Passau stecken gerade mitten in einer aufregenden Zeit. Jul, Simon, Manu und Madsn sind Teil der diesjährigen local heroes Bayern-Familie und wer weiß, wie es nach dem Landesfinale für sie weitergeht. Schon im vergangenen Frühjahr dürften die Glücksgefühle auf Anschlag gewesen sein, als sie mit ihrem Produzenten Christoph von Freydorf (dem „Lutzi-Publikum auch als der Frontmann von „Emil Bulls“ bekannt), ihr Debüt produzieren durften. Schlaflose, glückliche und belebende Nächte seien das gewesen, die sie zusammen als Band wie auch als kleine Familie in dieser Phase geteilt hätten. „Wir haben mal gelesen, dass Erinnerungen Menschen machen. Wir glauben, das stimmt und wir glauben auch, dass solche Nächte uns als Band wie als Team gemacht haben“, sind sie überzeugt. Die anschließende „Klassenfahrt der Großen“ als Support von „Emil Bulls“ auf dessen Deutschlandtour dürfte also ebenfalls in diese Kategorie fallen. „Nichtsdestotrotz gibt es sehr viele kleine wie manchmal auch große Highlights in unserer eigenen Bandgeschichte. Allerdings führen wohl alle zurück auf die Menschen, die uns ehrlich supporten und an das glauben, was wir machen. Dafür sind wir unglaublich dankbar“, sagen sie einhellig.

Der „Lutzi“ und local heroes Bayern sind diese Vier übrigens schon eine ganze Weile auf der Spur. Sich jetzt zu bewerben und mitzumachen, war für sie klar. „Da wir selbst noch nie einen wirklichen Preis oder eine Auszeichnung gewonnen haben, fanden wir den Gedanken daran irgendwie toll. So kam es dann zur Bewerbung.“ Außerdem, so ihr Lob in Richtung Rottershausen, sei das Lutzi „fresh“. „Dort auf der Bühne zu stehen, war natürlich ebenfalls ein Anreiz oben drauf.“

local heroes sind Künstler, die aufstehen

Lonely Spring haben eine ziemlich klare Vorstellung davon, was ein local hero eigentlich ist. Jede Band, die nicht nur regional, sondern auch weit darüber hinaus etwas bewegen möchte, sei ein local hero für sich. Jeder Künstler, der aufstehe, sich auf welchem Wege auch immer verwirkliche, bewege etwas.

Ihr bisheriges Engagement bei Wettbewerben hält sich übrigens in Grenzen. Als sie mit 17 Jahren in dieser Bandbesetzung begannen Konzerte zu spielen, sei damals natürlich der ein oder andere Bandcontest dabei gewesen. „Wir hatten damit aber nie wirklich Erfolg. Zumindest bis 2016. Da waren wir Teil eines Contests in München, der unsere kleine Bandkarriere ordentlich nach vorne bewegt hat“, erinnern sie sich. Seitdem würden sie aber eigentlich keine Wettbewerbe mehr spielen, weil sie als Band soweit gewachsen seien, dass sie es nicht für nötig befänden, mal ganz „abgesehen von schlechten Gagen oder gar Pay-to-Play Formaten“. „Bei local heroes empfanden wir das nicht so. Wir haben in unserer 5-jährigen Bandgeschichte noch keinen einzigen Titel geholt. Da fanden wir den Gedanken, ‚local hero Bayern‘ oder sogar Deutschlands zu werden, irgendwie erfrischend.“

„Musik war für uns immer ein nötiges Ventil.“

Wie ihre Vorbereitungen auf das Landesfinale aussehen und was das Publikum letztlich zu sehen bekommt, darüber hüllen sich die jungen Musiker derzeit bewusst in Schweigen. Nur ein Hinweis sei mitgegeben. Es werden neue Herangehensweisen ausprobiert. Am Ende des Tages, davon sind sie überzeugt, sollte es Jury und Publikum, die beide an der Bewertung beteiligt sind, um die Musik gehen. „Es sollte um ehrliche Energie gehen. Wir wissen nicht, was es ist, was uns irgendwie ‘besonders‘ macht, aber wir glauben, dass wenn die Leute uns auf der Bühne sehen, wie wir unsere Songs performen, unsere Lyrics in die Welt schreien, dann bewegt das etwas in ihnen. Als ob sie den Schmerz fühlen, die Liebe und alles dazwischen, was nötig war, um unsere Musik zu schreiben. Musik war für uns immer ein nötiges Ventil. Wir glauben, das merkt man.“

Jury- oder Publikumswertung – beides habe für sie die gleiche Bedeutung oder auch keine. „Wenn uns jemand gut findet und das in uns erkennt, was wir wirklich sind, dann ist das Wahnsinn. Wenn so etwas nicht passiert, der Funke nicht überspringt, wie bei einem Blind Date, das einfach nicht zu einem passt – dann ist das so.“ Jemanden zu „bewerten“ klinge in ihren Ohren ohnehin „immer doof“. Musik sei so unglaublich subjektiv, dass es gar kein schlecht oder gut gebe. „Es gibt nur Geschmack. Entweder man trifft den oder eben nicht.“ Einen Konkurrenzgedanken gibt es bei ihnen in Sachen local heroes Bayern daher ebenfalls nicht. „Wir freuen uns auf eine tolle Zeit mit drei wunderbaren Bands. Was dann am Ende passiert und wer ins Finale einzieht, ist da zweitrangig. Jeder hat es verdient.“

„Wir verfolgen alle das gleiche Ziel mit dem gleichen Willen. Wir wissen was wir wollen und das gemeinsam“, sind Lonely Spring entschlossen. (Foto: Katharina Aigner)

Die „vier Jungs aus dem Dorf“

Ob mit oder ohne local heroes Bayern-Titel – für Lonely Spring geht es auf jeden Fall ambitioniert weiter. Am meisten wünschen sie sich, „ein tolles Team zu haben, das intern funktioniert, sowohl erfolgreich ist als auch menschlich passt“. Das passiere gerade schon und sie freuen sich wahnsinnig auf die zukünftige Zusammenarbeit mit allen involvierten Parteien. Ein kleiner Traum von ihnen sei es, einmal Headliner Shows international spielen zu dürfen und dabei erfolgreich zu sein. „Dabei ist natürlich das Wichtigste, dass sich unsere Beweggründe nie ändern, wir immer noch die vier ‘Jungs aus dem Dorf‘ bleiben und die Freundschaft nie zu kurz kommt.“ Der Plan sei, früher oder später „halbwegs davon leben zu können, gute Songs zu produzieren und vor allem etwas für bestimmte Menschen zu bedeuten“. Für sie selbst können sie auf jeden Fall jetzt schon sagen: „Wir sind wirklich beste Freunde, mittlerweile fast eine Familie. Wir funktionieren, weil wir weder ohne einander können noch jemals wollen.“

Text: Nicole Oppelt

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local heroes Bayern ist ein Riesenprojekt. Gestemmt wird es ehrenamtlich und damit unabhängig. Das ist auch gut so! Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es nicht. Support bekommt das local heroes Bayern-Team von Quicklink, BrandRocks, Frankonia Biere, Gebrüder Stolz GmbH & Co KG (Hammelburg), Artistpool e.V., der Musikinitiative Hammelburg e.V. und natürlich dem „ab geht die Lutzi“-Festival. Ohne diejenigen, die an local heroes Bayern und vor allem die teilnehmenden Künstler glauben, könnte so ein Projekt nicht realisiert werden.

local heroes Bayern: „Man spürt das Herzblut“

„Unser neuer Sound sprüht vor Energie und Leidenschaft, das Publikum kann sich auf jeden Fall auf etwas ganz Unerhörtes einstellen“, sagen Savanna Skean. (Foto: Toni Hofmann)

Publikum und Jury haben es am 14. Juni in der Hand. Sie entscheiden, wer Bayern im kommenden November im local heroes-Bundesfinale vertreten wird. Die Zeltbühne des „ab geht die Lutzi“-Festivals ist für ein solches Unterfangen der wohl würdigste Rahmen. Bereits in den vergangenen zehn Jahren gaben sich hier Newcomer und echte Stars die Klinke in die Hand. Savanna Skean aus Würzburg dürfen sich dieser Herausforderung nun ebenfalls stellen – als Landesfinalisten von local heroes-Bayern. In unserem zweiten Teil des local heroes-Bayern-Countdowns stellen wir euch diese Band nun ausführlich vor.

Zu viel Zeit am Handy – das ist wirklich nicht erstrebenswert. Im Falle von Savanna Skean könnte local heroes-Bayern jedoch nicht glücklicher darüber sein. Denn das soziale Netzwerk Instagram hat diese Drei genau auf die richtige Spur und direkt zur Anmeldung bei Deutschlands größtem Non-Profit-Newcomercontest geführt. Bianca, Malin und Christian fackelten nicht lange. Denn ein Festival mit Bands wie den Donots, Leoniden oder im vergangenen Jahr Royal Republic, sei natürlich ein ganz besonderer Ort für einen Bandwettbewerb, wie sie im Gespräch mit dem local heroes Bayern-Team sagen. „Die Möglichkeit Teil eines solchen Festivals zu sein, auf der selben Bühne zu stehen wie die ‚Großen‘, ist ein unglaublicher Ansporn.“ Die Stimmung auf Festivals sei ohnehin immer eine ganz Besondere: Menschen kämen zusammen, um zu feiern, um den Alltag für einige Tage hinter sich zu lassen. „Wir sind super aufgeregt, dass wir dank ‚local heroes Bayern‘ und der ‚Lutzi‘ einen Teil dazu beitragen dürfen.“ Dass das Ganze ein Wettbewerb sei, sind sie sich einig, rücke da schnell in den Hintergrund oder werde gar ganz vergessen. Und so solle es doch im Idealfall auch sein.

Durch die Musik zusammenkommen und eine geile Zeit haben, das steht für Savanna Skean – und natürlich nicht nur für sie – im Vordergrund. Wettbewerbe seien daher auch immer eine tolle Möglichkeit, um Leute kennenzulernen, Beziehungen zu knüpfen und Bühnenerfahrung zu sammeln. Durch local heroes Bayern hätten sie jetzt die Chance an „einem Ort zu spielen, an den man sich als Nachwuchsband zwar träumt, der aber für Viele leider unerreicht bleibt“. Hier, so ihr einhelliges Lob, stecke viel Engagement dahinter. „Man spürt das Herzblut.“

„Verkauft euch nicht unter Wert“

Erfahrungen auf dem „Wettbewerbs-Parkett“ bringt das Trio bereits mit. Und diese sind durchaus kritisch, wie sie erzählen. So würden einige Veranstalter das Bestreben junger Bands, möglichst viele Auftritte zu spielen, auch schon mal ausnutzen. „Das läuft dann meistens so, dass die Veranstaltungen zwar mit großen Preisen und noch größeren Konzertlocations werben, vorausgesetzt die Bands leisten einen hohen finanziellen Aufwand, verkaufen z.B. Tickets, machen viel Werbung für das Konzert, während der Aufwand und der Fördergedanke seitens des Veranstalters weniger zum Tragen kommt“, so ihr Fazit. Bei guten Wettbewerben sei das anders. Sie seien darauf ausgelegt Bands unabhängig von ihrer Reichweite und ihrer Fanbase auszuwählen und durch die Veranstaltung voranzubringen. „Wir haben bis jetzt ziemlich Glück mit den Wettbewerben gehabt, an denen wir teilgenommen haben. Es gab ein richtig schwarzes Schaf, das mit einer großen Summe Geld geworben hat, die Auswahl des Siegers lag dann aber bei einer Jury, die offensichtlich nur weibliche, minderjährige Solokünstlerinnen mit Piano-Coverversionen in den Top 3 platzieren wollte.“ Ihr Tipp für alle jungen Bands lautet deshalb: „Verkauft euch nicht unter Wert. Nur weil euch keiner kennt, heißt das nicht, dass ihr keine tollen Ideen habt und eure Musik niemanden unterhalten würdet.“ Ihre eigenen Erfahrung hätten gezeigt, „dass ‚Human Resources‘ meistens der größere Gewinn sind, als eine unfassbare Summe Geld“.

Eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, harte Arbeit und natürlich Können scheinen für Savanna Skean der „Schlüssel“, um als Band voranzukommen. Die Antwort darauf, was ihrer Meinung nach ein echter „local hero“ ist, fällt entsprechend aus. „Um local hero‘ zu werden, sollte man das Ziel verfolgen, die Musik, die man aus reinem (positivem) Egoismus für sich im Stillen geschrieben hat, so für die Menschen, also das Publikum, zugänglich zu machen, dass man eben jedem Einzelnen vor der Bühne eine Message mitgibt. Egal, ob das dann einfach 40 Minuten geile Party sind, oder das Gefühl, hey wir verstehen dich, du bist hier genau richtig, der Zuhörer sollte einen Mehrwert für sich aus der Show ziehen können. Und im Idealfall geht vielleicht sogar Beides gleichzeitig.“

„Liebe. Exzentrisch-feminine Passion. Und immer einer, der nüchtern bleibt“, das sind Savanna Skean. (Foto: Pressematerial)

„Wir erwarten das Unerwartete“

Um das zu erreichen, feilen Savanna Skean hart an sich. Seit fast einem Jahr arbeiten die jungen Musiker an einem ganz neuen Sound. Lange Zeit haben sie sich in ihrem Keller „verbarrikadiert“ und dort im vergangenen Sommer ein semi-unprofessionelles Studio aufgebaut. Seitdem ist viel passiert: „Unfassbar viele Songs wurden geschrieben und wir sind immer noch nicht fertig“, so ihre Zwischenbilanz. Ihr Ziel für local heroes Bayern klingt daher auch ziemlich vielversprechend: Zum ersten Mal werden sie am 14. Juni ihre neue Show spielen. „Die Energie all der frischen, ungehörten Songs, die Mühen vieler Arbeitsstunden, die euphorische Angst, wenn man Vertrautes hinter sich lässt, wir erwarten das Unerwartete.“ Immerhin seien sie keine gewöhnliche Trio-Formation, das seien sie auch vorher nicht gewesen. „Aber wir haben gelernt unsere minimalistische Besetzung nicht als Hindernis zu sehen, sondern als einzigartige Möglichkeit, um Songs zu schreiben.“

Was sich konkret dahinter verbirgt, können Publikum und Jury während des Landesfinales ausführlich entdecken und bewerten. Ein Umstand, den Savanna Skean übrigens für den „fairsten“ Ansatz halten. „Das Publikum kommt meistens wegen einer Band, die es dann auch supported, das ist natürlich klar und auch absolut okay, denn was wäre eine Show ohne Publikum? Eine Jury sorgt mit ihrer Stimme dafür, auch immer den Wettbewerbsgedanken des Veranstalters zu tragen, achtet vermutlich objektiver auf eine Reihe von Merkmalen. Aber Musik ist und bleibt auch immer eine Frage von persönlicher Meinung und Bewertung, das ist schließlich menschlich.“ Für das Trio ist deshalb klar: Ganz gleich, aus welchem Grund ein Mensch vor der Bühne stehe, „er ist und bleibt ein Mensch“. So gesehen gebe es da keinen Unterschied zwischen Jury und Zuschauer, für sie seien alle Anwesenden ihr Publikum. „Deshalb ist es uns wichtig, egal wen in der Show mitzureißen.“

Sich ein paar Gedanken zur Bewertung zu machen, ist ihres Erachtens aber durchaus sinnvoll. Die Anwesenden sollten sich unter anderem fragen: „Habt ihr Spaß? Wurdet ihr unterhalten? Hat euch die Band mitgenommen und haben sie euch in ihre persönliche Welt der Musik entführt? Wollt ihr mehr davon? Wollt ihr sehen wie es weiter geht? Und: hat die Band eine Message? Kann man sie identifizieren? Setzt sie ein Zeichen?“

Der Mut, Dinge anders zu machen

Hätten sie es selbst in der Hand, würden sie sich übrigens mit folgenden Zeilen für das große Bundesfinale im kommenden November empfehlen. „Als wir vor vier Jahren begonnen haben zusammen Songs zu schreiben, hätten wir es niemals für möglich gehalten, dass wir drei mal zusammen auf einer richtigen Festivalbühne stehen werden und fremde Menschen trotz Regen und Sturm mit uns tanzen würden (…). Seit unserem ersten Auftritt 2015, und jedes weitere Mal danach, lebt Savanna Skean von unserer Leidenschaft für Vielfalt. Unsere Musik, unsere Shows, wir drei, verändern uns mit jedem Tag der vergeht. Wir bestreiten unseren ganz normalen Alltag, treffen uns Abends als beste Freunde, trinken, lachen, streiten, lachen wieder, und schreiben so auch unsere Songs.“ Ihre Musik sei nicht das Ergebnis irgendeines professionellen Anspruchs, sondern entspringe ihren Launen. Songwriting würden sie immer gemeinsam betreiben, alle seien gleichberechtigt. Und genau das ist ihre Message: „Everybody’s equal!“. Oder anders ausgedrückt: „Sei der, der du heute sein willst, und tue das, wonach dir eben ist!“

„Anders“ sein sei für sie bis jetzt immer von Vorteil gewesen. Natürlich hätten sie lernen müssen zu akzeptieren, dass es immer Menschen gebe, die einen nicht respektierten, weil man anders sei. „Female-Fronted“ zum Beispiel sei dieses Jahr zu einem Trendwort „mutiert“. Dabei sei es keine 12 Monate her, dass man die Band eben wegen ihrer andersartigen „Female-Front“ sogar in den öffentlichen Medien auf ihr bloßes Körperbild reduziert habe: Die Show bestand nur aus „ablenkenden“ Brüsten, habe es geheißen. Der Autor dieses Artikels – eine Frau. „Eine Berichterstattung über unsere Musik – Fehlanzeige.“ Deshalb stellen sie nochmals klar: „Savanna Skean steht nicht für Weiblichkeit, wir stehen auch nicht für Männlichkeit, wir sehen die Sache mit den Geschlechtern ganz unkompliziert: Wer wir für andere sind, wer wir für uns selbst sind, was wir gerade tun und was wir tun können, sollte nichts mit unserem Geschlecht zu tun haben. Musik steht für Kreativität, für Zusammenkunft, für den Mut, Dinge anders als alle davor zu machen und den Menschen da draußen zu zeigen, dass neu und anders auch gut sein kann. Dafür stehen unsere Songs, dafür steht Savanna Skean, und diese Message wollen wir ins Bundesfinale bringen.“

Text: Nicole Oppelt

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local heroes Bayern ist ein Riesenprojekt. Gestemmt wird es ehrenamtlich und damit unabhängig. Das ist auch gut so! Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es nicht. Support bekommt das local heroes Bayern-Team von Quicklink, BrandRocks, Frankonia Biere, Gebrüder Stolz GmbH & Co KG (Hammelburg), Artistpool e.V., der Musikinitiative Hammelburg e.V. und natürlich dem „ab geht die Lutzi“-Festival. Ohne diejenigen, die an local heroes Bayern und vor allem die teilnehmenden Künstler glauben, könnte so ein Projekt nicht realisiert werden.

Support your local heroes – ohne Unterstützung geht das nicht!

Das local heroes Bayern-Team freut sich über tolle Unterstützung. (Foto: Dani Red)

2019 dürften sich viele Nachwuchsbands rot im Kalender markiert haben. Denn: local heroes Bayern ist wieder da! Nach Jahren der Abstinenz kehrte der größte Non-Profit-Nachwuchswettbewerb Deutschlands in den Freistaat zurück. Ein Riesenprojekt, das ehrenamtlich und unabhängig gestemmt wird. Für die Organisatoren und die Gastgeber, das „ab geht die Lutzi“-Festival in Rottershausen, ist das eine Herzensangelegenheit. Doch ohne Unterstützer für die gemeinsame Sache geht es dennoch nicht. Support bekommt das local heroes Bayern-Team von Quicklink, BrandRocks, Frankonia Biere, Gebrüder Stolz GmbH & Co KG (Hammelburg), Artistpool e.V., der Musikinitiative Hammelburg e.V. und natürlich dem „ab geht die Lutzi“-Festival.

Hinter Quicklink verbirgt sich eine neue App, die verschiedene Kontaktdaten und -möglichkeiten von Unternehmen bequem in einem Profil zusammenfasst. Alles, was sich Interessierte und Kunden merken müssen, ist ein kleines, individuelles Kürzel, wie zum Beispiel „Max1“, das in die App eingepflegt wird. Wird dieses dann eingegeben, erscheinen Telefonnummern, der Unternehmensstandort, die dazugehörige Website, die Präsenzen in den sozialen Medien und vieles mehr. Aufwendiges Suchen im Telefonbuch und im Internet entfällt – alles befindet sich an einem Ort. Auf der anderen Seite vereinfacht die App die Pflege der Unternehmensdaten und hilft, möglichst viele Kunden möglichst schnell zu erreichen. Hier ein Video zu Quicklink: What is Quicklink?

Das junge Unternehmen BrandRocks verwandelt hingegen langweiliges Band- und Fan-Equipment in individuelles Zubehör. Für Gründer Maximilian Dietl begann alles mit der Idee, den eigenen Gitarrengurt personalisieren zu lassen. „Jeder Song bring eine gewisse Individualität mit sich“, so Maximilian. „So wie es in der Musik ist, so ist es auch bei unseren Produkten. Wir machen Dein Produkt zum Unikat.“ Seit Januar 2019 ist er nun mit einem eigenen Shop am Start, in dem sich neben Gitarrengurten, T-Shirts oder Sonnenbrillen, auch Holzplektren und Drumsticks finden. Neben personalisierten Produkten bietet BrandRocks übrigens auch die Möglichkeit, sich Input über Spiel-Techniken im Bereich „Gitarre“ auf Instagram und co. zu holen.

Frankonia Bier ist nicht nur bei den Besuchern des „ab geht die Lutzi“ seit langem ein Begriff. Die Brauerei aus Werneck ist bereits seit 1861 in Familienbesitz. Und das aus Überzeugung. „Wir sind eine mittelständische, familiengeführte, regional verwurzelte Privatbrauerei, die handwerklich braut und mit viel Liebe ihre Biere rund um den Schornstein vertreibt“, sagt Andreas Lang, der aktuelle Juniorchef in der Familiendynastie. „Ende 2014 haben wir die Frankonia Biere in der traditionellen, dickbauchigen Euroflasche ins Leben zu rufen. Erst unser Weisse Hell und Dunkel; dann unser Vollbier Hell, Dunkel und Alkoholfrei und saisonal unseren Weizenbock und das Festbier.“ Und weitere Biersorten sind bei einem so kreativen Geist wie Andreas Lang sicher nicht ausgeschlossen.

Das dritte Unternehmen im Bunde dürfte jedem schon einmal untergekommen sein. Immerhin prankt der Schriftzug „Stolz“ unter anderem auf vielen Autobahnen – und das deutschlandweit. Das mittelständische Familienunternehmen unter der Ägide von Geschäftsführer Alexander Stolz, übrigens einstiger Vorsitzender der Musikinitiative Hammelburg e.V., ist ebenfalls seit langem in der Region verwurzelt. Es wurde bereits im Jahr 1875 als einfacher Maurerbetrieb gegründet und ist mittlerweile seit Jahrzehnten ein starker Partner und zuverlässiger Arbeitgeber im Straßenbau, Tiefbau und Fertigteilbau. Aktuell beschäftigt die Gebrüder Stolz GmbH & Co. KG mit Sitz in Untererthal bei Hammelburg mehr als 300 Mitarbeiter.

Apropos Musikinitiative Hammelburg e.V. Das einstige „Zuhause“ von local heroes Bayern hat sich auch bei der Neuauflage als wertvoller Unterstützer erwiesen. Was 1986 mit 24 Musikerinnen und Musikern in einem Hammelburger Jugendzentrum begann, ist über die Jahre eine echte Erfolgsgeschichte geworden. Seit mehr als 30 Jahren kümmert sich der Verein nun schon um den musikalischen Nachwuchs der Region. Und heute geht es natürlich um weit aus mehr, als die „Förderung der Rockmusik“, wie in den Anfangstagen ausgerufen. Seit 2004 hat die Musikini ein liebevoll ausgestaltetes und sehr gut ausgestattetes Domizil vor den Toren Hammelburgs. Im Wasserhaus finden Bands und Musikfreunde alles, was ihr Herz begehrt – von Probenräumen im Keller, über einen gut dimensionierten Liveclub, bis hin zum einladenden Gartenareal, in dem schon so manche Jam-Session stattgefunden hat.

Musik, das ist auch die Passion von Artistpool e.V. Der Verein zur Förderung junger Musiker bietet das, was sich wohl jeder junge Künstler wünscht. Eine fachlich kompetente Unterstützung, um sich im „Musikbusinessdschungel“ zurechtzufinden. Gastauftritte, Festivalslots und eigene Veranstaltungen sollen dabei helfen, das Booking zu erweitern und Workshops, Beratung sowie gute Kontakte tun das Übrige, um die Karriereleiter zu erklimmen. Der Verein existiert seit Sommer 2018 und konzentriert sich auf Vernetzung der Musiker und Bands untereinander und mit Branchenexperten, Beratung, Förderung, individuelle Coachings, Marketingkampagnen und Businesspläne, Rabatte und direkte Kontakte zu wichtigen Partnern der Musikindustrie, mögliche Gastauftritte bei Veranstaltungspartnern und last but not least ein einwöchiges Bandcamp mit Projektband Challenge und engagierten Dozenten.

„Wir möchten uns bei allen Unterstützern ganz herzlich bedanken. Und natürlich ganz besonders dem ‚ab geht die Lutzi‘-Festival. Ohne dieses Team hätte local heroes Bayern definitiv nicht wieder zum Leben erweckt werden können“, sagt Dani Straßner von local heroes Bayern. „Zehn Jahre bereichert dieses Festival nun schon die Region. Wir wünschen alles Gute zum Geburtstag und freuen uns auf drei Tage ausgelassene Party vom 13. bis 15. Juni. in Rottershausen.“

Text: Nicole Oppelt